Inzwischen hat man beinahe den Überblick verloren, wie oft „Eine Weihnachtsgeschichte“ (im Original: „A Christmas Carol“) von Charles Dickens bereits verfilmt wurde. Sicher ist: Es existieren mehr als 100 Film- und Fernsehadaptionen der weltberühmten Erzählung. Zählt man darüber hinaus auch Kurzfilme, Parodien und lose Interpretationen mit, dürfte die Zahl sogar bei weit über 350 Versionen liegen. Doch trotz dieser kaum zu überblickenden Menge an Umsetzungen ist eines klar: Der Stoff hat noch lange nicht ausgedient – und neue Interpretationen des ebenso düsteren wie herzerwärmenden Moralstücks lassen nie lange auf sich warten.
So hat Warner Bros. kürzlich eine neue „A Christmas Carol“-Adaption in Auftrag gegeben, bei der kein Geringerer als „Nosferatu“-Regisseur Robert Eggers auf dem Regiestuhl Platz nehmen soll. In dieser Version wird Willem Dafoe in die Rolle des verbitterten Ebenezer Scrooge schlüpfen. Doch auch Paramount arbeitet an einer Neuinterpretation, auf die man mit besonderer Spannung blicken darf. In „Ebenezer: A Christmas Carol“ wird nämlich Johnny Depp („Fluch der Karibik“) den titelgebenden Part übernehmen.
Daisy Ridley, Rupert Grint & mehr Stars sind an Bord
Wie nun exklusiv vom Branchenmagazin Deadline berichtet wurde, präsentiert sich der Cast von „Ebenezer“ äußerst prominent und hochkarätig besetzt. Neu bestätigt sind unter anderem Rupert Grint („Harry Potter“-Reihe), Daisy Ridley („Star Wars“-Franchise), Sam Claflin („Die Tribute von Panem – Catching Fire“), Charlie Murphy („Halo“), Arthur Conti („Beetlejuice Beetlejuice“) sowie Ellie Bamber („Nocturnal Animals“). Bereits zuvor stand fest, dass auch Andrea Riseborough („Mandy“), Ian McKellen („Der Herr der Ringe“) und Tramell Tillmann („Severance“) Teil des Ensembles sein werden.
Besonders vielversprechend ist zudem die Wahl des Regisseurs: Ti West wird die Inszenierung von „Ebenezer“ übernehmen. Der 45-jährige Filmemacher gilt als ausgewiesener Horror-Spezialist und sorgte zuletzt mit seiner Trilogie „X“, „Pearl“ und „MaXXXine“ für reichlich Aufmerksamkeit. Dass ein Regisseur mit einem so starken Bezug zum schaurigen Genre ausgerechnet Charles Dickens’ Festtags-Klassiker adaptiert, erscheint dabei durchaus konsequent. Schließlich ist „Eine Weihnachtsgeschichte“ nicht nur von übernatürlichen Erscheinungen, sondern auch von einer düsteren Grundstimmung geprägt.
Im Mittelpunkt der Handlung steht ein alter, hartherziger und geiziger Mann (gespielt von Depp), der zunächst vom Geist seines verstorbenen Geschäftspartners und schließlich von den Geistern der vergangenen, gegenwärtigen und zukünftigen Weihnacht heimgesucht wird. Die eindringlichen Begegnungen zwingen den verbitterten Greis zunehmend zur Selbstreflexion und führen dazu, dass er sein bisheriges Leben infrage stellt – bis er schließlich um eine zweite Chance kämpft. Ti Wests Verfilmung bleibt dabei der literarischen Vorlage treu und ist im London zur Zeit von Charles Dickens angesiedelt.
Wann „Ebenezer: A Christmas Carol“ in Deutschland in die Kinos kommen wird, steht bislang noch nicht fest. In den Vereinigten Staaten ist der Kinostart hingegen bereits terminiert: Am 13. November 2026 feiert der Film dort Premiere.
Übrigens: Johnny Depp wird demnächst auch in der ersten englischsprachigen Verfilmung eines legendären Romans zu sehen sein. Mehr dazu erfahrt ihr im nachfolgenden Artikel:
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