"Ein Genie": Denzel Washington bewundert diesen Meisterregisseur – doch die Chance, mit ihm zusammenzuarbeiten, ließ er verstreichen!
Björn Schneider
Björn Schneider
-Freier Autor
Seit Björn als Kind „Spiel mir das Lied vom Tod“ und „Hook“ gesehen hat, ist er vom Medium Film und seinen (audio-)visuellen Möglichkeiten fasziniert. Am liebsten schaut er Horror, Western, Mystery und Thriller. Musicals und romantische Komödien kosten ihn allerdings Überwindung.

Denzel Washington ist nicht nur erfolgreicher Schauspieler, sondern auch ein fähiger und geschätzter Regisseur. Als Inspiration für seine eigenen Arbeiten diente ihm einer der großen Filmemacher der Geschichte, für den Washington voll des Lobes ist.

Paramount Pictures

Denzel Washington zählt seit mehr als 35 Jahren zu den profiliertesten Schauspielern Hollywoods. Bei einer so langen Karriere mit bislang über 50 Spielfilmen kommt man als Darsteller zwangsläufig sehr häufig in Kontakt mit vielen Kollegen. Einige von ihnen hatten maßgeblichen Einfluss auf Washingtons Arbeit und inspirierten ihn entscheidend. Dazu zählen die lebende Kino-Legende Robert De Niro ebenso wie der 2022 verstorbene Sidney Poitier („In der Hitze der Nacht“), den Washington einst als seinen Mentor bezeichnete. Doch daneben gibt es auch die Meister hinter der Kamera, die die Leistung und Karrieren ihrer Darsteller prägen.

Im Fall von Washington fallen einem zuerst Tony Scott („Mann unter Feuer“) und Antoine Fuqua („Training Day“) ein, mit denen der 71-Jährige mehrmals erfolgreich zusammengearbeitet hat. Beide, Scott und Fuqua, spornten Washington zu Höchstleistungen an und entlockten ihm intensivste, wahrhaftigste menschliche Gefühle. Ob dies auch Regie-Ikone Stanley Kubrick gelungen wäre, bleibt reine Spekulation – schließlich haben die beiden nie zusammen einen Film gedreht. Sicher aber ist, dass Washington den einflussreichen Regisseur („Eyes Wide Shut“) für einen absoluten Meister seines Fachs hält.

"Ich war auf einem Stanley-Kubrick-Trip"

Vor einigen Jahren nahm Washington an einem Reddit-AMA („Ask me anything“) teil, dem populären Frage-und-Antwort-Format auf der Plattform. Auf die Frage, welche Filme er aktuell gerne schaue, fiel Washingtons Antwort klar aus. In dieser richtete er seinen Blick vor allem auf das facettenreiche Schaffen Kubricks.

„Ich war auf einem Stanley-Kubrick-Trip und habe mir einfach alle seine Filme angeschaut, z.B. ,Full Metal Jacket' und ,Uhrwerk Orange'. Ich war schon immer ein Fan von Scorsese, aber in letzter Zeit bin ich im Kubrick-Fieber“, schrieb Washington (via Far Out Magazine). Und aus seinen Äußerungen lässt sich die Begeisterung deutlich herauslesen. Die Botschaft ist klar: Washington ist ein riesiger Fan des legendären britischen Filmemachers.

Interessanterweise hat er die Möglichkeit, mit Kubrick zu drehen, aber einmal freiwillig ausgeschlagen, wie ihr im folgenden Artikel nachlesen könnt:

"Was soll ich da machen?": Denzel Washington hat zwei der besten Kriegsfilme aller Zeiten abgelehnt

So ließ sich Denzel Washington von Stanley Kubrick inspirieren

Washington erklärte weiter, dass er sich auch deshalb mit Kubricks Werk beschäftige, um mehr über den Prozess des Filmemachens an sich zu lernen. Der Hollywood-Star hatte sich bereits zum Zeitpunkt des Reddit-AMAs längst einen Namen als Regisseur zumeist anspruchsvoller Dramen („Antwone Fisher“, „The Great Debaters“) gemacht. Doch um besser zu werden und die eigenen Fähigkeiten zu erweitern, braucht es für Washington scheinbar beständige Inspiration und passenden Input. „Also habe ich angefangen, mich in diese neue Rolle hinzuversetzen und schaue mir an, wie andere Regisseure ihre Filme aufbauen und inszenieren“, so Washington.

Für den zweifachen Oscar-Preisträger („Glory“, „Training Day“) sei Kubrick nichts weniger als „ein Genie.“ „Und er ist schlicht. Ich war erstaunt, wie einfach seine Bildauswahl war. Er wusste genau, wo er die Kamera platzieren musste. Es fühlte sich nicht so an, als sei es gefilmt – es fühlte sich realistisch an.“

So genial und vielseitig Denzel Washington als Schauspieler ist – so perfektionistisch (Kubrick lässt grüßen) und stur kann er bisweilen am Set sein. Das musste beim Dreh eines Action-Thrillers von 2012 ein französischer Stunt- und Kampfchoreograf am eigenen Leib erfahren. Lest hier die ganze Geschichte hinter Washingtons ungewöhnlicher „Starallüren“-Forderung:

"Er darf mich kein einziges Mal mehr treffen!": Denzel Washington hatte beim Dreh dieses Action-Thrillers eine ungewöhnliche Forderung
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