Cillian Murphy, der gerade in „Peaky Blinders: The Immortal Man“ auf Netflix zu sehen ist und womöglich bald im dritten Teil der „28 Years Later“-Trilogie zu sehen sein wird, hat 2024 seinen ersten Oscar gewonnen: als Darsteller des titelgebenden Atomphysikers in Christopher Nolans Blockbuster-Biopic „Oppenheimer“.
Allerdings hat Murphy auch wirklich alles gegeben, um seinen „The Dark Knight“-Regisseur nicht zu enttäuschen: So durchlief er u. a. krasse körperliche Veränderungen, um J. Robert Oppenheimer, den „Vater der Atombombe“, so authentisch wir irgendwie möglich verkörpern zu können.
Ich musste ziemlich viel Gewicht verlieren
In einem Interview mit der The New York Times offenbarte Cillian Murphy seinen Prozess, mit dem er sich auf die Rolle in dem mit sieben Oscars prämierten Meisterwerk vorbereitet hat: „Ich liebe es, unter Einsatz meines Körpers zu schauspielern – und Oppenheimer hatte eine sehr ausgeprägte Körperlichkeit und Silhouette, die ich perfekt einfangen wollte. Ich musste deshalb ziemlich viel Gewicht verlieren, […] er war sehr mager, fast ausgezehrt, und lebte von Martinis und Zigaretten.“
Aber mit der körperlich zehrenden Vorbereitung war es nichts getan. Auch während der Dreharbeiten setzte sich Cillian Murphy selbst ungewöhnlicher psychischer Strapazen aus, indem er sich selbst bewusst vom Rest der Besetzung isolierte. Seine Film-Ehefrau Emily Blunt („Der Teufel trägt Prada 2“) kommentierte die Hingabe ihres Kollegen in einem Interview mit Extra wie folgt: „Cillian musste sich von den Späßen am Set distanzieren, weil er sich etwas Monumentales vorgenommen hatte und nur etwa eine Mandel pro Tag essen konnte, so mager war er.“
Ein enormes Pensum
Matt Damon wusste Ähnliches zu berichten und fügte noch hin, dass „aufgrund des enormen Arbeitspensums, das er hatte, und des Detailgrads, den Christopher Nolan verlangt, es immer etwas gab, worüber er nachdenken musste“. Das Ergebnis hätte allerdings auch kaum besser sein können: Cillian Murphy wurde als bester Hauptdarsteller bei den Oscars 2024 ausgezeichnet – und das überraschte mal so ziemlich niemanden!
Darüber hinaus ging „Oppenheimer“ auch noch in sechs weiteren Kategorien als Sieger hervor: nämlich als Bester Film, für die Beste Regie (Christopher Nolan), für den Besten Nebendarsteller (Robert Downey Jr.) sowie für die Beste Kamera, den Besten Schnitt und die Beste Filmmusik.
Darum geht's in "Oppenheimer"
Angesiedelt im Zweiten Weltkrieg, erforscht „Oppenheimer“ das Leben von J. Robert Oppenheimer (Cillian Murphy), einem theoretischen Physiker der University of California und Direktor des Los Alamos Laboratory während des Manhattan-Projekts. Dieses hatte die Aufgabe, die ersten Atombomben zu entwerfen und zu bauen. Die Handlung folgt dem Physiker und einer Gruppe aus anderen Wissenschaftlern während des Entwicklungsprozesses der Nuklearwaffe, die wenig später für die Tragödien in den Städten Hiroshima und Nagasaki im Jahr 1945 verantwortlich war.
Trotz des riesigen Erfolgs von „Oppenheimer“ hat es allerdings nicht dazu gereicht, von mehr als 500 Filmschaffenden zum besten Kriegsfilm der vergangenen 25 Jahre gewählt zu werden. Diese Ehre wurde stattdessen einem der aktuell anderen ganz großen Meisterregisseure neben Christopher Nolan zuteil:
Halb Hollywood hat abgestimmt: Das ist der beste Kriegsfilm der letzten 25 Jahre!FILMSTARTS bietet dir täglich die neuesten Nachrichten über Kino, Serien und Fernsehen. Abonniere FILMSTARTS hier bei Google Discover, um auch unsere Kritiken, Interviews, Streaming- und TV-Tipps sowie die besten und interessantesten Geschichten über deine Lieblingsfilme und -serien nicht zu verpassen.
Eine Variante dieses Artikels ist bereits bei unserer brasilianischen Schwesternseite AdoroCinema erschienen.