"Was wird das Publikum fühlen?": Dieser Punkt ist "Wutherhing Heights"-Star Margot Robbie am wichtigsten, wenn sie Filme dreht
Pascal Reis
Pascal Reis
-Redakteur
Pascal liebt das Kino von „Vertigo“ bis „Daniel, der Zauberer“. Allergisch reagiert er allerdings auf Jump Scares, Popcornraschler und den Irrglauben, „Joker“ wäre gelungen.

Schon vor dem Kinostart hat „Wuthering Heights“ für Kontroversen gesorgt. Margot Robbie hat nun in einem Interview darüber gesprochen, wie wichtig es ihr ist, wenn Filme beim Publikum Emotionen hervorrufen – ob positiv oder negativ!

Wuthering Heights – Sturmhöhe“ ist aktuell der Film der Stunde. Bereits Monate vor dem Kinostart sorgte die sehr freie Interpretation des gleichnamigen Romans von Emily Brontë für hitzige Diskussionen und jede Menge Kontroversen. Nun hat sich das opulente Historien-Drama mit Margot Robbie („The Wolf Of Wall Street“) und Jacob Elordi („Frankenstein“) nicht nur in Deutschland, sondern auch in den Vereinigten Staaten an die Spitze der Kinocharts gesetzt.

Die düstere Romanze ist damit sprichwörtlich in aller Munde – was Hauptdarstellerin Margot Robbie besonders freuen dürfte. In einem Interview mit GQ Australia sprach die oscarnominierte Schauspielerin offen darüber, worauf es ihr bei der Arbeit an einem Film wirklich ankommt – und weshalb sie sich von Kritiker*innen nicht leiten lässt.

Es geht um die Emotionen

In dem Gespräch, welches übrigens von „Train Dreams“-Star Joel Edgerton geführt wurde, erklärte Robbie: „Ich denke immer an das Publikum. Ich war noch nie am Set und habe gedacht: 'Was werden die Kritiker davon halten?' Ich denke eher: 'Was wird das Publikum jetzt fühlen? Wie wird es emotional reagieren?' Ich glaube, man sollte Filme für die Menschen machen, die Kinokarten kaufen. So einfach ist das.“

Für Robbie steht also nicht die spätere Bewertung durch Feuilleton oder Fachpresse im Mittelpunkt, sondern die unmittelbare emotionale Wirkung auf die Zuschauer*innen. Filme sollen etwas auslösen. Genau deshalb fühlte sie sich auch mit Regisseurin Emerald Fennell sofort auf einer Wellenlänge.

„Ich arbeite sehr gerne mit Emerald zusammen, weil sie immer das emotionale Erlebnis über eine ausgefeilte Idee stellt. Sie ist sehr klug. Sie hat großartige Ideen, aber sie lässt auch mal eine coole Idee fallen, um die Option zu präsentieren, die das Publikum am meisten fesselt“, so Robbie.

Dass diese Herangehensweise aufgegangen ist, zeigt nicht zuletzt die Resonanz. Uns jedenfalls haben die Emotionen von „Wuthering Heights“ voll erreicht. In der offiziellen FILMSTARTS-Kritik wurde das Melodrama mit starken 4 von 5 möglichen Sternen bewertet. In seinem Fazit schreibt unser Autor Pascal Reis: „Emerald Fennell zeichnet hier für ein formalästhetisch wuchtiges, stark gespieltes und von großen Emotionen regelrecht überschäumendes Melodrama verantwortlich, das nicht zuletzt die Kraft des Kinos beschwört.“

Zudem haben sich die FILMSTARTS-Redakteur*innen Pascal und Chantal im Video-Podcast ausführlich über „Wuthering Heights“ ausgetauscht und ihre Eindrücke vertieft diskutiert:

facebook Tweet
Ähnliche Nachrichten
Das könnte dich auch interessieren