„Green Zone“ ist ein tougher, moderner und ansprechend gefilmter Action-Kracher. Der hochkarätige Cast wird von Matt Damon angeführt und auch der Regisseur dürfte völlig zu Recht viele Fans unter euch haben. Handelt es sich doch um Paul Greengrass, der immerhin drei der fünf „Bourne“-Thriller verantwortet und die enorm erfolgreiche Reihe stark geprägt hat.
Alle Abonnent*innen finden „Green Zone“ ab sofort im Flatrate-Programm des Streaming-Services Amazon Prime Video. Falls ihr kein Abo haben solltet, ist der Kracher an selber Stelle für ein paar wenige Euros auch als Video-on-Demand zu haben:
Der Regisseur und sein Star – ein bewährtes Team
Als bekannt wurde, dass Regisseur Paul Greengrass und der mit ihm befreundete Superstar Matt Damon für „Green Zone“ erneut gemeinsame Sache machen würden, reagierte ein Großteil aller Action-Fans geradezu ekstatisch. Hatte Greengrass doch mit „Das Bourne Ultimatum“ nur kurz zuvor den dritten und besten Part der ebenso populären wie für das gesamte Genre einflussreichen Reihe inszeniert.
Es war also nicht allzu abseitig, dass der eine oder die andere auf eine Art „Jason Bourne im Irak“ hoffte. Und bis zu einem gewissen Grad lieferte „Green Zone“ dann tatsächlich auch genau das. Denn obwohl er nicht wie Bourne unter Gedächtnisverlust leidet, ist der hier von Damon gespielte US-Soldat nicht allzu weit von dem abtrünnig gewordenen Geheimagenten entfernt. Schließlich läuft auch er mit hoher Intelligenz, erstaunlichem Kampftalent und integrem Charakter gegen eine übermächtig erscheinende Verschwörung an. Allerdings basiert das Drehbuch von „L.A. Confidential“-Autor Brian Helgeland dieses Mal nicht auf einem komplett fiktionalen Roman. Vielmehr ist das Ganze von Tatsachen inspiriert – zusammengetragen in dem preisgekrönten Sachbuchbestseller „Imperial Life In The Emerald City: Inside Iraq's Green Zone“ des US-Journalisten Rajiv Chandrasekaran.
Dass es für Greengrass und Damon dabei letztlich nicht zum erneut ganz großen Wurf reichte, liegt vor allem daran, dass die in dieser Welt erzählte Story beziehungsweise einige der sich in ihr bewegenden Figuren gelegentlich etwas arg klischeehaft und wenig vielschichtig ausfallen. Mehr dazu lest ihr in unserer dennoch solide 3 von 5 möglichen Sternen vergebenden FILMSTARTS-Kritik. Denn gut gespielte, dazu über weite Strecken sehr spannende, technisch und visuell auf hohem Niveau umgesetzte Action wird hier nämlich allemal.
Neben Matt Damon erwarten euch im hochkarätigen Cast unter anderem Amy Ryan („Gone Baby Gone“), Greg Kinnear („Little Miss Sunshine“), Jason Isaacs aus „Black Hawk Down“ und der immer großartige Brendan Gleeson („Brügge sehen… und sterben?“).
"Green Zone": Das ist die Story
März 2003 in Bagdad: Mitten in den Wirren der US-amerikanischen Invasion des Iraks riskieren Army-Offizier Roy Miller (Matt Damon) und sein auf die Verteidigung gegen Angriffe mit Chemiewaffen spezialisiertes Team bei jedem Einsatz ihr Leben. Millers Aufgabe ist es, Saddam Husseins angebliche Lager mit Massenvernichtungswaffen aufzuspüren, die die Bush-Regierung als Legitimation ihres Angriffs nennt. Doch trotz „unwiderlegbarer Beweise“ der Geheimdienste steht Miller immer wieder mit leeren Händen da.
Frustriert wendet sich der Soldat an seine Vorgesetzten. Doch die wollen von der Vermutung, dass es das, wonach er sucht, womöglich gar nicht gibt, nichts hören. Verzweifelt vertraut sich Miller dem erfahrenen CIA-Agenten Brown (Brendan Gleeson) an, der ebenfalls sicher ist, dass hier etwas kolossal schieflaufen könnte. Dank eines von Brown weitergeleiteten Tipps aus der Bevölkerung stürmen Miller und seine Leute ein geheimes Meeting hochrangiger Saddam-Vertrauter, die mehr wissen dürften …
Apropos „Bourne“: Es gibt neues zum geplanten sechsten Film der Reihe:
"Ein so großes Erbe": "Im Westen nichts Neues"-Macher spricht über neuen "Bourne"-Film mit Matt Damon*Bei diesen Links zum Angebot von Amazon handelt es sich um sogenannte Affiliate-Links. Bei einem Kauf über diese Links oder dem Abschluss eines Streaming-Abos erhalten wir eine Provision. Auf den Preis hat das keinerlei Auswirkung.
Dies ist eine aktualisierte Wiederveröffentlichung eines bereits auf FILMSTARTS erschienenen Artikels.