"Sie war herablassend und gemein": Dieser legendäre Schauspieler hasste es, mit der Darstellerin von Mary Poppins zu drehen
Michael Bendix
Michael Bendix
-Redakteur
Schaut pro Jahr mehrere hundert Filme und bricht niemals einen ab. Liebt das Kino in seiner Gesamtheit: von Action bis Musical, von Horror bis Komödie, vom alten Hollywood bis zum jüngsten "Mission: Impossible"-Blockbuster.

Als Mary Poppins wurde Julie Andrews weltberühmt. Zwei Jahre später stand sie dann mit einem späteren „Harry Potter“-Star vor der Kamera, der sie auf den Tod nicht ausstehen konnte. Hier erfahrt ihr die Hintergründe.

Mitte der 1960er-Jahre befand sich Julie Andrews auf dem Höhepunkt ihres Ruhms: Mit ihrer oscarprämierten Leistung als magische Nanny „Mary Poppins“ hatte sie sich 1964 unsterblich gemacht, und gerade einmal sechs Monate später kam mit „The Sound Of Music“ schon ihr nächster Musical-Megahit in die Kinos – in den USA war der Film ohne Unterbrechung 147 (!) Wochen lang auf der Leinwand zu sehen (hier mehr dazu).

Darüber werden ihre anderen Filme gerne vergessen. So auch „Hawaiivon 1966, für den sich Andrews die Leinwand mit zwei anderen Kino-Legenden teilte: dem schwedischen Schauspieler Max von Sydow („Minority Report“) sowie Richard Harris, der etwa für das Drama „Lockender Lorbeer“ (1963) mit zahlreichen Preisen und einer Oscar-Nominierung bedacht wurde und heute vor allem für seine Darstellung des Albus Dumbledore in den ersten beiden „Harry Potter“-Teilen bekannt ist. Für Letzteren hinterließen die Dreharbeiten zu „Hawaii“ allerdings einen ausgesprochen bitteren Beigeschmack...

Hawaii
Hawaii
Starttermin 28. Februar 2026 | 3 Std. 09 Min.
Von George Roy Hill
Mit Julie Andrews, Max von Sydow, Richard Harris
Im Stream

In dem von George Roy Hill („Der Clou“) inszenierten Monumentalfilm schlüpfte Julie Andrews in die Rolle von Jerusha Bromley, der Ehefrau eines Missionars aus Neuengland (Max von Sydow), der im frühen 19. Jahrhundert nach Hawaii reist, um die einheimische Bevölkerung zum Christentum zu bekehren. Richard Harris spielte den hitzköpfigen Schiffskapitän Rafer Hoxworth. Wie er seinem Biografen Michael Feeney Callan anvertraute, machte ihm dabei vor allem die Zusammenarbeit mit Andrews schwer zu schaffen: „Sie war herablassend und gemein“, wird er zitiert (via AlloCiné).

Er fuhr fort und machte deutlich, wie tief sein Groll tatsächlich saß: „Ich habe selten, um nicht zu sagen nie, einen solchen Hass für jemanden empfunden. Ich bin sicher, sie hat gesehen, wie sehr ich mich amüsierte, und ich dachte, das habe sie geärgert. Sie flüsterte dem Regisseur Dinge zu, und ich rief: ‚Hast du etwas gesagt, Julie?‘“

So reagierte Julie Andrews auf die Aussagen von Richard Harris

Andrews wartete mehrere Jahrzehnte, bevor sie auf die Aussagen ihres ehemaligen Leinwandpartners reagierte. 2015 wurde sie in einem Interview mit dem Sydney Morning Herald auf Harris' Kommentare angesprochen, insbesondere auf dessen Vorwurf, ihr „stählerner Ehrgeiz“ sei „unschön anzusehen“ gewesen. Der Journalist bemerkte treffend, eine solche Kritik klinge nach etwas, das ein Mann über eine erfolgreiche Frau sagen würde – jedoch nicht über einen Mann. Andrews' Replik: „Ich nehme an, Sie haben recht. Tatsächlich, Sie haben recht.“

Ob Harris eifersüchtig auf den Erfolg seines Co-Stars war? „Ich denke, damals hat er wahrscheinlich viel Bier getrunken“, so Andrews augenzwinkernde Einschätzung. „Das könnte der Grund gewesen sein.“

Harris und Andrews sind natürlich bei Weitem nicht die einzigen Stars, die sich am Filmset auf den Tod nicht ausstehen konnten. Julia Roberts bezeichnete einen einstigen Leinwandpartner sogar als „widerlich“. Die ganze Geschichte lest ihr hier:

"Absolut widerlich": Mit diesem Superstar stand Julia Roberts von der ersten Minute an auf Kriegsfuß

Ein ähnlicher Artikel ist zuvor bereits auf unserer französischen Schwesternseite AlloCiné erschienen.

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