Schon seit geraumer Zeit kursierten entsprechende Gerüchte in der Branche, doch am 16. Januar 2026 wurden sie schließlich offiziell bestätigt: Lucasfilm-Präsidentin Kathleen Kennedy hat ihren Posten aufgegeben. Zeitgleich wurden ihre Nachfolger bekannt – „Star Wars“-Kreativchef Dave Filoni sowie Managerin Lynwen Brennan übernehmen künftig die Führung. Anlässlich dieses Umbruchs gab Kennedy dem Branchenmagazin Deadline ein ausführliches Interview, in dem sie nicht nur auf ihre Zeit als oberste Verantwortliche für „Star Wars“ zurückblickte, sondern auch über die Zukunft des traditionsreichen Franchise sprach.
Im Gespräch kam dabei auch eine nie realisierte Trilogie von Rian Johnson („Knives Out“) zur Sprache, die im „Krieg der Sterne“-Universum angesiedelt sein sollte. Dabei gab Kennedy an, dass unter anderem Johnsons eigene Unsicherheit dazu beigetragen haben könne, dass die Trilogie letztlich nie zustande kam.
Verunsichert wegen Fan-Groll?
Im Interview mit Deadline erklärte Kathleen Kennedy: „Nachdem er den Netflix-Deal abgeschlossen und mit den Dreharbeiten zu den ‚Knives Out‘-Filmen begonnen hat, war er enorm beansprucht. Als ich mit Shawn Levy über Star Wars gesprochen hatte, startete ‚Stranger Things‘ und er war eine Weile völlig davon eingenommen. So war es auch bei Rian. Und ich glaube, er hat sich von der Negativität im Internet verunsichern lassen.“
Diese angesprochene Negativität bezieht sich vor allem auf die Reaktionen auf „Star Wars: Die letzten Jedi“, der wohl kontroverseste Film der gesamten Saga. Während die Kritiken überwiegend positiv ausfielen, reagierte ein erheblicher Teil der Fangemeinde äußerst ablehnend. Viele warfen Johnson vor, bewusst mit den Traditionen und dem Geist der Reihe gebrochen zu haben und zentrale Erwartungen der Fans zu ignorieren. Kennedy nahm auch hierzu Stellung und sagte weiter:
„Ich finde, Rian hat einen der besten ‚Star Wars‘-Filme überhaupt gemacht. Er ist ein brillanter Filmemacher und er hat sich verunsichern lassen. Das ist das Schwierige daran. Wenn Leute in diese Branche kommen, fragen mich alle Filmemacher und Schauspieler: ,Was wird passieren?' Sie haben ein bisschen Angst.“
Rian Johnson ist anderer Meinung
Rian Johnson selbst reagierte kürzlich auf X auf diese Aussagen – und widersprach ihnen deutlich. Der „Looper“-Regisseur kommentierte das Interview mit wenigen Worten: „Lol, überhaupt nicht verunsichert, sorry.“
Ob Johnson sich tatsächlich nicht von dem massiven Gegenwind aus der Fanbasis hat beeinflussen lassen, lässt sich von außen kaum beurteilen. Mit seinem knappen Statement machte er jedoch unmissverständlich klar, dass Unsicherheit aus seiner Sicht keine Rolle dabei gespielt habe, warum die geplante „Star Wars“-Trilogie nie realisiert wurde.
Fest steht, dass Kathleen Kennedys Amtszeit als Lucasfilm-Chefin von zahlreichen „Star Wars“-Projekten geprägt war, die groß angekündigt, letztlich aber nie umgesetzt wurden. Die Trilogie von Rian Johnson reiht sich in diese Liste ein und ist inzwischen endgültig Geschichte. Johnson selbst stellte später klar, dass sich die Filme nie wirklich in einer aktiven Entwicklungsphase befunden hätten – vielmehr habe er lediglich Ideen präsentiert, aus denen nie konkrete Projekte entstanden seien.
Nachfolgend findet ihr einen Überblick über alle „Star Wars“-Filme, die noch kommen sollen:
Alle kommenden "Star Wars"-Filme im Kino und -Serien auf Disney+ in der kompletten Übersicht