Jede Welle ist gelogen: Dieser U-Boot-Kriegsfilm mit Tom Hanks ist ohne einen einzigen Tropfen Wasser entstanden!
Jaroslav Sebov
Jaroslav Sebov
-Freier Autor
Erholt sich immer noch von der 8. Staffel "Game Of Thrones" und vertreibt sich die Zeit mit allerhand Fandoms wie "Star Wars", "The Witcher" und "Der Herr der Ringe". Findet, kein anderer Film verdient einen zweiten Teil mehr als "Master And Commander".

Der Apple TV+-Kriegsfilm „Greyhound – Schlacht im Atlantik“ ist ein erbarmungsloses Seegefecht im eisigen Ozean. Bei den Dreharbeiten kam man dabei allerdings ganz ohne einen echten Tropfen Wasser aus. Wie das ging, erfahrt ihr in diesem Artikel:

Ein Zweiter-Weltkriegsfilm, der fast komplett auf hoher See spielt – und trotzdem kein einziges Mal echtes Wasser sieht? Genau das gelang Regisseur Aaron Schneider mit „Greyhound – Schlacht im Atlantik“, dem packenden U-Boot-Drama, das Tom Hanks nicht nur als Hauptdarsteller, sondern auch als Drehbuchautor mitgestaltet hat.

Anstatt wirklich auf das Meer hinauszufahren oder in einem Wassertank zu drehen, entstand der für Apple TV+ exklusiv produzierte Film in einem Studio vor grünen Wänden. Alles, was auf der Leinwand nach Wellen, Gischt oder klirrend kaltem Eis aussieht, ist reine Computergrafik. Selbst das Feuer, das im Gefecht auflodert, existierte nur in der digitalen Welt. „Jeder Tropfen Wasser in diesem Film ist digital“, erklärte der Regisseur im Interview mit dem Business Insider.

Damit die Illusion perfekt wird, verließ sich Schneider nicht nur auf Standard-CGI. Zunächst reiste er nach Baton Rouge zur ausgemusterten USS Kidd – einem der letzten noch original erhaltenen Zerstörer aus dem Zweiten Weltkrieg. Dort fotografierte er mit einem Freund jedes Detail, wobei am Ende rund 10.000 Aufnahmen entstanden sein sollen. Aus diesen Daten wurde schließlich ein 3D-Modell des Schiffs gebaut, das als Grundlage für Kamerapositionen und Szenenplanung dienen sollte.

Kriegsfilm aus der Konsole

Für die digitale See nutzte Schneider eine Technologie, die eigentlich aus der Spieleentwicklung stammt: soganannte NVIDIA WaveWorks. Das Programm simuliert realistisches Wellenverhalten und berücksichtigt dabei sogar das Gewicht und den Typ des fahrenden Objekts. So konnte man es so aussehen lassen, als schwammen Zerstörer, Handelsschiffe und U-Boote physikalisch korrekt.

Die Kombination aus akribischer Recherche, moderner Simulationstechnik und physikbasierten Bewegungen sorgt dafür, dass „Greyhound“ wie eine authentische Seekriegsdokumentation wirkt. Das Ergebnis ist ein 90-minütiger Dauerpuls, der zeigt, wie weit Filmtechnik heute gehen kann, ohne jemals den Ozean zu berühren.

Übrigens: Einen Weltkriegsfilm findet Tom Hanks noch viel besser als „Der Soldat James Ryan“ und „Greyhound“. Um welches Meisterwerk es geht, erfahrt ihr im nachfolgenden Artikel:

"Ein unglaubliches Werk": Das ist für Tom Hanks der beste Film über den Zweiten Weltkrieg – und es ist nicht "Der Soldat James Ryan"!

Dies ist eine aktualisierte Wiederveröffentlichung eines bereits zuvor auf FILMSTARTS erschienenen Artikels.

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