Ganze 13 Jahre mussten wir nach „Avatar - Aufbruch nach Pandora“ (2009) auf „Avatar: The Way Of Water“ (2022) warten. Nun aber geht alles – vergleichsweise – schnell. Bereits am 17. Dezember 2025 geht James Camerons Pandora-Saga mit „Avatar: Fire And Ash“ in die nächste Runde. Und wie auch schon beim Vorgänger werfen uns die Macher regelmäßig kleine Appetithäppchen zu, die den Hunger auf die Rückkehr in die Welt der Na'vi wecken sollen.
Ob nun in Form malerischer Konzeptbilder, die bislang unerforschte Ecken Pandoras enthüllen oder das große Versprechen einiger handfester Überraschungen: Die „Avatar“-Macher rund um James Cameron wissen ganz genau, wie sie die Welt auf das, was bevorsteht, einzustimmen haben – und welche Knöpfe sie drücken müssen, um Vorfreude aufkommen zu lassen, die letztlich wohl einmal mehr in einem Hype gipfeln wird.
Gegenüber Empire enthüllte der „Terminator“- und „Titanic“-Macher jetzt nicht nur, wie episch lang auch Film Nummer 3 ausfallen wird. Er sprach auch über die autobiographischen Züge, die der Saga von den Macher*innen – quasi von Natur aus – mitgegeben werden…
James Cameron als Inspiration für Jake Sully
James Cameron plauderte unter anderem darüber, dass „Avatar 3“ in dieser Form überhaupt nur aus der Not heraus entstanden ist, weil man die „vielen großartigen Ideen“ für Teil 2 in diesem schlicht und ergreifend unterbekommen hat. Gerade der erste Akt, wie er ursprünglich geplant war, fühlte sich so letztlich wahnsinnig gehetzt an. Da man den Figuren allerdings den nötigen Raum zum Atmen, zur Entfaltung geben wollte, entschied man sich dafür, ihnen diesen in Form von zwei Filmen zu gönnen.
Neben all dem Spektakel seien die Figuren schließlich das Herzstück des Films. Und deren Entwicklung verlangte dem Team auch einiges ab: Man habe tagelang über einzelne Figuren gesprochen, bis diese schließlich Form annahmen und greifbar wurden. „Es sind wahrhaftige, echte Charaktere“, so Drehbuchautorin Amanda Silver. Wie echt, unterstreicht Cameron: „Diese Figuren sind eine Mischung aus uns, aus unserer Kindheit, unseren Rollen als Eltern – und aus den Fehlern, die wir gemacht haben, und die wir bis zu einem gewissen Grad wohl auch noch machen werden.“
Mit diesem Wissen überrascht es auch nicht, dass der wichtigste Mann vor der „Avatar“-Kamera den wichtigsten Mann dahinter spiegelt. Über seinen Protagonistin, den von Sam Worthington gespielten Jake Sully, sagt Cameron so: „Ich meine, Jake ist ein knallharter Kerl. Er ist sehr hart zu seinen Kindern. Also, das bin ich!“ Drehbuchautor Rick Jaffa hingegen habe seine eigenen Wesenszüge vor allem in Jakes mittlerem Sohn, Lo'ak, untergebracht, den wir nun auch auf einem neuen, via Empire veröffentlichten Bild zum kommenden Blockbuster sehen können:
Jene kleinen Einblicke sind das, womit wir uns zumindest derzeit noch zufrieden geben müssen. Ein erster Trailer lässt aktuell noch auf sich warten, dürfte nun aber nicht mehr allzu lange auf sich warten lassen. Der Kinostart ist immerhin schon in neun Monaten.
Knackt "Avatar: Fire And Ash" die 200-Minuten-Marke?
Darüber hinaus verspricht der kanadische Blockbuster-Meister mit Hitgarantie: „Film 3 wird tatsächlich etwas länger als Film 2 sein.“
Das kommt eigentlich nicht überraschend. Schließlich funktionieren Sequels praktisch seit jeher nach Mehr-ist-mehr-Devise. Und James Cameron? Der steht eben nicht nur für mächtig großes, sondern auch für immer größeres Kino. Auch sein „Aliens - Die Rückkehr“ ging 1986 bereits eine Ecke länger als Ridley Scotts „Alien“ – und setzte in Sachen Spektakel außerdem mindestens zwei, drei Schippen oben drauf.
Auf die exakte Laufzeit des Films ging der Regisseur nicht näher ein. In Anbetracht der Tatsache, dass „The Way Of Water“ bereits auf stolze 192 Minuten kommt, scheint es aber denkbar, dass mit Teil 3 an der 200-Minuten-Marke gekratzt wird. Damit wird „Fire And Ash“ in jedem Fall der bislang längste „Avatar“-Film sein. „Aufbruch nach Pandora“ ging schließlich „nur“ 162 Minuten. Beziehungsweise 170 Minuten. Beziehungsweise 178 Minuten.
Wie es zu gleich drei verschiedenen Laufzeiten kam, könnt ihr unter anderem in unserem Heimkino-Artikel zur 4K-Version des Films nachlesen:
Neu im Heimkino: Der größte Sci-Fi-Blockbuster der Kinogeschichte – wie ihr ihn noch nie gesehen habt