Der nächste Fantasy-Musical-Hit nach "Wicked"? Oscar-Gewinner, Marvel- und "Godzilla"-Stars stoßen zum Cast
Björn Schneider
Björn Schneider
-Freier Autor
Seit Björn als Kind „Spiel mir das Lied vom Tod“ und „Hook“ gesehen hat, ist er vom Medium Film und seinen (audio-)visuellen Möglichkeiten fasziniert. Am liebsten schaut er Horror, Western, Mystery und Thriller. Musicals und romantische Komödien kosten ihn allerdings Überwindung.

Musik und Tanz liegen im Trend, nicht nur auf der Bühne, sondern auch im Kino. Mit „The Man I Love“ inszeniert der für komplexe Dramen bekannte Ira Sachs aktuell ein Musical – und konnte nun einen Oscar-Preisträger für die Hauptrolle gewinnen.

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In den letzten Jahren fanden viele Musicals oder Filme mit zentralen Tanz- oder Gesangszenen den Weg auf die Leinwand. Darunter Paul Kings quietschbuntes, mit fantasievollen Kulissen ausgestattetes Prequel „Wonka“, das Musical-Drama „Die Farbe Lila“ oder natürlich der Mega-Hit „Wicked“ mit Ariana Grande und Cynthia Erivo. Die Verfilmung des gleichnamigen Broadway-Hits brach sämtliche Rekorde und wurde gar zur erfolgreichsten Musical-Adaption aller Zeiten (vor dem ABBA-Musical „Mamma Mia!“).

Musik, bizarre Charaktere und – meist – gute Laune: Das kommt an beim Publikum. Ob es im neuen Film des Indie-Regisseurs Ira Sachs, „The Man I Love“, so ausgelassen, skurril und schräg wie in „Wicked“ zugeht, bleibt (und das Ganze am Ende ähnlich erfolgreich wird) abzuwarten. Schließlich thematisiert der Regisseur, der mit seinem queeren Beziehungsdrama „Passages“ vor zwei Jahren für Furore sorgte, in dem Musical Themen wie Tod und Krankheit. Sicher hingegen ist, dass „The Man I Love“ ebenso hochkarätig und erlesen besetzt ist wie die oben genannten Musicals!

Oscar-Gewinner Rami Malek ist an Bord!

Wie Variety berichtet, hat Ex-Bond-Schurke Rami Malek („James Bond 007: Keine Zeit zu sterben“) die Hauptrolle in Sachs zehntem, im New York der späten 80er-Jahre angesiedeltem Spielfilm ergattert. Malek wurde 2015 durch die Thriller-Serie „Mr. Robot“ einem größeren Publikum bekannt. 2018 gelang ihm in der Rolle von Queen-Frontmann Freddie Mercury im Biopic „Bohemian Rhapsody“ (2018) der weltweite Durchbruch. Seine brillante Darstellung des legendären Sängers wurde mit einem Oscar als bester Hauptdarsteller belohnt.

Der 44-jährige Kalifornier wird in „The Man I Love“ in die Rolle des New Yorker Künstlers Jimmy George schlüpfen, der ersten Informationen zur Handlung nach schwer von Krankheit gezeichnet und womöglich dem Tode nah ist. Über weitere Details zur Story ist nicht sonderlich viel bekannt, nur, dass der Film angeblich über fantastischen Elemente verfügen soll und die Atmosphäre der Metropole New York am Ende der Dekade einzufangen versucht. Einer, wie die Macher verlauten ließen, „pulsierenden Stadt unter Druck“.

"Godzilla"- und "The Bear"-Stars in weiteren Rollen

Neben Malek sind die BAFTA-Nominierte Rebecca Hall („Parade’s End“ „Godzilla vs. Kong“) und Ebon Moss-Bachrach in weiteren tragenden Rollen bestätigt. Moss-Bachrach war zuletzt noch im Marvel-Hit „The Fantastic Four: First Steps“ zu sehen. Serienfans kennen ihn aus Erfolgs-Formaten wie „Marvel’s The Punisher“ und vor allem der populären Dramedy-Serie „The Bear“ (seit 2022). Daneben gehören Tom Sturridge („Sandman“) und der Brite Luther Ford („The Crown“) zum Cast. Die Dreharbeiten zu „The Man I Love“, für den Sachs auch das Drehbuch beisteuerte, laufen seit Ende September in New York. Ein Starttermin steht noch nicht fest.

New York, die 80er-Jahre, Tod und Krankheit: Der Verdacht liegt nahe, dass das Musical „Aids“ und die schwule (Künstler-)Community der Stadt thematisiert. Schließlich gehörte New York zur Hochphase der Epidemie in den späten 80er- und frühen 90er-Jahren zu den von Aids am stärksten betroffenen US-Städten. Die dramatischen Auswirkungen der todbringenden Krankheit traf vor allem die schwule Community. Ira Sachs, selbst bekennend schwul, befasste sich bereits in früheren Filmen mit Aspekten wie dem nahenden Tod („Frankie“) und homosexuellen Beziehungen („Liebe geht seltsame Wege“).

Es gab vor Rami Malek noch einen (durchaus umstrittenen) Schauspieler, der ursprünglich für die Rolle von Freddie Mercury vorgesehen war – das Projekt dann aber verließ. Lest hier die komplette Hintergrundgeschichte und wie es zum Hauptdarsteller-Wechsel kam:

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