Es wird mit großer Spannung erwartet, wie in „Avengers: Doomsday“ erklärt wird, dass Robert Downey Jr. hinter der Maske des legendären Marvel-Bösewichts Doctor Doom steckt und warum dieser also genauso aussieht wie „Iron Man“ Tony Stark. Viel deutet darauf hin, dass die Erklärung sein wird, dass dieser Doom eine Multiversums-Variante von Stark ist. Doch es gibt womöglich noch mehr Doom-Varianten.
Zuerst vermeldete der Insider Daniel Richtman, dass er gehört habe, dass es mehrere Doctor Dooms gebe. Dieses Gerücht wurde durch eine davon unabhängige Enthüllung von John Rocha jetzt erhärtet. Der YouTuber leakt eher selten Details zu Marvel-Projekten, wenn er es doch macht, haben sie regelmäßig Hand und Fuß. So war er der Erste, der zu berichten wusste, dass der Punisher und der Hulk zentrale Rollen im kommenden MCU-Film „Spider-Man: Brand New Day“ spielen. Rochas Berichterstattung hat für uns daher eine hohe Glaubwürdigkeit.
Mindestens zwei weibliche Doctor Dooms in "Doomsday"
Auch laut Rocha gibt es gleich mehrere Doom-Varianten in „Doomsday“. Darunter seien zahlreiche weitere männliche Dooms, aber auch mindestens zwei weibliche Versionen. In seinem Podcast The Hot Mic erklärt er, dass es eine Frau mit lila Umhang und goldene Maske gibt und eine mit goldenem Umhang und Maske. Er betont, dass er diese Informationen von einer verlässlichen Quelle hat.
Eine wichtige Einschränkung ist noch zu machen: Es ist nicht garantiert, dass es sich wirklich um Doom-Varianten handelt. Solche Insider-Informationen basieren selten auf genauem Drehbuchwissen, sondern eher aus Dingen, die im Umfeld der Produktion aufgeschnappt wurden. Oft sind das Konzeptzeichnungen oder Kostüme oder sonstige Beobachtungen beim Dreh, für welche der Zusammenhang fehlt.
Marvel
Daher kann es sehr gut sein, dass die angeblichen weiteren „Doom-Varianten“ vielleicht einfach nur die berühmten Doombots aus den Comics sind. In diesen setzt Doctor Doom oft optisch an ihn erinnernde Roboter ein, um die Avengers bekämpfen zu können. Womöglich hat er in „Doomsday“ Roboter verschiedener Geschlechter, die für Varianten gehalten werden.
Auch Insider Daniel Richtman ruderte hinsichtlich seiner ursprünglichen Berichterstattung schon ein wenig zurück. Er habe nie ausdrücklich gesagt, dass es Doom-Varianten sein. Das könne so sein, es könne sich aber auch um Doombots handeln.
Zurück zu den Kang-Plänen?
Wir halten es aber für sehr wahrscheinlich, dass es sich am Ende wirklich um Varianten handelt, was natürlich ziemlich episch wäre. Eine ganz Schar verschiedene Doom-Varianten wäre nicht nur optisch bombastisch, sondern dann auch ein Stück weit eine Rückbesinnung auf die ursprünglichen Pläne für „Avengers 5“. Eigentlich sollte dieser Film ja „The Kang Dynasty“ heißen und zeigen, wie es die Avengers mit dem an Ende von „Ant-Man And The Wasp: Quantumania“ angeteaserten Rat der Kangs aufnehmen müssen. Wurden zumindest Teile der Idee beibehalten und es gibt jetzt stattdessen eine Art Versammlung der Dooms?
Eine große Frage ist jetzt, wer diese Dooms spielt. Es sind bislang keine Schauspieler*innen durchgesickert, welche die Rollen übernehmen könnten. Daher gibt es unserer Meinung nach nur zwei Möglichkeiten – eine langweilige und eine eher spannende.
Wer spielt Doom: Diese Theorie wäre ein großartiger Twist
Wenn all die Dooms immer ihre Maske tragen, wäre es sehr einfach, sie von Stuntpersonen verkörpern zu lassen und dann später erst in der Post-Produktion prominente Schauspieler*innen für die Stimmen anzuheuern. Das würde erklären, warum bisher kein zweiter Name in der Besetzungsliste für Doom durchgesickert ist.
Doch die hier funktionierende Geheimhaltung lässt sich auch noch auf eine andere Weise erklären: Wenn die weiteren Dooms von Personen gespielt werden, die ohnehin am Set sind, sickern auch keine neuen Namen durch. Hier kommt eine Theorie ins Spiel, die der Autor dieser Zeilen schon eine Weile mit sich herumträgt. Wäre es nicht eine spannende Enthüllung, dass es in jedem Paralleluniversum einen oder eine Doom gibt – und dieser oder diese ist immer eine Variante eines Heldes oder einer Heldin von der Haupt-MCU-Welt Erde-616? Neben Downey Jr. sehen wir dann auch Chris Evans, Benedict Cumberbatch, Chris Hemsworth, Hayley Atwell, Florence Pugh und so weiter als mögliche Dooms.
Es spricht aktuell ja viel dafür, dass mit „Avengers: Doomsday“ und vor allem dem Nachfolger „Avengers: Secret Wars“ das Multiversum beendet wird. Am Ende wird eine Welt übrig bleiben – und das wird Erde-616 sein. Die gerade angerissene Theorie unterstreicht, was Erde-616 so besonders macht. Doom ist in jeder seiner Welten eine außergewöhnliche Erscheinung. Er ist der schlauste und mächtigste Mensch, herrscht über Technik wie über Magie. In Erde-616 gibt es aber keinen Doom. Hier leben stattdessen Varianten all der Dooms aus den anderen Welten gemeinsam und kämpfen zusammen für das Gute. Hier sind so viele außergewöhnliche Menschen auf einem Fleck, wie in sonst keiner Welt.
Das ist wie gesagt eine reine Theorie. Ob was dran ist, erfahren wir wohl erst im kommenden Jahr im Kino. Am 16. Dezember 2026 wird „Avengers: Doomsday“ starten. Dass der Film uns mehr als einen Doom zeigen wird, dürfen wir aktuell aber erwarten. Übrigens soll es bald bereits einen Trailer geben – und das ist ungewöhnlich früh. Mehr dazu gibt es im folgenden Artikel:
"Avengers 5: Doomsday": So früh sollen wir bereits einen (oder mehrere?) Trailer sehen – das gab es noch nie!