"Ich dachte, er ist schrecklich": Dieser Kollege hielt Christian Bale für einen schlechten Schauspieler!
Jaroslav Sebov
Jaroslav Sebov
-Freier Autor
Erholt sich immer noch von der 8. Staffel "Game Of Thrones" und vertreibt sich die Zeit mit allerhand Fandoms wie "Star Wars", "The Witcher" und "Der Herr der Ringe". Findet, kein anderer Film verdient einen zweiten Teil mehr als "Master And Commander".

Christian Bale wurde für „American Psycho“ gefeiert – doch ein Co-Star hielt seine Darstellung anfangs für grauenhaft. Erst später erkannte er das Genie hinter dem Spiel.

Es gibt Schauspieler, deren Methodik so irritierend wirkt, dass selbst ihre Kollegen zunächst an ihnen zweifeln. Christian Bale gehört genau in diese Kategorie. Lange bevor er zum gefeierten Hollywood-Star aufstieg, hatte er in Steven Spielbergs „Das Reich der Sonne“ sein Talent unter Beweis gestellt. Später machte ihn „American Psycho“ endgültig zu einer Ikone – doch der Weg dorthin war alles andere als selbstverständlich.

Wenn Genialität missverstanden wird

Ursprünglich war Bale nicht einmal die erste Wahl für die Rolle des aalglatten Investmentbankers Patrick Bateman. Namen wie Brad Pitt oder Leonardo DiCaprio standen im Raum. Regisseurin Mary Harron war jedoch überzeugt, dass nur Bale den Charakter mit der nötigen Mischung aus Kälte und groteskem Humor verkörpern konnte. Neben den gewagten, oft gefährlichen Körpertransformationen eine bekannte Stärke von Bales Schauspielkunst.

Um die Rolle glaubwürdig darzustellen, trainierte der Brite fast täglich im Fitnessstudio und hielt selbst privat so lange wie möglich seinen amerikanischen Akzent durch. Doch nicht alle verstanden sofort, was er da tat. Besonders am Set sorgte Bales Spiel bei einem Mitdarsteller für Stirnrunzeln – und führte zu einer bemerkenswerten Fehleinschätzung.

"Ich dachte wirklich, er ist schrecklich"

Josh Lucas, der im Film Batemans Kollegen Craig spielte, erinnerte sich Jahre später in einem für Vanity Fair geführten Gespräch mit Chloë Sevigny an seine erste Begegnung mit Bales Schauspielerei: „Ich erinnere mich an die erste Szene mit ihm. Ich sah ihm zu, und er wirkte so falsch. Ich dachte wirklich, er ist schrecklich.“ Für Lucas mutete das Spiel derart überzogen an, dass er überzeugt war, Bale habe die Rolle verfehlt.

Was Lucas nicht ahnte: Harron plante den Film als subversive Satire, nicht als gradlinigen Thriller. Bales bewusst artifizielle Gestik und Mimik waren kein Unfall, sondern ein kalkulierter Bruch mit dem Realismus. „Ich dachte, es sei falsches Schauspiel. In Wahrheit war es eine brillante Entscheidung“, räumte Lucas später ein.

Heute gilt Bales Darstellung des psychopathischen Yuppies als Meilenstein – eine Performance, die das Publikum gleichzeitig schockierte und zum Lachen brachte. Für Lucas steht rückblickend fest: „Das war ein Schauspieler, der schon damals auf einem ganz anderen Level gearbeitet hat.“

Wenn ihr übrigens wissen wollt, wie hart Christian Bale für die Rolle kämpfen musste, dann lest direkt im folgenden Artikel weiter:

"Hört zu, ich mache diesen Film": Christian Bale tat einfach ALLES, um eine seiner ikonischsten Rollen zu bekommen
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