Morgan Freeman zählt zweifellos zu den prägendsten Gesichtern Hollywoods. Seit Jahrzehnten begeistert der Oscar-Preisträger („Million Dollar Baby“) das Publikum mit seinem sanften Charisma, und in seiner Filmografie finden sich zahlreiche Klassiker und Kassenhits – von „Miss Daisy und ihr Chauffeur“ über „Die Verurteilten“ bis hin zu „Sieben“ oder „Bruce Allmächtig“. Doch in einer so umfangreichen Vita kann man natürlich nicht auf jedes Werk stolz sein. Und vor allem ein Film ist Freeman bis heute ein Dorn im Auge: „Fegefeuer der Eitelkeiten“!
Dabei deutete anfangs alles auf ein echtes Prestigeprojekt hin. Die Vorlage lieferte das gleichnamige satirische Buch von Tom Wolfe, das zunächst als Fortsetzungsroman im Rolling Stone erschien und später zum gefeierten Bestseller avancierte.
Mit Brian De Palma („Scarface“) wurde ein renommierter Regisseur verpflichtet, während die Besetzung bis in die Nebenrollen mit großen Namen aufwarten konnte: Neben Freeman waren u.a. auch Tom Hanks, Bruce Willis und Melanie Griffith von der Partie. Da kann doch eigentlich nichts mehr schiefgehen, oder? Aber Pustekuchen!
„Fegefeuer der Eitelkeiten“ entwickelte sich zu einem spektakulären Flop, der an den weltweiten Kinokassen gerade einmal 15,6 Millionen US-Dollar erwirtschaften konnte – und das bei einem Budget von rund 47 Millionen. Auch die Kritik zeigte sich wenig begeistert von der schwarzhumorigen Gesellschaftssatire, in der Tom Hanks als skrupelloser Wall-Street-Banker gegen sein Good-Guy-Image anspielt. Die Kritiken-Sammelseite Rotten Tomatoes etwa zählt gerade einmal 15 Prozent an überwiegend positiven Rezensionen.
Und auch viele der beteiligten Schauspieler*innen äußerten sich später negativ über den Film – Tom Hanks nannte ihn einen der „schlechtesten Filme, die je gemacht wurden“ (mehr dazu hier) und auch Bruce Willis bereute öffentlich seine Mitwirkung an dem Projekt.
Als wäre das nicht genug, ging auch Morgan Freeman auf Distanz zu „Fegefeuer der Eitelkeiten“. In einem Interview nannte er den Film einen „Albtraum“ – und das gerade, weil er das Ursprungsmaterial eigentlich so schätzt. „Es war eines meiner Lieblingsbücher“, so der „Robin Hood“-Darsteller (via AlloCiné). „Lass uns neu anfangen und es richtig machen.“
Dazu ist es bekanntlich nie gekommen – aber wer weiß, vielleicht wagt sich ja 36 Jahre später noch einmal jemand an den Stoff. Bis dahin legen wir euch den nachfolgenden Artikel ans Herz, der sich um einen noch viel größeren Morgan-Freeman-Flop dreht:
Einer der katastrophalsten Flops aller Zeiten: Dieser Actionthriller mit Morgan Freeman spielte nur 789 (!) Dollar an den Kinokassen einEin ähnlicher Artikel ist auf unserer französischen Schwesternseite AlloCiné erschienen.
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