450 Millionen Dollar soll Netflix „Star Wars 8“-Schöpfer Rian Johnson bezahlt haben, damit dieser zwei Fortsetzungen seines Krimi-Hits „Knives Out“ mit Daniel Craig als Ermittler Benoit Blanc exklusiv für den Streamingdienst macht. Jetzt ist der Deal abgeschlossen. Nach „Glass Onion: A Knives Out Mystery“ 2022 erscheint in Kürze „Wake Up Dead Man: A Knives Out Mystery“. Am 22. November erfolgt der Start in ausgewählten Kinos, am 12. Dezember folgt die Veröffentlichung auf Netflix.
Im Rahmen der Premiere des Films in Los Angeles verriet Johnson dem Hollywood Reporter auf dem Roten Teppich, dass er bereits konkret über „Knives Out 4“ nachdenkt. Er fühle sich nach diesem Film „kreativ energetisiert“ und das habe bereits zu ersten Gesprächen geführt.
Warum sollte Rian Johnson aufhören?
Gemeinsam mit seinem Hauptdarsteller Daniel Craig denke er bereits darüber nach, wie der nächste Teil aussehen könnte. „Ich wüsste nicht, warum ich damit aufhören sollte, wenn wir sie weitermachen könnten“, lässt Johnson auch keinen Zweifel daran, dass er weitere „Knives Out“-Filme drehen will.
Das deckt sich mit alten Aussagen des Filmemachers. In der Vergangenheit erklärte er, dass er sich vorstellen könne, alle paar Jahre wieder zur „Knives Out“-Reihe mit einer frischen Idee zurückzukehren. Klar ist aber auch, dass Johnson nicht nur noch „Knives Out“-Filme machen will. Mit dem jetzt erscheinenden dritten Teil will er eine Pause einlegen und einen schon länger geplanten, noch nicht näher spezifizierten Science-Fiction-Thriller auf den Weg bringen.
"Knives Out 4" ohne Netflix? Das könnte der Grund sein!
Doch wenn er anschließend Lust auf die Rückkehr zur „Knives Out“-Reihe hat, ist natürlich die Frage, wo diese erscheinen könnte. Auf der Hand läge eigentlich Netflix, wo auch der kommende Film mit hoher Wahrscheinlichkeit wieder ein riesiger Streamingerfolg sein wird. Der Medienriese wird sich ziemlich sicher um die Rechte bemühen. Allerdings scheinen sowohl Johnson als auch sein Co-Star Craig nicht ganz zufrieden mit der Auswertung der Filme durch Netflix zu sein.
In der Vergangenheit zeigten sich beide verärgert, dass „Glass Onion“ nur für wenige Wochen in den Kinos lief und dazu in deutlich weniger Sälen gezeigt wurde, als es sonst bei Filmen dieser Größe üblich ist. Beim kommenden „Wake Up Dead Man“ soll es sogar Diskussionen gegeben haben, ob es überhaupt eine Kinoauswertung geben wird. Jetzt erfolgt diese zwar und sie hat sogar ein längeres Exklusivfenster als beim Vorgänger, doch es sind weiterhin nur recht wenige Kinosäle.
Viele halten es daher für durchaus möglich, dass sich Johnson und Craig nach einem neuen Partner für „Knives Out 4“ umschauen, der einen großen Kinostart garantiert. Interessenten dafür dürfte es genug geben. Denn auch wenn die starbesetzten Krimis extrem teuer sind und Johnson wahrscheinlich auf einem Budget von rund 200 Millionen Dollar bestehen dürfte, ist das Einnahmenpotenzial riesig. Schätzungen von Branchenexpert*innen ergaben zum Beispiel, dass „Glass Onion“ mindestens 600 Millionen Dollar eingespielt hätte, wenn es einen großen, weltweiten Kinostart gegeben hätte. Einige gehen sogar davon aus, dass mehr als 700 Millionen Dollar Kinoeinspielergebnis realistisch gewesen wäre.
Und da es Johnson bislang geschafft hat, für jeden Film frische Ideen zu finden und sich nicht zu wiederholen, dürfte man die Hoffnung haben, dass das Publikum den Krimis nicht so schnell überdrüssig wird. Auch bei „Wake Up Dead Man“ sind die bisherigen Kritiken so voller Begeisterung. Erst einmal dürfen wir daher dem Kino- und dem Netflix-Start des dritten Teils entgegenfiebern. Hier ist noch ein Originaltrailer, um die Vorfreude weiter zu erhöhen: