Wir weilen aktuell auf dem Filmfestival in Cannes, wo nicht nur neue Filme ihre Weltpremiere feiern (Actionfans empfehlen wir direkt mal unsere Kritik zu „Hope“), sondern auch kommende Projekte angekündigt werden. Darunter ist ein Remake von „The Man From Nowhere“. Seit Jahren soll ein solches aus Hollywood kommen, doch dort beißt man sich die Zähne daran aus. Jetzt machen es stattdessen zwei Action-Spezialisten, die gerade am wohl aufregendsten Genrefilm des Kinojahres 2026 gearbeitet haben.
Weil „The Man From Nowhere“ eine direkte Hauptinspiration für die Erschaffung von „John Wick“ war, sollten ursprünglich einmal die Verantwortlichen hinter dem Franchise mit Keanu Reeves ein Hollywood-Remake verantworten. Chad Stahelski sollte produzieren, Derek Kolstad schrieb das Drehbuch. Doch das Projekt versandete bislang in der Entwicklungshölle. Zu schwer fiel es den Verantwortlichen wohl, sich nicht selbst zu wiederholen, nachdem sie ja schon so ausgiebig vom Original beeinflusst wurden.
"The Man From Nowhere"-Remake – jetzt aus Indonesien statt aus Hollywood
Wenn es die amerikanische Traumfabrik nicht auf die Kette bekommt, schreiten halt einige Action-Virtuosen aus Asien ein. Wie uns jetzt persönlich auf den Filmfestspielen von Cannes bestätigt wurde, haben sich mehrere asiatische Produktionsfirmen zusammengeschlossen, um ein Remake in indonesischer Sprache zu drehen.
Es ist eine Ankündigung, die unter Actionfans direkt für massive Begeisterung sorgt. Schließlich gilt Indonesien seit Filmen wie „The Raid“ oder „The Night Comes for Us“ als eine der weltweiten Speerspitzen für kompromisslose, harte Action. Vor allem aber sind es die beteiligten Personen, die für Vorfreude sorgen.
"The Furious"-Duo" macht erneut zusammen Action
Die Hauptrolle übernimmt Joe Taslim, den ihr aus „The Raid“, der Serie „Warrior“ oder den aktuellen „Mortal Kombat“-Adaptionen kennen dürftet. Vor allem ist er auch einer der Hauptdarsteller von „The Furious“, der Action-Sensation 2026.
Diese wurde von Kenji Tanigaki, einem der profiliertesten Stunt-Choreografen Asiens, inszeniert. Und er soll auch das „The Man From Nowhere“-Remake verantworten. Das Duo lässt hoffen, dass die rohe, ungefilterte Intensität des Originals nicht nur eingefangen, sondern womöglich sogar übertroffen wird.
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Falls ihr derweil wissen wollt, warum wir so begeistert von „The Furious“ sind und ihr euch unbedingt den Kinostart am 18. Juni 2026 im Kalender vormerken müsst, lest die FILMSTARTS-Kritik.
Wir stellen euch das Original "The Man From Nowhere" vor
Der seinerseits deutlich von „Léon - Der Profi“ inspirierte „The Man From Nowhere“ aus dem Jahr 2010 ist einer der prägendsten südkoreanischen Action-Thriller überhaupt und avancierte in seiner Heimat zum größten Kino-Hit seines Veröffentlichungsjahres.
Im Mittelpunkt steht ein schüchterner Pfandleiher, der keine sozialen Kontakte pflegt. Nur zu der vernachlässigten kleinen Tochter einer drogenabhängigen Nachtclubtänzerin aus der Nachbarschaft besteht eine Freundschaft. Als deren Mutter die mächtige Organhandel-Mafia bestiehlt, werden sie und ihr Kind entführt. Um das Mädchen zu retten, bricht der Pfandleiher mit seiner Isolation und startet einen unerbittlichen, blutigen Rachefeldzug durch die südkoreanische Unterwelt. Dabei kann er auf außergewöhnliche Fähigkeiten aus seiner Vergangenheit als Elitesoldat und verdeckter Ermittler des Militärgeheimdienstes zurückgreifen.
Ihr könnt „The Man From Nowhere“ übrigens aktuell via Rakuten gratis streamen. Aber natürlich gibt es den Action-Kracher auch auf DVD und Blu-ray:
Das düster erzählte, aber mit einem kontrastierenden, neonfarbenen Look bebilderte Original legt die Messlatte für das Remake vor allem mit seinen intensiven Nahkampfszenen sehr, sehr hoch. Mit diesen setzte „Man From Nowhere“ neue Maßstäbe. Vor allem der Showdown ist mit einer der besten Messer-Choreografien der Filmgeschichte ein Highlight.
Dazu begeistert der koreanische Hit nicht nur mit der Action, sondern auch mit dem emotionalen Unterbau für die Handlung und dem überzeugenden Hauptdarsteller Won Bin („Mother“). Für den südkoreanischen Superstar war es übrigens die bis heute letzte Filmrolle. Er zog sich danach ins Privatleben zurück und ist mittlerweile Farmer. In Korea gibt es quasi jedes Jahr Petitionen und Aufrufe, um ihn zu einem Comeback zu bewegen. Joe Taslim hat also große Fußstapfen zu füllen – und wir sind gespannt, ob das Remake auch die ikonische, in Korea als fester Teil der Popkultur mehrfach parodierte und zitierte Haarschnitt-Szene des Originals bietet.
Wann das indonesische „The Man From Nowhere“-Remake erscheinen wird, ist nicht bekannt. Es soll aber zeitnah in Angriff genommen werden, sodass es bereits 2027 oder 2028 eine Veröffentlichung geben könnte. Damit dürfte es definitiv vor der erst mal auf Eis liegenden Hollywood-Adaption erscheinen, wird aber trotzdem nur die dritte Version des Stoffes. Bereits 2016 gab es mit „Rocky Handsome“ ein indisches Remake, das allerdings an den lokalen Kinokassen weit hinter den Erwartungen zurückblieb.
Zum Abschluss dieses Artikels haben wir noch den Trailer zu „The Furious“ für euch:
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