Wie sieht die Zukunft der Oscars eigentlich aus? Der aktuelle Vertrag zwischen dem US-Network ABC und der Academy of Motion Picture Arts and Sciences läuft nach der 100. Oscar-Verleihung im Jahr 2028 aus. Ein mehr als triftiger Grund, dass sich mehrere Interessenten versammelt haben, um die Übertragungsrechte an der beliebten Show zu sichern.
Als aussichtsreichste Anwärter galten NBCUniversal und YouTube, nachdem sich unter anderem Netflix bereits früh aus dem Bieterwettstreit verabschiedete. Ersterer ist kein Neuling im Oscar-Geschäft, denn NBC übertrug die Verleihung bereits zwischen 1971 und 1975. Da die Golden Globes mittlerweile nicht mehr im Programm der Senders sind, fehlte diesem eine wirklich große Preisverleihung. Aufgrund der engen Beziehungen zum Filmbusiness schien NBCUniversal gute Chancen zu haben, die Rechte an den Oscars zu gewinnen.
Und die Oscars gehen an...
Doch die Oscars kommen zu YouTube! Der Plattform ist es gelungen, sich die Übertragungsrechte ab 2029 bis 2033 zu sichern – also ab der 101. Oscar-Verleihung. Die Partnerschaft umfasst dabei nicht nur die Hauptshow, sondern auch Red-Carpet-Events und weitere Inhalte der Academy. Besonders wichtig ist: YouTube überträgt die Oscar-Verleihung ab 2029 exklusiv – und zwar weltweit kostenlos.
Die Academy hat sich nicht zuletzt deswegen für YouTube entschieden, um die Reichweite der Oscars deutlich zu steigern. Da YouTube weltweit deutlich leichter zugänglich ist als NBC oder ABC, könnte dies dazu führen, dass mehr Menschen neugierig werden und einen Blick auf die Verleihung werfen.
Große Chancen dafür ausrechnen, bei der Oscar-Verleihung 2026 abzuräumen, darf sich Paul Thomas Andersons „One Battle After Another“ machen. Hauptdarsteller Leonardo DiCaprio liefert darin eine echte Glanzleistung ab. Warum er aber keinen Bock hat, Regisseur zu führen, könnt ihr im nachfolgenden Artikel nachlesen:
"Ich könnte niemals etwas leisten, was auch nur annähernd so gut ist": Diesen Schritt möchte Leonardo DiCaprio nie gehen