"Ich bin stolz darauf": Diese Legende hat 20 Millionen Dollar für "Terminator 3" abgelehnt
Björn Becher
Björn Becher
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Seit mehr als 20 Jahren schreibt Björn Becher über Filme und Serien. Hier bei FILMSTARTS.de kümmert er sich um "Star Wars" - aber auch um alles, was gerade im Kino auf der großen Leinwand läuft.

Schon lange kursierte das Gerüchte, dass „Alien“- und „Blade Runner“-Macher Ridley Scott einst „Terminator 3“ machen sollte. Jetzt bestätigte der Filmemacher dies und erklärte auch, warum er einen gewaltigen Zahltage ausschlug.

Columbia Pictures

Bei der „Alien“-Reihe folgte James Cameron auf Ridley Scott. Den Horrorfilm „Alien“ des Briten setzte der kanadische „Avatar“-Macher mit dem Sci-Fi-Action-Kracher „Aliens“ fort. Bei einem anderen Franchise hätte die gegenteilige Staffelstabübergabe erfolgen können. Nach „Terminator“ und „Terminator 2: Tag der Abrechnung“ wollte Cameron selbst keinen dritten Film mehr inszenieren – und so fragten die Verantwortlichen wohl Ridley Scott.

Beim britischen Magazin The Guardian beantwortete der „Gladiator“-Regisseur jetzt Fragen aus der Leserschaft – und da wollte jemand wissen, ob das Gerücht stimme, dass Scott einst „Terminator 3“ ablehnte. Dies führte zu einer ausführlichen Antwort des Filmemachers.

"Ich bin nicht käuflich, Mann!"

„Ich bin stolz darauf. Ich habe ein Honorar von 20 Millionen Dollar abgelehnt“, bestätigte er erst einmal den Sachverhalt und erklärte zugleich, dass ihm angeblich eine unverschämt hohe Summe geboten wurde. Doch mit dem Satz „Ich bin nicht käuflich, Mann“, machte er klar, dass die ihn nicht bewegen konnte.

Ohnehin scheint er verblüfft gewesen zu sein, dass man ihm so viel Geld bot. Als er das Job-Angebot bekam, habe ihm jemand den Rat gegeben, einfach mal zu verlangen, was Hauptdarsteller Arnold Schwarzenegger bekommen soll. „Als sie dann Ja sagten, dachte ich nur: ‚Verdammt nochmal.‘ Aber ich konnte es nicht machen. Es ist einfach nicht mein Ding“, erinnert sich der „Gladiator 2“-Regisseur beim Guardian zurück.

"Terminator" ist für Ridley Scott wie "James Bond" – und das würde er nur "versauen"

Doch warum lehnte Scott die Idee, einen „Terminator“-Film so ab? Dafür benutzt er ein anderes Franchise als Erklärung: „Es ist wie bei einem James-Bond-Film. Der Kern eines Bond-Films ist Spaß und Camp. ‚Terminator‘ ist ein reiner Comic-Streifen. Ich würde versuchen, das real wirken zu lassen. Deshalb hat man mich auch nie gefragt, ob ich einen Bond-Film machen will – weil ich es wahrscheinlich versauen würde.“

Scott geht also davon aus, dass er einen „James Bond“-Film oder einen „Terminator“-Film zu realistisch inszenieren würde, was sowohl den Verantwortlichen als auch den Fans nicht gefallen dürfte, weil es zu sehr von der Norm der Reihe abweiche.

Statt Scott machte dann der sicher deutlich günstigere Jonathan MostowTerminator 3 - Rebellion der Maschinen“. Der blieb mit Einnahmen von 433 Millionen Dollar bei einem gewaltigen Budget von 200 Millionen Dollar aber deutlich hinter den immens hohen Erwartungen zurück – und schien damit das Franchise erst einmal zu beenden. Doch weil eine so populäre Marke in Hollywood nicht beerdigt wird, gab es seitdem drei sehr unterschiedliche Versuche, mit „Terminator“-Kino-Reboots eine neue Ära einzuleiten. Alle scheiterten – und trotzdem dürfte es nur eine Frage der Zeit sein, bis der nächste Anlauf folgt. Wahrscheinlich wird Ridley Scott da aber nicht beteiligt sein. Was er stattdessen macht, verraten wir euch im folgenden Artikel:

Nach "Napoleon" und "Gladiator II" der nächste Historien-Film: Ridley Scott will Weltkriegs-Epos drehen

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