Heute im TV: "One Battle After Another"-Oscargewinner Paul Thomas Anderson liebt diesen Adam-Sandler-Hit
Oliver Kube
Oliver Kube
-Freier Autor & Kritiker
Oliver Kubes Lieblingsfilme mit Adam Sandler sind "Punch-Drunk Love", "Der schwarze Diamant" und "Die Liebe in mir". Trotzdem hat er auch an vielen der eher albernen Slapstick-Komödien immer wieder seinen Spaß.

Okay, sie haben für einen sehr guten Film zusammengearbeitet. Trotzdem würde wohl kaum jemand erwarten, dass Paul Thomas Anderson ausgerechnet auf Slapstick à la Adam Sandler steht. Heute Abend könnt ihr seinen Lieblingsfilm des Komikers sehen:

In „Big Daddy“ (1999) spielt Adam Sandler einmal mehr einen sich noch immer wie ein Halbwüchsiger benehmenden Mann. Doch dieses Mal macht seine Figur mit Hilfe eines echten Kindes einen Reifeprozess durch. „Big Daddy“ ist der Favorit aus Adam Sandlers Karriere des gerade mit dem Oscar für die beste Regie und den besten Film für „One Battle After Another“ ausgezeichneten Paul Thomas Anderson. Ob der Regisseur Recht hat, gerade diesen Streifen so sehr zu mögen, könnt ihr zur Primetime selbst nachprüfen. Und das erfreulicherweise ganz ohne Werbung:

„Big Daddy“ läuft am heutigen 12. April 2026 um 20.15 Uhr auf ZDFneo. Alternativ gibt es den FSK-0-Titel terminunabhängig für ein paar Euro als Video-on-Demand bei Anbietern wie unter anderem Amazon Prime Video, Apple TV, MagentaTV und maxdome:

PTA liebt "Big Daddy"

Paul Thomas Anderson gilt nicht erst seit seinem Triumph mit „One Battle After Another“ als einer der wichtigsten Filmemacher der Gegenwart. Für Leinwandjuwelen wie „Boogie Nights“, „There Will Be Blood“, „The Master“ oder „Der seidene Faden“ hatte der Kalifornier schon zuvor völlig zu Recht jede Menge Lob und Preise einheimsen können.

Ganz großartig waren auch die ebenfalls lautstark gefeierten „Magnolia“ (1999) und „Punch-Drunk Love“ (2002). Bei diesen Titeln überraschte er seine Fans, vor allem aber die Kritik, indem er für ersteren Tom Cruise und für letzteren Adam Sandler für Hauptrollen verpflichtete – zwei Superstars, die zwar schon damals die Kinokassen mächtig klingeln ließen, gemeinhin allerdings als schauspielerische Leichtgewichte galten. In Andersons brillanten Werken konnten sowohl Cruise als auch Sandler jeweils mit mimischen Glanzleistungen aufwarten und zeigen, dass sie weit mehr draufhaben, als in Action-Blockbustern beziehungsweise Slapstick-Komödien immer wieder ähnliche Parts zu geben.

2017 wurde Anderson im Bill-Simmons-Podcast gefragt, wie er damals auf die Idee kam, erst Cruise und Sanders zu casten. Der Regisseur erklärte, dass er einfach ein Riesenfan sei und große Freude beim Anschauen ihrer Filme habe. Zu Cruise ließ er verlauten: „Cruise ist der König. Ich liebe seine ‚Mission: Impossible‘-Streifen.“ Sandler betreffend, sagte Anderson dann: „Ich mag besonders ‚Big Daddy‘ und ‚Happy Gilmore‘“ – nur um dann nachzuschieben: „Adam sieht mit den Jahren immer besser aus.“

Da habt ihr es: Der im Feuilleton aktuell in höchsten Tönen gefeierte Paul Thomas Anderson liebt also nicht nur aus ganzem Herzen zotige Adam-Sandler-Streifen, er empfindet den Komiker auch noch als ausgesprochen attraktiv. Schaltet doch mal in „Big Daddy“ rein und seht, ob ihr diese Ansichten teilt.

Big Daddy
Big Daddy
Starttermin 4. November 1999 | 1 Std. 33 Min.
Von Dennis Dugan
Mit Adam Sandler, Joey Lauren Adams, Jon Stewart
User-Wertung
3,3

Wer dafür zusätzliche Anreize braucht, kann einen Blick auf den Rest der Besetzung werfen: Neben Sandler sind im von Dennis Dugan („Happy Gilmore“) inszenierten „Big Daddy“ nämlich einige weitere populäre Darsteller*innen dabei. Unter anderem erwarten euch Joey Lauren Adams aus „Chasing Amy“, Jon Stewart („Leben und Lieben in L.A.“), Kristy Swanson („Ferris macht blau“), Leslie Mann („Immer Ärger mit 40“), Steve Buscemi („Reservoir Dogs“) und Sandler-Buddy Rob Schneider aus „Kindsköpfe“.

Darum geht es in "Big Daddy"

Sonny Koufax (Adam Sandler) ist mittlerweile über 30 Jahre alt und hat es dank eines Gerichtsurteils, das ihm früh ein sehr hohes Schmerzensgeld zusprach, geschafft, sich zeit seines Erwachsenendaseins nicht nur um Arbeit, sondern vor allem auch um jegliche Art von Verantwortung zu drücken. Als ihn seine Freundin Vanessa (Kristy Swanson) aber wegen eines älteren Mannes verlässt, schwört er an sich zu arbeiten.

So nimmt er den fünfjährigen Julian (Cole und Dylan Sprouse) unter seine Fittiche, der plötzlich vor seiner Tür steht und eigentlich der Sohn seines Mitbewohners Kevin (Jon Stewart) ist. Sonnys Entscheidung, den Jungen bei sich aufzunehmen, wirkt sich nachhaltig auf seinen bisher so entspannten Alltag aus. Schon bald entwickelt er sich durch die neue Aufgabe aber auch in seiner Persönlichkeit entscheidend weiter. Und plötzlich scheint es deshalb auch in der Liebe wieder zu klappen…

Paul Thomas Anderson hat bei den Arbeiten an „What Happens At Night“, dem neuen Film von Regie-Legende Martin Scorsese, entscheidend mitgeholfen. Wie sein Beitrag aussah und was euch bei dem Thriller mit unter anderem Leonardo DiCaprio, Jennifer Lawrence und Mads Mikkelsen erwartet, erfahrt ihr im folgenden Artikel von FILMSTARTS-Redakteur Julius Vietzen:

Zusammen haben sie 5 (!) Oscars: Leonardo DiCaprio und Martin Scorsese bekommen bei ihrem neuen Film Hilfe von einem weiteren Oscar-Preisträger

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