Autorin Colleen Hoover wurde innerhalb kürzester Zeit vom Geheimtipp zu einer der erfolgreichsten Schriftstellerinnen der Gegenwart. Nachdem sie ihren ersten Roman, die New-Adult-Romanze „Weil ich Layken liebe“, im Jahr 2012 noch im Eigenverlag veröffentlichte, entwickelte sie sich insbesondere durch die Dynamik der sogenannten BookTok-Community auf TikTok zu einem globalen Phänomen.
Mit mittlerweile über 20 Millionen verkauften Büchern belegt sie regelmäßig mehrere Plätze gleichzeitig auf den internationalen Bestsellerlisten – da ist es nur folgerichtig, dass ihre Werke mittlerweile in einer ähnlichen Frequenz verfilmt werden wie einst die Gefühlsromane von Nicholas Sparks („Wie ein einziger Tag“).
Die erste (und von allerlei Kontroversen begleitete) Hoover-Adaption „Nur noch ein einziges Mal – It Ends With Us“ spülte 2024 rund 351 Millionen US-Dollar in die weltweiten Kinokassen – und wurde damit zu einem der Überraschungshits des Jahres. Erst vor etwa einem halben Jahr gab es Nachschub in Form von „All das Ungesagte zwischen uns – Regretting You“, und seit Donnerstag läuft nun schon die dritte Kino-Umsetzung eines Colleen-Hoover-Stoffes in den deutschen Kinos: „Für immer ein Teil von dir – Reminders Of Him“, in den Hauptrollen besetzt mit Maika Monroe („It Follows“) und Tyriq Withers („Ich weiß, was du letzten Sommer getan hast“).
Im Zentrum des Kleinstadt-Melodrams steht Kenna Rowan (Monroe), die nach einer fünfjährigen Gefängnisstrafe in ihre Heimat zurückkehrt, um die Beziehung zu ihrer kleinen Tochter wieder aufzubauen. Vor Ort stößt sie auf den Widerstand der Einheimischen, die ihr die Schuld am Unfalltod ihres Ex-Freundes Scotty (Rudy Pankow) geben. Nur Barbesitzer Ledger Ward (Withers) wird nach und nach zu ihrem Verbündeten...
In meiner 2,5-Sterne-Kritik hier bei FILMSTARTS bezeichne ich „Für immer ein Teil von dir“ als „die bisher schwächste Colleen-Hoover-Verfilmung“, was vor allem daran liegt, dass Regisseurin Vanessa Caswill auf einer Länge von immerhin fast zwei Stunden erstaunlich wenig zu ihrem zentralen Dilemma einfällt. Trotzdem vereint der Film alle Zutaten, die Fans an den Büchern der Autorin schätzen – und so ist davon auszugehen, dass sie auch diesmal für volle Kinosäle sorgen werden.
Die nächste Colleen-Hoover-Verfilmung kommt schon bald
Wer sich im Anschluss auf weitere Colleen-Hoover-Kost im Kino freut, muss nicht allzu lange warten: Bereits am 1. Oktober 2026 kommt mit „Verity“ die nächste Verfilmung auf die Leinwand. Statt großer Gefühle erwartet die Zuschauer*innen diesmal allerdings ein Psychothriller: Die Geschichte folgt der jungen Autorin Lowen Ashleigh (Dakota Johnson), die das Angebot annimmt, die erfolgreiche Buchreihe der nach einem Unfall schwer verletzten Verity Crawford (Anne Hathaway) zu Ende zu schreiben. Bei der Recherche im Haus der Crawfords stößt sie bald auf ein verstörendes, unveröffentlichtes Manuskript, das düstere Familiengeheimnisse offenbart...
„Verity“ scheint also eher in die Kerbe eines anderen Kassenschlagers der jüngeren Zeit zu schlagen, der auf einem BookTok-Hype basiert: „The Housemaid – Wenn sie wüsste“ mit Sydney Sweeney. Auf dem Regiestuhl nimmt Michael Showalter Platz, der mit Anne Hathaway bereits den Amazon-Prime-Video-Erfolg „Als du mich sahst“ verantwortete. In der Rolle von Veritys Ehemann Jeremy Crawford ist zudem auch „Trap“-Star Josh Hartnett mit von der Partie. Ein erster Trailer war übrigens bereits vor fast einem Jahr zu sehen – was er über den Film verrät, erfahrt ihr im nachfolgenden Artikel:
Anne Hathaway, Dakota Johnson und Josh Hartnett im düsteren "Nur noch ein einziges Mal"-Nachfolger: Erster Trailer zu "Verity" gezeigt