Heute Abend im TV: In diesem Action-Thriller muss Rachekino-Superstar Charles Bronson seine Familie retten
Sidney Schering
Sidney Schering
-Freier Autor und Kritiker
Ob athletische Kampfkunst, die ehrfürchtig-ruhig gefilmt ist, oder explosiv-lärmender Hollywood-Bombast: Im Action-Kino ist er flexibel – eine konsequente Umsetzung ist für ihn aber stets ein Bonus.

Achtung, Verwechslungsgefahr: Heute Abend zeigt der BR nicht den Charles-Bronson-Klassiker „Kalter Hauch“, sondern den ebenfalls mit dem Rachekino-Superstar besetzten, weitaus weniger bekannten Action-Thriller „Kalter Schweiß“ eines Bond-Machers.

Erst machte er sich mit Western wie „Die glorreichen Sieben“ und „Spiel mir das Lied vom Tod“ sowie mit Kriegsfilmen wie „Gesprengte Ketten“ einen Namen, doch in den 1970ern erfand er sich durch Filme wie den Selbstjustiz-Reißer „Ein Mann sieht rot“ neu. Als kerniger, alter Haudegen rettete und/oder rächte Charles Bronson daraufhin in zahlreichen betont dreckigen Titeln seine von erbarmungslosen Gaunern drangsalierte Filmfamilie.

In diesem Karriereabschnitt tat sich Bronson auch mit dem mehrfachen „James Bond“-Regisseur Terence Young zusammen. Der dabei entstandene Action-Thriller „Kalter Schweiß“ gehört zwar zu den weniger namhaften Einträgen in Bronsons Rache-Ära, doch er hat immerhin eine aufwändige, aufregende Verfolgungsjagd zu bieten, die Genrefans packt.

Heute, am 13. März 2026, zeigt der BR „Kalter Schweiß“ ab 22.50 Uhr – natürlich ohne Werbeunterbrechung. Außerdem ist der Film vom „Liebesgrüße aus Moskau“-Macher als Leih- und Kauf-VoD verfügbar, unter anderem bei Amazon Prime Video.

Übrigens: Falls ihr MOVIECULT als Prime Video Channel* abonniert habt, könnt ihr „Kalter Schweiß“ sogar ohne weitere Zusatzkosten abrufen.

Darum geht es in "Kalter Schweiß"

Bootsbesitzer Joe Martin (Charles Bronson) führt mit seiner Frau Fabienne (Liv Ullmann) und seiner zwölfjährigen Stieftochter Michèle (Yannick De Lulle) ein unbeschwertes Leben an der Côte d’Azur. Jedoch hält er seinen Liebsten gegenüber seine kriminelle Vergangenheit geheim, die eines Tages brutal anklopft: Seine ehemaligen Diebeskollegen zwingen ihn, seine Yacht für ein Drogengeschäft zur Verfügung zu stellen.

Damit Joe, der sich einst aufgrund seines Gewissens aus der Welt des Zwielichts zurückgezogen hat, auf jeden Fall spurt, entführen seine alten Kumpane Fabienne und drohen, sie im Falle mangelnder Kooperation zu ermorden. Doch Joe dreht einfach den Spieß um und entführt Moira (Jill Ireland), die Freundin seines früheren Weggefährten Ross (James Mason). Es kommt zu Komplikationen, weshalb Rache und Reue in ein undurchsichtiges Kuddelmuddel münden. Einen fatalen Fehler später zählt jede Sekunde, um Leben zu retten...

Stoff, bekannt aus einer Hitchcock-Serie

Diese „Ex-Verbrecher wird von seiner Vergangenheit eingeholt“-Geschichte basiert auf dem Roman „Ride The Nightmare“ von Richard Matheson und war acht Jahre vor dem „Kalter Schweiß“-Kinostart bereits Vorlage für eine Folge der Thriller-Anthologieserie „Alfred Hitchcock präsentiert“. Die Drehbuchautoren Shimon Wincelberg und Albert Simonin setzten in ihrer Adaption auf wenige Actioneinlagen, und stattdessen bevorzugt auf knochentrockene Wortwechsel zwischen den zu Feinden gewandelten Ex-Komplizen.

Doch auch Bronson und „Szenen einer Ehe“-Mimin Liv Ullmann bekommen Raum, ihre überraschend harmonische Chemie miteinander unter Beweis zu stellen. Das genügt zwar längst nicht, um „Kalter Schweiß“ vom Verdacht der Fließbandware zu befreien, allerdings toben sich Young und Stuntexperte Rémy Julienne („Lizenz zum Töten“) in den Action-Einlagen aus: Sobald Autos durchs Bild flitzen, erweckt „Kalter Schweiß“ zum Leben – vor allem in der spektakulären Highlight-Verfolgungsjagd entlang der beeindruckende Ausblicke bietenden, südfranzösischen Serpentinen.

Und wenn ihr noch mehr Nervenkitzel, dröhnende Motoren und Blechschaden sucht, aber auch Lust auf eine rau-realistische Kriminalhandlung habt: Folgt doch unserem anschließenden Streaming-Tipp!

Streaming-Tipp: "Brennpunkt Brooklyn"

*Bei den Links zum Angebot von Amazon handelt es sich um sogenannte Affiliate-Links. Bei einem Kauf über diese Links oder beim Abschluss eines Abos erhalten wir eine Provision. Auf den Preis hat das keinerlei Auswirkung.

facebook Tweet
Ähnliche Nachrichten
Das könnte dich auch interessieren