In 3 Tagen endlich im Kino: Trailer zum Meisterwerk, bei dem sich das Publikum nicht nur in Österreich die Augen aus dem Kopf geweint hat!
Christoph Petersen
Christoph Petersen
-Chefredakteur
Schaut 800+ Filme im Jahr – immer auf der Suche nach diesen wahrhaftigen Momenten, in denen man dem Rätsel des Menschseins ein Stück näherkommt.

In Österreich ist „Vier minus drei“ bereits ein veritabler Leinwandhit! Mit diesem Erfolg im Rücken kommt die Bestseller-Verfilmung von Adrian Goiginger („Der Fuchs“) jetzt endlich auch bei uns in die Kinos.

Für unsere Initiative „Deutsches Kino ist (doch) geil!“ wählen wir jeden Monat einen deutschen Film, der uns ganz besonders gut gefallen, inspiriert oder fasziniert hat, um den Kinostart – unabhängig von seiner Größe – redaktionell wie einen Blockbuster zu begleiten. In diesem Monat haben wir ein klein wenig geschummelt und uns für „Vier minus drei“ (Kinostart: 9. April) entschieden. Denn selbst wenn es sich dabei um eine vorwiegend österreichische Produktion handelt, geht die Geschichte von Barbara Pachl-Eberhart einfach so sehr zu Herzen, dass wir sie schlicht nicht übergehen konnten:

Vier minus drei
Vier minus drei
Von Adrian Goiginger
Mit Valerie Pachner, Robert Stadlober, Stefanie Reinsperger
Starttermin 16. April 2026
User-Wertung
3,2
Filmstarts
4,5
Vorführungen (121)

Wenn man davon hört, ist es ein Schicksal, bei dem man sich womöglich eher zweimal überlegt, ob man sich dem im Kino wirklich „aussetzen“ will: Schließlich hat die damals als Krankenhausclown tätige Pachl-Eberhart bei einem Unfall an einem Bahnübergang ihren Mann und ihre zwei Kinder verloren. Irgendwann hat die Wienerin ihre Erfahrungen aufgeschrieben – als eine Art Selbsttherapie und als Hilfestellung für andere, die Ähnliches durchgemacht haben. 2010 wurde aus „Vier minus drei“ ein Bestseller-Phänomen.

Trotzdem ist die Verfilmung von Adrian Goiginger („Die beste aller Welten“) kein reiner Downer – stattdessen hat er ein wahnsinnig ehrliches, grandios gespieltes, schmerzhaft-berührendes, dabei aber konsequent auf Kalendersprüche und Binsenweisheiten aller Art verzichtendes Stück Kino geschaffen. So lautet das Fazit unserer 4,5-Sterne-Kritik zu „Vier minus drei“: „Es wird sicherlich nicht wenige geben, die die zwei Stunden von ‚Vier minus drei‘ mehr oder weniger durchheulen – aber das ist es absolut wert.“

Darum geht's in "Vier minus drei"

„Vier minus drei“ verwebt zwei Stränge: Nachdem Barbara (Valerie Pachner) an der Schauspielschule scheitert, beginnt sie eine Ausbildung beim Straßenclown Heli (Robert Stadlober). Aus der Partnerschaft wird Liebe, die Familie bekommt zwei Kinder. Während Heli an künstlerischen Ambitionen festhält, sichert Barbara als Krankenhausclown das Einkommen.

Parallel erfährt Barbara von einem Unfall an einem Bahnübergang. Die Gewissheit folgt: Heli ist tot, die Kinder liegen im Koma und sterben wenig später. Trotz des Widerstands ihrer Schwiegermutter richtet Barbara die Beerdigung als Clownsparty aus, steht danach aber vor dem Nichts. Selbst ihre Arbeit als Krankenhausclown verliert sie, da man ihr nicht mehr zutraut, nach dem Verlust der gesamten Familie anderen Kindern Freude zu bringen …

Adrian Goiginger zu Gast bei uns im Podcast

Nach seinem vielbeachteten Sucht-Drama „Die beste aller Welten“ wurde die tierische Zweiter-Weltkrieg-Biografie „Der Fuchs“ beim Deutschen Filmpreis 2024 gleich für fünf Lolas nominiert. Am Ende sprangen die Lola in Silber für den Besten Film sowie die Auszeichnung für den Besten Hauptdarsteller dabei heraus. Jetzt hat uns der vielfach preisgekrönte Regisseur und Drehbuchautor in unserem Berliner Podcast-Studio besucht, um mit uns über die vielen spannenden Aspekte an „Vier minus drei“ zu sprechen.

Adrian Goiginger zu Besuch in der Redaktion, um mit FILMSTARTS-Chefredakteur Christoph Petersen über seinen neuen Film „Vier minus drei“ zu diskutieren. Webedia
Adrian Goiginger zu Besuch in der Redaktion, um mit FILMSTARTS-Chefredakteur Christoph Petersen über seinen neuen Film „Vier minus drei“ zu diskutieren.

Ich kann euch nur empfehlen, unbedingt in die neueste Folge von Leinwandliebe hineinzuhören. Adrian Goiginger hat nämlich nicht nur einen angenehmen Dialekt, sondern ist auch als Gast supersympathisch und erfreulich offen. So verrät er uns sogar, warum er zunächst noch eher skeptisch war, als das Projekt an ihn herangetragen wurde, und dass ihm vor der Berlinale-Premiere das Herz doch ganz schön in die Hose gerutscht ist:

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