„The Mandalorian And Grogu“, der bald in den Kinos startende erste „Star Wars“-Film seit über sechs Jahren, schickt bekanntlich die aus der Serie „The Mandalorian“ bekannten Din Djarin (Pedro Pascal) und Grogu auf eine neue Mission. Das britische Filmmagazin Empire bekam jetzt umfangreiche neue Einblicke zum Film und konnte mit den Verantwortlichen um Regisseur Jon Favreau, den neuen „Star Wars“-Boss Dave Filoni aber auch weiteren Mitwirkenden reden.
Wir haben für euch einige spannende Informationen aus der seit dem heutigen 12. März 2026 verfügbaren Ausgabe zusammengetragen, die uns einen guten Überblick über die Story und die Ideen hinter dem Film geben.
Mando arbeitet jetzt für die Guten
Schon das Ende der dritten Staffel von „The Mandalorian“ enthüllte, dass der Kopfgeldjäger und sein Schützling ab sofort nicht mehr für alle Aufträge erfüllen, die sie bezahlen können, sondern für die fragile Neue Republik. „The Mandalorian And Grgou“ beginnt mit einem solchen Auftrag, den das Duo von einer neuen Figur erhält: Colonel Ward, gespielt von Sigourney Weaver.
Die Offizierin der Neuen Republik setzt dabei bewusst den Mandalorianer, weil sie weiß, dass die Mission extrem riskant ist. „Das ist ein sehr harter Auftrag, dieser erste. Sehr heikel. Genau deshalb wollte ich ihn“, erklärt „Alien“-Star Weaver die Motivation. Zwischen den Zeilen ist dabei zu entnehmen, dass es darum geht, jetzt auch die letzten Überreste des Imperiums zu zerschlagen.
"Ihr werdet seinen Namen mögen!"
Zwar wurde Moff Gideon besiegt, doch schon in der Serie haben wir erfahren, dass er nur Teil einer verstreuten, viel größeren Machtgruppe des alten Regimes ist. Diese agieren weiterhin im Outer Rim. Dort haben sich ehemalige Imperiale in einem Schattenkonzil zusammengefunden. Laut Favreau wird dieses eine wichtige Rolle im Film spielen.
Ein großer Bösewicht könnte dabei ein bereits in der Serie kurz gezeigter Ex-Imperialer sein, der von Jonny Coyne verkörpert wird. Viel ist über die Figur noch nicht bekannt – wir kennen nicht mal seinen Namen: Doch Favreau macht Fans schon mal neugierig: „Ihr werdet seinen Namen mögen, wenn ihr ihn hört.“
Interessant ist dabei, dass Teil des Empire-Artikels ein Bild ist, welches Coynes Ex-Imperialen als Zuschauer im Publikum einer Arena zeigt – wahrscheinlich bei den Gladiatoren-Kämpfen, die auch in den Vorschauen schon gezeigt wurden. Interessanterweise hat er dabei den in einer Art Vogelkäfig eingesperrten Grogu an seiner Seite. Er scheint das machtbegabte Kleinkind also in seine Gewalt zu bringen.
Grogu wird erwachsener – und wichtiger
Dazu passen mehrere Aussagen, dass Grogu im Film eine größere Rolle als in der Serie einnehmen wird: „Er hat viel mehr Screentime. Er ist deutlich präsenter“, verrät so Komponist Ludwig Göransson. Laut dem in wenigen Tagen für seine Arbeit an „Blood & Sinners“ wahrscheinlich bereits mit dem dritten Oscar in seiner Karriere ausgezeichneten Musiker sei die Figur jetzt mehr als nur ein kleines Kind: „Er ist gewachsen, unabhängiger geworden.“
Es gebe daher jetzt auch mehrere Momente im Film, „in denen man wirklich Zeit mit ihm verbringt und ihn besser kennenlernt“.
Rotta kehrt zurück: So kam es zur Fan-Überraschung
Die größte Überraschung ist aber natürlich die Rückkehr eines anderen „Star Wars“-Babys – wobei dieses ganz und gar kein Kleinkind mehr ist: Rotta, der Sohn von Jabba The Hutt, feiert seinen allerersten Realfilm-Auftritt. Bislang haben wir ihn nur als kleines Baby mit unvorteilhaftem Spitznamen („Stinker“) im Animationsfilm „Star Wars: The Clone Wars“ gesehen. Jetzt ist er plötzlich eine zentrale Figur in einem großen Kino-Realfilm – und wird dabei von „The Bear“-Star Jeremy Allen White gesprochen.
Die treibe Kraft dahinter ist übrigens nicht der neue „Star Wars“-Chef Dave Filoni, obwohl der einst als Regisseur von „The Clone Wars“ an der Erfindung und Einführung der Figur beteiligt war. Er selbst wurde von dem Hutten-Comeback überrascht: „Ich hätte mir nie vorstellen können, dass ich 20 Jahre später an einem Live-Action-Film arbeite, in dem Rotta vorkommt“, erklärt er so Empire. Dort wird auch enthüllt, dass die Idee Regisseur Jon Favreau kam - und seiner eigenen Begeisterung für die Hutten entstammt: Er wollte sehen, was aus dem Sohn des berüchtigten Gangsterbosses geworden ist.
Wie wir schon länger wissen und ein via Empire veröffentlichtes Bild jetzt auch noch mal verdeutlicht, hat sich Rotta massiv verändert. Er ist kein dicker Hutte, der kaum vom Thron hochkommt, sondern ein muskelbepackter Gladiatorenkämpfer. Der Film soll Rotta folglich nicht als Gagfigur zeigen, sondern als Charakter mit eigener Geschichte. Favreau vergleicht ihn dabei mit einer Figur aus einer anderen berühmten Filmreihe. Er zieht Parallelen zu Adonis Creed, Michael B. Jordans Figur aus der auf der „Rocky“-Reihe aufbauenden „Creed“-Trilogie:
„Wenn du versuchst, dir selbst einen Namen zu machen und dein Name schon berühmt ist – wenn du der Sohn von Jabba, dem Hutten, bist – was bedeutet das für dich?“, fragt der Regisseur so. Sein Boss, Co-Autor und Produzent Dave Filoni beschreibt das Konzept ähnlich: Rotta versuche, „sein eigener Mann zu werden und aus dem Schatten des Hutt-Namens herauszutreten“.
Größer, praktischer – und fürs Kino gemacht
Sehr offensichtlich versuchen die Verantwortlichen auch dem Vorurteil entgegenzutreten, dass „The Mandalorian And Grogu“ einfach nur die nächste Serienstaffel sei, die auf die Leinwand gebracht wurde. Favreau hat zwar zuerst eine komplette vierte Season geschrieben (und diese Skripte auch weiterhin, um „The Mandalorian“ später womöglich auch bei Disney+ fortzusetzen), doch der Kinofilm sei ein neuer Ansatz. Ein weiterer wichtiger Unterschied zur Serie ist zudem: Die Produktion ist deutlich aufwendiger.
Dabei entgegnet man auch einer Kritik vieler Fans. Während „The Mandalorian“ stark auf die berühmte Volume-Technologie mit LED-Wänden setzte, um virtuelle Sets schnell zu erzeugen, wurde beim Film wieder stärker auf praktische Kulissen und klassische Effekte gesetzt. Da man deutlich mehr Zeit für die Produktion hatte, konnte man Ansätze wählen, die speziell für das Kino gedacht sei.
Dazu gehörten nicht nur riesige Sets, sondern auch zahlreiche Puppen-Effekten und sogar Stop-Motion-Animation aus dem Studio des legendären Effektkünstlers Phil Tippett, der schon an George Lucas‛ Originaltrilogie beteiligt war. Diese ergänzen sich mit CGI-Figuren und Sequenzen, die gezielt für IMAX-Leinwände konzipiert wurden.
Disney und seine verbundenen Unternehmen
Hauptdarsteller Pedro Pascal, den wir auch – wie der Trailer bereits enthüllte – ohne Helm sehen werden und der mehrere Actionszenen dieses Mal selbst absolvierte, verrät Empire sogar augenzwinkernd, dass er heimlich mit seinem Handy ein Video eines besonders spektakulären Sets gedreht habe. Er hoffe, dass er eines Tages das Material vom „verrücktesten Set überhaupt“ vielleicht sogar veröffentlichen darf.
„The Mandalorian And Grogu“ wird am 20. Mai 2026 in die Kinos kommen und soll trotz der engen Verbindung zur Serie auch für Menschen funktionieren, die nicht alle „Star Wars“-Serien gesehen haben. Favreau betont, dass er „The Mandalorian & Grogu“ bewusst als frischer Einstiegspunkt angelegt habe. Die komplizierteren politischen Entwicklungen der sogenannten Ära der Neuen Republik würden eher in anderen Projekten – etwa der zweiten Staffel der Serie „Ahsoka“ – vertieft.
Ein anderes, legendäres Sci-Fi-Franchise scheint übrigens inzwischen einen Regisseur für den nächsten Teil gefunden zu haben. Wer „Alien: Romulus 2“ in Szene setzen wird, erfahrt ihr hier:
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