"Ich glaube an das große Kinoerlebnis": Deswegen möchte "Disclosure Day"-Macher Steven Spielberg keine Filme für Netflix drehen
Pascal Reis
Pascal Reis
-Redakteur
Pascal liebt das Kino von „Vertigo“ bis „Daniel, der Zauberer“. Allergisch reagiert er allerdings auf Jump Scares, Popcornraschler und den Irrglauben, „Joker“ wäre gelungen.

Besteht die Möglichkeit, dass Steven Spielberg in Zukunft einen Film für Netflix drehen wird? Der „Disclosure Day“-Regisseur hat darauf nun im Interview eine Antwort gegeben.

Netflix / Universal

E.T. – Der Außerirdische“, „Jurassic Park“, „Jäger des verlorenen Schatzes“ oder „Der weiße Hai“: Steven Spielberg ist seit den 1970er-Jahren dafür verantwortlich, unvergessliche Momente auf die Leinwand zu bringen. Aktuell läuft sein neuer Sci-Fi-Thriller „Disclosure Day – Der Tage der Wahrheit“ in den Kinos, der ebenfalls wieder für große Augen sorgt (mehr dazu in der ausführlichen FILMSTARTS-Kritik).

Aber wäre es überhaupt möglich, dass der Mann, der Kino-Magie wie kaum ein Zweiter geprägt hat, irgendwann doch einmal einen Film für den Streamingdienst Netflix inszeniert? In einem Interview wurde Steven Spielberg genau darauf angesprochen – und lieferte eine ziemlich eindeutige Antwort.

Ein Netflix-Film von Spielberg? Eher unwahrscheinlich

Im Gespräch mit ITV erklärte der „Schindlers Liste“-Regisseur: „Die Vorstellung, kleine Kassetten oder DVDs an einzelne Personen zu verschicken, damit sie sich einen Film ansehen – wenn es darum ginge, würde ich liebend gerne für Netflix arbeiten und einen Film für Netflix machen, wohl wissend, dass er von Millionen Menschen auf ihren heimischen Bildschirmen gesehen wird. Aber ich bin Filmemacher, und ich glaube an das große Kinoerlebnis – an Filme im 70-Millimeter-Format auf der Kinoleinwand.“

Damit ist die Position des Regisseurs recht klar: Solange es das Kino gibt, setzt Steven Spielberg auf die Kraft der großen Leinwand. Wichtig ist dabei auch der Kontext seiner Aussage – es handelt sich ausdrücklich um seine persönliche Haltung als Filmemacher. Zwar möchte Spielberg keine Filme für Netflix inszenieren, dennoch hat er bereits in anderer Funktion mit dem Streamingdienst zusammengearbeitet, etwa als Produzent der Serie „Die Dinosaurier“. Er lehnt Netflix oder Streaming im Allgemeinen nicht ab.

Dass Netflix regelmäßig mit renommierten Regisseuren kooperiert, ist längst keine Neuigkeit mehr. Neben Martin Scorsese („The Irishman“), Guillermo del Toro („Frankenstein“), Alfonso Cuarón („Roma“) oder Spike Lee („Da 5 Bloods“) arbeitet der Streamingdienst auch immer wieder mit „Fight Club“-Regisseur David Fincher zusammen. Dessen neuer Film „The Continuing Adventures Of Cliff Booth“ hat inzwischen auch einen Streaming-Start erhalten. Wann genau dieser erfolgt, erfahrt ihr im anschließenden Artikel:

Netflix-Start von "Once Upon A Time In Hollywood"-Sequel mit Brad Pitt steht endlich fest – und es gibt noch mehr gute Nachrichten!

Unsere Seite bietet dir täglich die neuesten Nachrichten über Kino, Serien und Fernsehen. Füge FILMSTARTS bei Google als bevorzugte Quelle hinzu, um unsere Artikel dort häufiger angezeigt zu bekommen, wenn du nach einem bestimmten Thema suchst – so bleibst du immer auf dem Laufenden.

facebook Tweet
Ähnliche Nachrichten
Das könnte dich auch interessieren