Tom Hanks hat gleich an mehreren Projekten mitgewirkt, die im Zweiten Weltkrieg spielen. Allen voran natürlich Steven Spielbergs „Der Soldat James Ryan“, der im Jahr 1999 fünf Oscars einheimsen konnte und bei dem es sich laut den Bewertungen der FILMSTARTS-Community um den zweitbesten Kriegsfilm aller Zeiten handelt.
Gemeinsam mit Spielberg fungierte Hanks auch als Produzent der gefeierten Miniserie „Band Of Brothers“, die eine der realistischsten Kriegs-Sequenzen der Kino- und TV-Geschichte enthält. Dann ist da noch der U-Boot-Film „Greyhound“, der 2020 aufgrund der Corona-Pandemie lediglich im Streaming ausgewertet wurde. Und auch zu Beginn seiner Karriere war Hanks in einem heute längst vergessenen Weltkriegs-Film zu sehen, für den er nichts als lobende Worte übrig hat.
Doch wenn es um den besten Zweiter-Weltkriegs-Film aller Zeiten geht, nennt der zweifache Oscar-Gewinner („Philadelphia“, „Forrest Gump“) keines seiner eigenen Werke – obwohl nicht wenige Filmfans „Der Soldat James Ryan“ an der Spitze sehen. Vom Cinephilen-Netzwerk Letterboxd im Rahmen der New-York-Premiere von „Asteroid City“ nach seinen vier Lieblingsfilmen gefragt, nannte Hanks den Sci-Fi-Meilenstein „2001: Odyssee im Weltraum“ von Stanley Kubrick, den Beatles-Film „A Hard Day's Night“, den New-Hollywood-Klassiker „Asphalt-Cowboy“ – und „Die besten Jahre unseres Lebens“!
Hanks bezeichnet das 1946 von Meisterregisseur William Wyler („Ben Hur“) inszenierte Epos sogar als „besten Film, den ich je gesehen habe.“ Der 69-Jährige führt aus: „[‚Die besten Jahr unseres Lebens‘] handelt überhaupt nicht vom Zweiten Weltkrieg – und doch dreht sich alles darum, weil er nach dem Krieg spielt.
Ich finde, das ist der beste Film über diesen Krieg und über die Generation, die ihn gekämpft hat. Man kann ihn heute sehen, und abgesehen von der Mode und ein paar Redewendungen geht es [in dem Film] um genau das, was uns auch jetzt noch ausmacht. Ich halte das für ein unglaubliches Werk.“
Darum geht es in "Die besten Jahre unseres Lebens"
Der Film handelt von drei Veteranen (Fredric March, Dana Andrews, Harold Russell), die nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs versuchen, wieder in die Gesellschaft zurückzufinden. Er enthält keine Darstellungen von Schlachten oder anderer Kriegshandlungen, sondern befasst sich mit den psychologischen und sozialen Folgen des Krieges – was gerade für seine Entstehungszeit ein erstaunlich moderner Ansatz war. Als Lohn gab es sieben Oscars, darunter als Bester Film, für Regisseur William Wyler, für Hauptdarsteller Fredric March und Nebendarsteller Harold Russell.
Auch der Autor dieser Zeilen kann euch „Die besten Jahre unseres Lebens“ nur wärmstens empfehlen, auch wenn er als DVD zurzeit vergriffen ist und kein deutscher Streamingdienst den Film im Programm hat. Sobald sich an diesem Umstand etwas ändert, erfahrt ihr es natürlich bei uns.
Wusstet ihr übrigens, dass eine ganze Reihe von Stars vom „Der Soldat James Ryan“-Set flüchten wollte – und Tom Hanks sie nur mit viel Überredungskunst davon abhalten konnte? Die ganze Geschichte lest ihr im nachfolgenden Artikel:
"In 20 Jahren werdet ihr Gott dafür danken": So hat Tom Hanks verhindert, dass reihenweise Stars aus einem Kriegsfilm von Steven Spielberg flüchten