"Ich mag solche Filme nicht": Mit dieser megaerfolgreichen Horror-Reihe kann "Herr der Ringe"-Regisseur Peter Jackson rein gar nichts anfangen
Dobrila Kontic
Dobrila Kontic
-Freie Autorin
Zu Dobrilas Lieblingsfilmen gehört Düster-Melancholisches ("Donnie Darko") bis Dystopisches ("Children Of Men"), aber schwarzhumorigen Komödien und Satiren kann sie auch viel abgewinnen.

Er mag mit wuchtigen Fantasy-Filmen berühmt geworden sein, doch dem Horrorgenre blieb Peter Jackson stets verbunden – nur ein berüchtigtes Franchise ist so gar nicht seins…

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Seit seinen Adaptionen der Fantasyromane von J. R. R. Tolkien ist der neuseeländische Regisseur Peter Jackson weltbekannt. Doch nicht allen ist bekannt, dass Peter Jacksons ursprüngliche Leidenschaft dem Horror-Kino galt: Seine ersten Schritte als Filmemacher unternahm Jackson mit seinen splattrigen Horror-Komödien „Bad Taste“ (1987), „Meet the Feebles“ (1989) und „Braindead“ (1992).

Trotz seiner späteren Hinwendung zu wuchtigen Fantasy-Verfilmungen – auf „Der Herr der Ringe“ folgte bekanntlich die Trilogie zu „Der Hobbit“ – blieb Peter Jackson dem Horrogenre in Gedanken verbunden. Nur ein brutales Subgenre ist so gar nicht seins, wie er einst in einem Interview verriet.

Weiß noch nicht, was auf ihn zukommt: Cary Elwes in Metropolitan FilmExport
Weiß noch nicht, was auf ihn zukommt: Cary Elwes in "Saw"

Torture Porn? Nein, Danke

Im 2010 erfolgten Gespräch mit The Telegraph bezeichnete Jackson sein frühes Horrorwerk als „Splat-Stick“ – eine Mischung aus Horror und Slapstick, die ein klares Ziel hatte: „Für mich waren sie ein Witz. Wir hatten Spaß daran, verrückt und anarchisch zu sein und die Leute zu verärgern, die wir damals verärgern wollten.“

Doch ebendiesen anarchischen Spaß sah er in einer besonders populären Horrorfilmreihe nicht reflektiert: „Die ‚Saw‘-Filme, nun ja … ich will hier kein moralisches Urteil fällen, aber ich mag solche Filme nicht“, gestand er dem Blatt. Wer eine Auffrischung zur Prämisse der „Saw“-Filme braucht, findet hier den Trailer zum ersten Teil:

Tatsächlich war Peter Jackson mit seinem Urteil zu den „Saw“-Filmen damals wie heute nicht allein: Das Horror-Subgenre, das ab den 2000ern zunehmend Einzug in die Kinos hielt, schimpften viele als stumpfen „Torture Porn“, da die explizite Darstellung extremer und mannigfaltiger Foltermethoden hier im Vordergrund stand. Es fand aber seine Fans und so wurden „Saw“, „Hostel“ (2005) und „Human Centipede“ (2009) zu ganzen Filmreihen ausgebaut, bevor der Torture-Porn-Hype ab den 2010ern allmählich wieder abklang…

Wer nun darüber nachdenkt, Peter Jacksons frühe Horror-Schocker nachzuholen, hat Glück. Seit Kurzem steht eins dieser Werke nämlich nicht mehr auf dem Index – welches, erfahrt ihr hier:

Uncut-Sensation: Legendärer Horror-Splatter von "Herr der Ringe"-Macher Peter Jackson steht nicht mehr auf dem Index
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