Schon zahlreiche hochkarätige Schauspieler haben den wohl mächtigsten Superhelden des DC-Universums, Superman, verkörpert: Christopher Reeve, Henry Cavill, David Corenswet, Brandon Routh – und sogar Nicolas Cage durfte dem Mann aus Stahl in „The Flash“ für einige Sekunden sein Gesicht leihen. Anfang der 2000er-Jahre befand sich jedoch ein weiterer Superstar in Gesprächen für die Rolle des berühmten Kryptoniers: Brendan Fraser („The Whale“).
Der Oscar-Gewinner war kürzlich zu Gast im von Josh Horowitz moderierten Podcast Happy Sad Confused. Dort erzählte er, dass er für einen „Superman“-Film des „Star Wars: Erwachen der Macht“- und „Star Trek“-Regisseurs J.J. Abrams in Erwägung gezogen worden sei: „Ich liebte dieses Drehbuch. Sie ließen mich es lesen. Sie sperrten mich in ein leeres Büro auf einem Studiogelände und ich unterschrieb eine Verschwiegenheitserklärung. […] Es war wie Shakespeare im Weltraum. Es war wirklich ein großartiges Drehbuch.“
Brendan Fraser war nicht bereit
Obwohl ihm das Skript außerordentlich gut gefiel und er mehrere Screen-Tests für die Rolle absolvierte, war sich Brendan Fraser dennoch unsicher, ob die ikonische Figur des Superman nicht doch eine Nummer zu groß für ihn gewesen wäre:
„Man ist ja immer etwas nervös, wenn man einen großen Job annimmt, aber ich dachte auch: ‚Wenn ich den Job bekomme, dann wird Superman wohl auch auf meinem Grabstein stehen.‘ Man ist dann für den Rest seines Lebens, seine ganze Karriere lang diese Figur. Das ist nicht unbedingt schlecht […] aber es wird Teil der eigenen Marke, dessen, wer man ist. Und ich weiß nicht, ob ich damals schon bereit dafür war.“
Kommt der "Superman" von J.J. Abrams noch?
Statt J.J. Abrams’ Version produzierte Warner Bros. schließlich „Superman Returns“ von Bryan Singer, der als direkte Fortsetzung des ersten bzw. der ersten beiden „Superman“-Filme mit Christopher Reeve gedacht war. Am Box Office wurde der Film jedoch zum massiven Flop – und auch die Kritiken fielen eher verhalten aus. FILMSTARTS-Redakteur Pascal Reis zeigt sich allerdings nach wie vor begeistert von dem untypischen Blockbuster:
Der „Superman“-Film von J.J. Abrams ist übrigens noch nicht endgültig vom Tisch. James Gunn – der in diesem Jahr seinen eigenen „Superman“ in die Kinos brachte – bestätigte 2024, dass sich das Projekt weiterhin in Entwicklung befinde und in einem alternativen Universum angesiedelt sei, was es klar von Gunns eigener Version abgrenzt. Ob der Film tatsächlich noch realisiert wird, bleibt jedoch abzuwarten.
Ihr habt mal wieder Lust auf einen Film von J.J. Abrams? Dann legen wir euch seine grandiose Steven-Spielberg-Hommage ans Herz. Mehr dazu im nachfolgenden Artikel:
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