"Sündhaftes Vergnügen": Hollywood-Legende Steven Spielberg verrät, was er am liebsten im TV schaut
Sebastian Groß
Sebastian Groß
-Freier Autor
Manchmal fühlt er sich alt, weil er damals „The Big Lebowski“ oder „Matrix“ zum Kinostart gesehen hat. Andererseits konnte er damals „The Big Lebowski“ und „Matrix“ zum Kinostart sehen. Zum Glück behält er das für sich, außer jemand fragt ihn. Jetzt fragt ihn halt endlich.

Steven Spielberg, Meister hinter Klassikern wie „Jurassic Park“ und „E.T.“, überrascht mit seinen privaten TV-Gewohnheiten: Neben gefeierten Serien gesteht er ein ganz persönliches Guilty Pleasure, das kaum jemand erwartet hätte.

Netflix

Steven Spielberg gilt seit Jahrzehnten als einer der größten Regisseure der Filmgeschichte. Mit Werken wie „Der weiße Hai“ (1975) oder „Schindlers Liste“ (1993) hat er nicht nur das moderne Kino entscheidend geprägt, sondern auch zahlreiche unvergessliche Meisterwerke erschaffen. Doch Spielberg ist nicht nur selbst ein Schöpfer ikonischer Filme, er hat auch ein Faible für außergewöhnliche Werke anderer Regisseure. Unter seinen Lieblingsfilmen finden sich gleich mehrere Klassiker, die ebenfalls längst Legendenstatus genießen.

Viele Klassiker und zwei Comic-Spektakel: Regie-Legende Steven Spielberg nennt die 20 besten Filme aller Zeiten

Weniger bekannt ist allerdings, was der mehrfache Oscar-Preisträger in seiner Freizeit privat im Fernsehen oder Streaming schaut. Dank eines Interviews mit der Boston University aus dem Jahr 2009 wissen wir allerdings mehr über die TV-Vorlieben des Hollywood-Giganten.

Hochglanz-Unterhaltung und Reality-TV: Das schaut Spielberg daheim am liebsten

Im Interview sprach Spielberg überraschend offen über sein Serien- und Fernsehprogramm. So verriet er, dass er die hochgelobte Polit-Serie „The West Wing“ mit großer Begeisterung verfolgt hat. Auch das gefeierte Werber-Drama „Mad Men“ stand auf seiner Liste der Favoriten, ebenso die Polizeiserie „Southland“, die in den USA zwar nie große Zuschauerzahlen erreichte, von Kritikern aber oft für ihre Authentizität gelobt wurde.

Doch die Sendung, die Spielberg in dem Gespräch als seine Nummer eins bezeichnete, kam aus einem ganz anderen Genre: „Ich schaue viel Reality-TV. Es ist mein sündhaftes Vergnügen. Meine Lieblingssendung im Moment ist ‚Deadliest Catch‘.“

Hinter dem Titel „Deadliest Catch“ verbirgt sich eine der erfolgreichsten Reality-Serien der vergangenen zwanzig Jahre. Seit 2005 begleitet das Format die gefährliche Arbeit von Krabbenfischern im eiskalten Beringmeer vor Alaska. Dort kämpfen die Crews nicht nur mit meterhohen Wellen, eisigen Temperaturen und lebensgefährlichen Stürmen, sondern auch mit der ständigen Gefahr, durch schwere Ausrüstung oder Unfälle an Bord verletzt zu werden.

Die Mischung aus packender Action, echtem Überlebenskampf und persönlichen Dramen an Bord machte die Serie schnell zu einem Hit. Anders als bei „The West Wing“ oder „Mad Men“, die längst abgeschlossen sind, wird „The Deadliest Catch“ auch heute noch produziert und begeistert nach wie vor Millionen Zuschauer*innen weltweit. In Deutschland ist die Sendung als „Der gefährlichste Job Alaskas“ bekannt und hat viele Fans.

Mit seiner Vorliebe für Reality-TV ist Spielberg nicht alleine

Spielberg steht mit seiner Vorliebe für Reality-TV keineswegs alleine da. Auch andere Prominente haben offen über ihre Leidenschaft für dieses Genre gesprochen. So erklärte Ex-Beatle Paul McCartney laut FarOutMagazine, dass er ein Fan der US-Serie „American Pickers“ sei – einer Show, in der zwei Sammler durch die USA reisen, um alte, skurrile und wertvolle Gegenstände aufzuspüren. „Euphoria“-Star Zendaya wiederum hat in Interviews betont, dass sie sich besonders gerne die Reality-Kuppelshow „Love Island“ anschaut, die mit ihren romantischen wie auch chaotischen Momenten seit Jahren für Schlagzeilen sorgt.

Bei Spielberg ist es zwar bislang bei der Zuschauerrolle geblieben, doch man kann sich durchaus vorstellen, dass auch er irgendwann einmal seine Faszination für die Welt von „The Deadliest Catch“ in einem Film umsetzen könnte. Ein episches Hochsee-Drama unter seiner Regie, das die raue Natur und das harte Leben der Fischer einfängt, wäre zweifellos ein spannendes Kinoerlebnis. Bislang hat er sich jedoch thematisch nie in diese Richtung bewegt – vielleicht, weil ihn die Serie privat schon ausreichend fesselt.

Doch so sehr Spielberg sich auch für gefährliche Fangfahrten im Fernsehen begeistert, eines ist sicher: Tränen hat er dabei wohl kaum vergossen. Ganz anders sieht es bei einem filmischen Meisterwerk aus, das nicht nur ihn, sondern auch viele andere tief berührt hat – ein herausragendes Drama, das zudem zu den erklärten Lieblingsfilmen von Nicolas Cage („Con Air“) zählt. Mehr dazu im folgenden FILMSTARTS-Artikel:

"Hat mir das Herz zerrissen": Nicolas Cage liebt diesen hoch emotionalen Film, der auch Steven Spielberg zu Tränen rührte!

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