TV-Tipp: Ein fantastisch gespieltes 90er-Highlight – das sogar "Titanic" 2 wichtige Oscars wegschnappen konnte
Markus Trutt
Markus Trutt
-Redakteur
Als Kind der 90er wurde Markus vor allem in diesem Jahrzehnt filmsozialisiert – und bekommt daher bei „Jurassic Park“, „Pulp Fiction“, „Matrix“ und Co. noch immer Nostalgie-Gänsehaut.

„Besser geht’s nicht“ hat fast 30 Jahre auf dem Buckel, lohnt aber auch bei der erneuten TV-Ausstrahlung am heutigen Samstag auf ZDFneo das Einschalten. Das ist primär dem tollen Cast zu verdanken – der zu Recht auch bei den Oscars geehrt wurde.

Die Oscarverleihung 1998 wurde von „Titanic“ eindrucksvoll dominiert. Ganze elf Auszeichnungen konnte James Camerons Mischung aus tragischer Liebesgeschichte und epochalem Katastrophen-Drama mit nach Hause nehmen. Das ist vorher nur dem Monumental-Klassiker „Ben Hur“ (und später dann noch „Der Herr der Ringe - Die Rückkehr des Königs“) gelungen. In zwei Hauptkategorien leistete eine weitaus kleinere Tragikomödie allerdings erfolgreich Widerstand.

Jack Nicholson und Helen Hunt staubten für ihre Rollen in „Besser geht’s nicht“ völlig verdient die Oscars für den besten Hauptdarsteller und die beste Hauptdarstellerin ab – und stachen damit auch die „Titanic“-Stars Kate Winslet und Leonardo DiCaprio aus (wobei der später für „The Revenant - Der Rückkehrer“ ausgezeichnete DiCaprio nicht mal unter die Nominierten schaffte). Tatsächlich ist es seitdem keinem weiteren Film gelungen, die Trophäen in beiden Hauptdarsteller*in-Kategorien einzuheimsen.

Von Nicholsons und Hunts herrlichem Zusammenspiel kann man sich heute abermals im Fernsehen überzeugen: ZDFneo zeigt „Besser geht’s nicht“ am heutigen 21. März 2026 um 21.50 Uhr. Zum flexiblen Streamen gibt es den Film indes zurzeit bei den Prime-Video-Zusatz-Channels FILMLEGENDEN* und Queens Club*, die jeweils sieben Tage lang kostenlos getestet werden können:

Jack Nicholson als liebenswertes Ekelpaket

Welche Glanzleistung Jack Nicholson in „Besser geht’s nicht“ hinlegt, wird allein schon dadurch deutlich, dass seine Figur Melvin Udall ein absolutes Ekelpaket ist – man aber auf lange Sicht trotzdem nicht umhin kommt, ihn ins Herz zu schließen. Der unter Zwangsstörungen leidende Bestseller-Autor teilt zunächst hundsgemein gegen alles und jeden in seinem Umfeld aus, bevor Nicholson ihm trotz aller Widrigkeiten nach und nach die nötige Menschlichkeit entlockt – ohne dass die Wandlung auch nur im Geringsten unglaubwürdig wirkt oder die Figur verraten würde. Diesen Drahtseilakt könnte sonst wohl keiner so herrlich diabolisch und rührend zugleich absolvieren wie Jack Nicholson.

Zum Auftauen Udalls trägt ganz entscheidend auch die aufopferungsvolle Kellnerin Carol bei, die von Helen Hunt überaus menschlich und nahbar verkörpert und somit spielend zum Herz der Erzählung gemacht wird. Dass das Ganze so gut funktioniert, liegt aber nicht nur am famosen Zusammenspiel der beiden Stars, sondern auch am smarten Drehbuch von Regisseur und „Die Simpsons“-Co-Schöpfer James L. Brooks, in dem der Humor ebenso sitzt wie die bewegenden Momente. Dafür gab es in der FILMSTARTS-Kritik starke 4,5 von 5 Sternen.

Kaum vorstellbar, dass Jack Nicholson mal drauf und dran, bei „Besser geht‘s nicht“ das Handtuch zu werfen. Doch das war zwischenzeitlich tatsächlich der Fall. Mehr dazu erfahrt ihr im folgenden Artikel:

Jack Nicholson wollte eine seiner wichtigsten Rollen nicht spielen: "Wenn du mich ersetzen musst, mach dir keine Sorgen"

Dies ist eine Wiederveröffentlichung eines bereits auf FILMSTARTS erschienenen Artikels.

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