Für viele Horror-Enthusiasten wie den Verfasser dieses Artikels waren die späten 90er sowie die frühen 2000er eine ungemein spannende Zeit, um das Genre für sich zu entdecken. Während westliche Filmemacher mit Slashern, Splattern und Zombie-Filmen für Angst und Schrecken in den Kinos (und Videotheken!) dieser Welt sorgten, bahnte sich in Japan ein neues Phänomen an: Gruselfilme, die später als „J-Horror“ berühmt-berüchtigt werden sollten. Neben „Ju-On: The Grudge“ gilt vor allem ein Film als Vorreiter des Genres: „Ringu“.
Davor gab es zwar bereits den Roman von Koji Suzuki sowie den gleichnamigen Fernsehfilm von 1995, doch erst mit dem inzwischen auch als „Ring – Das Original“ bekannten Kinofilm aus dem Jahr 1998 wurde die Sage um eine verfluchte Videokassette zum ultimativen Hype-Schocker – der zunächst in Japan zum Sensations-Hit avancierte, schließlich aber auch im Rest der Welt hohe Wellen schlug.
Mittlerweile zählt das Franchise nicht nur weit über zehn Filme, sondern ist mit TV-Serien, Videospielen und Kurzfilmen zur multimedialen Marke geworden. Während Gore Verbinskis „Ring“-Remake mit Naomi Watts wohl der berühmteste Vertreter der Reihe sein dürfte, ist das Original allerdings bis heute unerreicht. Davon könnt ihr euch am heutigen 29. März 2026 ab 22 Uhr auf Tele 5 überzeugen, wenn der von der FSK ab 16 Jahren freigegebene Film komplett ungeschnitten über die Fernsehbildschirme flimmert. Alternativ gibt's den Grusler auch im Streaming, etwa im Abo des Channels Galactic Stream auf Amazon Prime Video, den ihr kostenlos testen könnt.
Eine Besonderheit: Die opulent bebilderte US-Neuverfilmung und das reduzierte japanische Vorbild unterscheiden sich nicht nur stark in ihrer Inszenierung, sondern gehen auch in Sachen World-Building eigene Wege – und beide machen dies derart famos, dass sowohl „Ring – Das Original“ als auch „The Ring“ im FILMSTARTS-Ranking der besten Horrorfilme aller Zeiten landeten!
Die besten Horrorfilme aller Zeiten"Ring – Das Original": Ein Stück Horrorfilm-Geschichte
Die Story, die mittlerweile jeder Horror-Fan kennen dürfte: Eine Journalistin (Nanako Matsushima) verfolgt eine heiße Spur – denn offenbar scheint jeder Mensch zu sterben, der sich kurz zuvor ein bestimmtes Videoband angesehen hat. Als die junge Frau die Kassette tatsächlich in die Finger kriegt, kann sie allerdings nicht anders. Sie muss sich selbst von den mysteriösen Aufnahmen zu überzeugen – als sie plötzlich einen Anruf erhält, der ihr prophezeit, in den nächsten sieben Tagen das Zeitliche zu segnen...
„Ringu“ verbindet nicht nur die klassischen japanischen Geistergeschichten (bekannt als Yūrei) mit der modernen Gegenwart, sondern funktioniert zugleich auch dank minimalistischer inszenatorischer Kniffe – etwa einem stimmungsvollen Spiel aus Licht und Schatten sowie einem Jump-Scare-förderlichen Sounddesign, das an die Qualitäten der schaurigen Klassiker aus der Stummfilm-Zeit erinnert. Darüber hinaus ist Sadako – die sich im „The Grudge“-Crossover „Sadako Vs. Kayako“ übrigens mit einer anderen Gruselgestalt anlegt – mit ihren langen schwarzen Haaren vorm Gesicht und ihrer unnatürlichen Motorik heute gewissermaßen als Prototyp des modernen Horrorgeists.
Ganz egal, ob ihr euch einfach mal wieder richtig gruseln wollt oder den modernen Klassiker als Horror-Fans endlich von eurer Watchlist streichen wollt: „Ringu“ ist ein absolutes Meisterstück des Spannungskinos, das sich lohnt. Und auch was die ultimative Schnittfassung von „ES“ angeht, deutet alles darauf hin, als dürfte sich das Warten bezahlt machen:
"Wir werden es machen": Horror-Regisseur gibt Update zu neuem "ES"-Film, auf den Stephen-King-Fans sehnlichst warten*Bei dem Link zum Angebot von Amazon handelt es sich um einen sogenannten Affiliate-Link. Bei einem Kauf über diesen Link erhalten wir eine Provision.