Mit „Predator: Badlands“ zeigt sich das legendäre Sci-Fi-Franchise erstmals von einer ganz neuen Seite. Statt die titelgebenden außerirdischen Jäger – die als Yautja bekannten Predators – wie gewohnt als kaltblütige Killermaschinen zu inszenieren, rückt der Film einen von ihnen erstmals selbst in die Rolle des Protagonisten.
Die Geschichte ist in der fernen Zukunft angesiedelt und spielt auf einem abgelegenen, bislang unbekannten Planeten. Dort begleitet der Film einen jungen Predator, der von seinem Clan verstoßen wurde und fernab seiner Heimat ums Überleben kämpft – bis er in der Androidin Thia eine unerwartete Verbündete findet.
Regisseur Dan Trachtenberg, der mit „Prey“ bereits frischen Wind ins Franchise brachte und außerdem den Animationsfilm „Predator - Killer Of Killers“ verantwortete, schickt „Predator: Badlands“ am 6. November 2025 in die deutschen Kinos. Erste Zuschauer*innen konnten das Sci-Fi-Abenteuer jedoch bereits sehen – darunter etwa die Gäste der gestrigen Weltpremiere in London. Und die ersten Reaktionen in den sozialen Medien fallen überwiegend positiv aus.
Auch von unserer Seite gibt es bereits erste Eindrücke: FILMSTARTS-Redakteur Markus Trutt lobt auf X die „erfrischende Erzählperspektive, haufenweise originelle Ideen & tatsächlich auch Herz und Humor“ und betont, dass Trachtenberg zeige, „was in dem Franchise alles noch möglich ist“.
Filmkritiker Josh Barton bezeichnet „Predator: Badlands“ als „eine ziemlich coole Erweiterung der Predator-Reihe“. Trachtenberg liefere erneut spannende Action, auch wenn es für ihn vielleicht das bisher schwächste Werk des Regisseurs im Franchise sei. Der Film sei der bislang actionreichste „Predator“-Teil, in Teilen so brutal wie erwartet, werfe aber auch einen überraschend komödiantischen Blick auf das Geschehen. Das sei ein interessanter Ansatz, funktioniere jedoch nicht immer und erinnere stellenweise an „The Mandalorian“. Trotzdem betont Barton „Wenn er aber gut ist, dann ist er wirklich GUT.“
Aaron Percival von AvPGalaxy wiederum fühlt sich besonders an die Dark-Horse-Comics erinnert: „Definitiv eine Adaption von Dark Horse […] Der Schwerpunkt liegt stark auf Abenteuer und Fantasy, wodurch die genreübergreifende Flexibilität von ‚Predator‘ richtig gut zur Geltung kommt.“
Neil Vagg von Get Your Comic On spricht von einem mutigen Richtungswechsel: Trachtenberg hole „das Franchise aus dem Horrorbereich heraus und präsentiert ein geradliniges Science-Fiction-Abenteuer – ein spektakulärer Film mit großem Budget“. Für eingefleischte Fans könne der Kurswechsel jedoch gewöhnungsbedürftig sein.
Ähnlich sieht es Phil Roberts von Future Of The Force: „Ein episches Spektakel, das uns tief in die Mythologie der Yautja eintauchen lässt.“ Wenngleich nicht jeder große Schritt gelinge, sei es eher ein Sci-Fi-Epos als ein klassischer „Predator“-Film – was manche langjährige Fans enttäuschen könnte.
Besonders begeistert zeigte sich der Brother Geek Out Podcast: „Ein actiongeladener, brutaler und emotionaler Trip, in dem ein Predator Akzeptanz findet. Einige der besten Nahkämpfe, die ich seit Langem gesehen habe.“
Unterm Strich stößt „Predator: Badlands“ bei den ersten Zuschauerstimmen also auf Begeisterung. Gleichzeitig deutet sich bereits an, dass Fans der klassischen Formel mit dem frischen Ansatz eventuell nicht vollends glücklich sein könnten. Eure eigene Meinung könnt ihr euch ab dem 6. November 2025 im Kino bilden.
Zum Schluss noch ein kleiner Hinweis: Erste Reaktionen fallen häufig euphorischer aus als die ausführlichen Kritiken, die näher zum Kinostart erscheinen werden.
Übrigens: Wir durften das Set von „Predator: Badlands“ besuchen – den ausführlichen Bericht dazu findet ihr im folgenden Artikel:
Wir haben einen echten Predator getroffen – und überlebt! FILMSTARTS am Set von "Predator: Badlands"