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    Die besten Filme des Jahres 2018 (von Regina Singer)
    Von Regina Singer — 22.12.2018 um 16:00
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    Zum Ende des Jahres präsentieren wir euch täglich die Top-10-Liste eines FILMSTARTS-Mitarbeiters mit den besten Filmen, die 2018 regulär in den Kinos angelaufen sind. Heute mit den Lieblingsfilmen von Volontärin Regina Singer.

    Wild Bunch Distribution

    Das Kinojahr 2018 zeigte mir wieder, dass ein Film neben einer gut geschriebenen Geschichte und der Arbeit vor und hinter der Kamera bei mir vor allem dann einen starken Eindruck hinterlässt, wenn er etwas Unerwartetes in mir auslöst (z. B.: „Ghostland“) und darüber hinaus eine gewisse Bedeutung für die Gesellschaft oder auch nur eine einzelne Person hat – wie zum Beispiel „Love, Simon“. In meine Top 10 haben es daher Titel geschafft, die für mich all das mehr oder minder verbinden. Dabei haben der Actioner „Black Panther“, der Thriller „Wind River“ sowie die Dokumentation „#Female Pleasure“ einen Platz auf meiner Liste aus unterschiedlichen Gründen (leider) knapp verfehlt. Dafür katapultierte sich dann aber „Deadpool 2“ in meine Jahres-Highlights – vor allem auch durch seine großartige Abspann-Szene.

    Platz 1: "Climax"

    Gaspar Noés „Climax“ sog mich in der ersten Minute in sich hinein und ließ mich 90 Minuten später vollkommen erschöpft und ausgelaugt zurück. Die Musik, die Tänzer, die Farben, die Kameraführung – alles berauschte mich, bereitete mir zwischenzeitlich aber genauso auch Unwohlsein. Innerlich eskalierte ich mit den Figuren mit und hoffte, dass der kollektive Horrortrip endlich endet, damit auch ich aufatmen kann. Doch ich musste bis zur letzten Minute auf die Erlösung warten. Ein Film, der mich so mit- und eingenommen hat kann nur auf dem ersten Platz landen.

    Platz 2: "Lady Bird"

    Ich habe nicht damit gerechnet, dass mich Greta Gerwigs Coming-of-Age-Werk „Lady Bird“ so ergreifen würde. Doch durch das Zusammenspiel der Hauptfiguren zeigt es wie kaum ein anderer vergleichbarer Film, wie die Beziehung zwischen einer Mutter und ihrer Tochter sein kann: Genervtheit weicht innerhalb von Sekunden tiefer Zuneigung, nur um im nächsten Moment wieder umzuschwenken, ohne dass dabei aber das Fundament der Liebe zerstört wird. Der Film zeigt nicht nur, wie ein junges Mädchen erwachsen wird, sondern auch, dass ebenso eine Mutter nicht frei von Fehlern und Grenzen ist.

    Platz 3: "BlackKklansman"

    Als ich mich im Kinosessel niederließ, freute ich mich primär darauf, die Konstellation aus Adam Driver und John David Washington auf der Leinwand zu sehen. Von den Schauspielern wurde ich nicht enttäuscht – und bekam sogar noch weitaus mehr geboten: „BlacKkKlansman“ erinnerte mich wieder an meine alte Wut über die extremen politischen Entwicklungen in unserer heutigen Welt, an die ich mich erschreckenderweise gewöhnt hatte und die mich abgestumpft haben. Ich liebe es, dass der Film in den 1970er Jahren spielt, uns dann aber mal subtil, mal provokant offen in die Gegenwart wirft. Das gipfelte bei meinem Kinobesuch sogar darin, dass bei der letzten Szene für einen Moment kein Leben im Saal mehr spürbar war und auch in mir jegliche Hoffnung erlosch – und im Anschluss wieder die alte Wut in mir aufstieg.

    Die weiteren Platzierungen:

     

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    Kommentare
    • Bruce Wayne
      Meine politischer Standpunkt spielt in dieser Diskussion keine Rolle, ich bin lediglich gegen die filmischen Methoden welche Lee eingesetzt hat. Und auch wenn manche Leute Trump als Befürworter des KKK sehen, so ist das dennoch nicht bewiesen und mit Sicherheit ist er kein Mitglied. Deshalb finde ich den Cut vom brennenden Kreuz (Symbol des KKK) zu Trumps Reden bedenklich. Es ist mir nicht subtil genug, und das passiert bei Lees Filmen leider häufiger. Das Oldboy-Remake war in der Tat grausam schlecht, und irgendwie habe ich das Lee noch immer nicht verziehen. War aber nicht der Grund für diesen Kommentar hier, genau so wenig wie meine politische Meinung zu Trump :)
    • Josh
      Ich habe eine Top 31. The House That Jack Built2. Climax3. Boheman Rhapsody
    • Upwards and onwards
      Es ist eine persönliche Meinung eines Filmstarts-Redakteurs, was auch anhand der Überschrift (du musst nicht einmal den kompletten Text lesen) ersichtlich sein sollte, du Nase.Von den meisten Filmen hast du nie was von gehört, aber findest sie megaschlecht (abgesehen von Deadpool). Merkst du selber, oder?Freue dich doch lieber, dass du hier Empfehlungen bekommst, vielleicht ist der ein oder andere Film dabei, der deinen Horizont erweitert oder eine Filmperle, die dir bislang entgangen ist.Ich habe mit Ausnahme von Climax alle Filme gesehen und sie sind meiner Meinung nach alle sehr gut bis hervorragend (mit Ausnahme von Deadpool2, von dem ich mir mehr versprochen habe).
    • Titaneus
      Ich weiß was das für eine Anschuldigung ist und obwohl ich Lee zustimme und Trump in dieser Rolle ebenso erkenne, finde ich sie auch entsprechend populistisch und frage mich, ob es diesen direkten Populismus eventuell benötigt inmitten eher sehr subtilen Botschaften der letzten zwei Jahre. Mehrere teils mehr extremistische, teils weniger extremistische rechte Gruppen sind damals mit dem KKK geschlossen marschiert. Trump hat diese Märsche (wohl auch aus politischem Kalkül gegenüber seinen Fürsprechern) erst einmal nicht direkt verurteilt - im Gegenteil, er hat einigen diesen Leuten zunächst zugestimmt, was für diese Gruppe einem Ritterschlag gleich kam. Was danach geschah war unerheblich, allein der schwammige Umgang mit einer ideologisch klar erkennbaren Situation ist bezeichnend. Es war damals wohl auch Bannons Empfehlung dies so zu handhaben, schließlich war Bannons damalige Oberfläche Breitbart, eine der Hauptanlaufstellen des KKK. Es lässt sich natürlich nicht empirisch beweisen, aber die Meinung, Trump würde den seit vielen, vielen Jahren bestehenden Rassismus in Amerika neu beflügeln, ihn gesellschaftsfähiger machen, sind nicht aus der Luft gegriffen wenn man plötzlich über Pro und Contra KKK streitet. Ein Präsident, der ochlokratische Märsche, die sogar so radikal sind, dass ein Mensch dabei ermordet wird, so schwammig behandelt, ist definitiv kein Feind dieser Zustände, sondern ein Opportunist. Warum sollte er auch dagegen sein, wenn diese Leute für ihn Wahlkampf machten und definitiv unter seinen Wählern stehen. Nun, ich habe nicht behauptet, dass dieser Populismus, den Lee nutzt clever sei oder Früchte tragen wird, ich wollte nur wissen, warum er nicht clever sein kann und ob hinter dieser Meinung sich wirklich Filmkritik verbirgt oder ob man einfach Trump zur Hilfe eilen möchte. Ob ich 20 Jahre schlechte Filme geguckt habe, ist hier ja gar nicht wichtig, ebenso, ob ich Spike Lees größter Fan bin - ich bin es tatsächlich nicht, vor allem nach dem Oldboy-Remake nicht ;)
    • Bruce Wayne
      Allein 4 Filme dieser Liste sind mMn empfehlenswert. Falls du hier nur Blockbuster erwartest, dann musst du woanders nach Listen suchen (die im übrigen immer subjektiv erstellt werden).
    • Bruce Wayne
      Es ist nicht clever, einfach Dokumentarfetzen am Ende einzublenden. Man könnte einen Zeitsprung mit den Charakteren des Filmes unternehmen, und sie dort subtil die Auswirkungen heutigen Rassismus erleben lassen. Oder man hätte eine einfach Textblende verwenden können. Simpel und doch elegant. Anstatt aus dem Kontext gerissene Teile von Trumps Reden zu dramatischer Musik ins Finale einzubauen. Weißt du eigentlich, was für eine Anschuldigung das ist?? Man zeigt kurz zuvor noch das Werk vom KKK und dann Schnitt zu Trump. Als ob er selber ein Mitglied wäre. Das ist nur übers Ziel hinausgeschossen. Davon abgesehen hat der Film sich über die gesamte Laufzeit nicht um die Moderne gekümmert. Wozu der Aufruf am Ende, welcher mit dem Stil und der Atmosphäre der Vorhergegangen bricht? Und wenn man über 20 Jahre schlechte Filme konsumiert, dann findet man solche Methoden evtll. clever.
    • Titaneus
      Wieso soll es nicht klever sein, die Realität mit einzubinden, wenn es doch solche Bewegungen de facto gibt und sie zwar nicht mehr werden aber aktuell viel lauter schreien können und das ob eines eindeutigen Fürsprechers im weißen Haus... Welche Politische Botschaft soll er denn nicht senden? Ist man inzwischen so weit, dass selbst eindeutige Bewegungen nun relativiert werden und der kritische Blick auf Rassismus auch schon als ideologischen Zwang verstanden wird? Wann hat Spike Lee denn mal keine politische Botschaft gesendet? Er versteht sich als politischer Künstler... und wenn man länger als 20 Jahre Filme konsumiert, weiß man das auch.
    • Mcchabe O.
      Die Liste ist irgendwie voll daneben.Die meisten Filme hab ich nie was von gehört, was wohl daran liegt das auch die anderen noch nie was von den Filmen gehört haben.Aufbruch zum Mond ist Mega schlecht genau wie der Rest, abgesehen von Deadpool. Die Besten Filme sind das bei weitem Nicht!!!.
    • Deliah C. Darhk
      Ich dachte da auch nur: HääääÄÄÄÄÄÄhh .... ????Passt idT so gar nicht in seine Umgebung und lässt mich - abgesehen von @Heiligtrinker s Idee - auch hinsichtlich der einführenden Erläuterung nicht wirklich erkennen, wie es zu der Platzierung kam.
    • Bruce Wayne
      ???!
    • Man Drake
      !!11!!1!!11
    • Gravur51
      Passt jedenfalls nicht wirklich zum Rest, macht schon stutzig :)
    • Bruce Wayne
      Ich war noch nie ein Fan von Spike Lees Filmen, um ehrlich zu sein. Einzig Inside Man fand ich ganz ordentlich. Im nachhinein frage ich mich daher auch, warum ich mir diesen Film im Kino gegeben habe. War zwar einer seiner besseren Werke, aber so richtig warum werde ich damit dennoch nicht.
    • greekfreak
      Der selbe Spike Lee,der noch vor ein paar Jahren mit dem Orange Man,auf diversen High Society Events,Bussi Bussi machte.Den kann man schon lange nicht mehr ernst nehmen,spätenstens seit seinen Vorwürfen,Django Unchained sei rassistisch.
    • Bruce Wayne
      dass der Film in den 1970er Jahren spielt, uns dann aber mal subtil, mal provokant offen in die Gegenwart wirft. - naja, am Ende des Filmes einfach mal diverse Dokumentaraufnahmen von Trump und den Unite the Right-Bewegungen in Charlottesville zu zeigen, würde ich weder als subtil noch sonderlich clever bezeichnen. Hat mich ehrlich gesagt enttäuscht, dass Spike Lee da schon wieder lieber eine politische Boschaft senden wollte, als seinem Film einen würdigen Abschluss zu gönnen. Davon abgesehen kann ich die Liste einigermaßen nachvollziehen. Climax war super, Three Billboards selbstverständlich auch. Nur Ghostland fand ich unheimlich (pun intended) fade und vorhersehbar. Da hat Laugier sich selbst keinen Gefallen getan.
    • Heiligertrinker
      Regina Singer hat Deadpool 2 in ihrer Liste?Hab mich grade gefragt wie Sie darauf kommt.Und ich denke es ist weil Negasonic Teenage Warhead und Yukio ein lesbisches Paar sind.Und ich glaube das ist der einzige Grund warum der Film in der Liste ist .i'm just saying .
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