Ridley Scott hat Action-Thriller gedreht („Black Rain“), ein ikonisches 90er-Jahre-Roadmovie („Thelma & Louise“), Komödien („Tricks“) und Crime-Epen („American Gangster“). Am meisten verbindet man den „Gladiator“-Schöpfer aber sicherlich mit zwei Arten von Filmen: monumentalem Historien-Kino – und natürlich Science-Fiction.
Mit dem ersten Eintrag in die „Alien“-Saga (1979) sowie dem futuristischen Noir-Thriller „Blade Runner“ (1982) schuf der 88-Jährige zwei der besten und einflussreichsten Sci-Fi-Filme aller Zeien – und auch später kehrte Scott immer wieder zu dem Genre zurück, etwa mit dem „Alien“-Prequel „Prometheus – Dunkle Zeichen“ oder dem Kino-Hit „Der Marsianer – Rettet Mark Watney“. Am 26. August startet mit der Romanverfilmung „Das Ende der Sterne wie Big Hig sie kannte“ (die im Original den etwas eingängigeren Titel „The Dog Stars“ trägt) ein weiterer Sci-Fi-Film von Ridley Scott in den deutschen Kinos.
Kein Wunder, dass sich unter Ridley Scotts Lieblingsfilmen ebenfalls mehrere Science-Fiction-Werke befinden. So schätzt er nach eigenen Angaben den ersten „Star Wars“-Blockbuster und Stanley Kubricks enigmatischen Meilenstein „2001: Odyssee im Weltraum“ über alle Maßen.
Doch auch ein paar weniger kanonisierte Titel befinden sich unter den Favoriten des Briten. In einem Interview mit Entertainment Weekly räumte er zunächst ein, in seinen jüngeren Jahren gar kein besonders großer Sci-Fi-Fan gewesen zu sein (via Far Out Magazine). „Es gab ein oder zwei, die ich okay fand und die ich als interessant bezeichnen würde“, so Scott. Nur Kubricks „2001: Odyssee im Weltraum“ brannte sich tief in sein Gedächtnis ein – und ein Endzeitdrama aus dem Jahr 1959, das mittlerweile etwas in Vergessenheit geraten ist: „Das letzte Ufer“, basierend auf dem gleichnamigen Roman von Nevil Shute.
„Nevil Shute hat ein großartiges Buch geschrieben, aus dem ein sehr, sehr guter Film gemacht wurde“, erzählt Scott. „Selbst heute funktioniert er noch, mit Gregory Peck und Ava Gardner. Im Kern geht es wirklich darum, wo wir in einem Jahr stehen könnten, wenn wir nicht aufpassen – im Grunde um die Zeit nach einem Atomkrieg, in der Australien der einzige Ort ist, der von der Wolke verschont geblieben ist. Alles spielt in Australien. […] Wenn ihr ihn nicht gesehen habt, schaut ihn euch an. Er ist großartig!“
Der mehrfach oscarnominierte Regisseur Stanley Kramer („Flucht in Ketten“) trommelte für „Das letzte Ufer“ eine beachtliche Starbesetzung zusammen: Neben den von Scott genannten Gregory Peck (Oscar-Preisträger für „Wer die Nachtigall stört“) und Ava Gardner („Die barfüßige Gräfin“) sind auch Tanzfilm-Ikone Fred Astaire („Vorhang auf!“) sowie Anthony Perkins („Psycho“) mit von der Partie.
In „Das letzte Ufer“ ist die Menschheit in Folge eines verheerenden nuklearen Krieges praktisch ausgelöscht. Während sich eine tödliche radioaktive Wolke unaufhaltsam auf dem gesamten Planeten ausbreitet, haben sich die letzten Überlebenden nach Australien zurückgezogen, dem letzten sicheren Ort auf der Erde.
Trotz der beteiligten großen Namen blieb „Das letzte Ufer“ an den Kinokassen weit unter den Erwartungen und brachte seinem Studio einen Verlust von 700.000 US-Dollar ein. Bei der Kritik fand er dagegen weitgehend Anklang: Die Los Angeles Times etwa schrieb, dass sich über die Buch-Adaption sicherlich vortrefflich streiten ließe, es sich aber zweifellos um einen „wichtigen Film“ handele. Die verhandelten Ängste sind jedenfalls leider auch fast 70 Jahre nach dem Erscheinen des Films noch immer aktuell – es lohnt sich also ganz bestimmt, Ridley Scotts Rat zu folgen und sich „Das letzte Ufer“ einmal anzusehen!
Einen weiteren Geheimtipp vom „House Of Gucci“-Macher bekommt ihr im nachfolgenden Artikel:
"Die Leute wissen nicht, wie brillant er ist": Dieses oscarprämierte Abenteuer ist einer der Lieblingsfilme von "Gladiator"-Macher Ridley ScottUnsere Seite bietet dir täglich die neuesten Nachrichten über Kino, Serien und Fernsehen. Füge FILMSTARTS bei Google als bevorzugte Quelle hinzu, um unsere Artikel dort häufiger angezeigt zu bekommen, wenn du nach einem bestimmten Thema suchst – so bleibst du immer auf dem Laufenden.
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