"Großartig": Robert De Niro liebt diesen viel zu unbekannten Gangsterfilm – er wollte mit Martin Scorsese sogar ein Remake drehen!
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Robert De Niro sprach über einige seiner Lieblingsfilme und nannte überraschend einen fast vergessenen Mafiafilm – dabei gilt dieser als Pionierwerk des Genres, das der Schauspieler gerne selbst neu verfilmt hätte.

Warner Bros. / PLAION PICTURES

Es gibt wohl kein Gespann aus Schauspieler und Regisseur, das über so viele Jahrzehnte so ergiebig für das Hollywood-Kino war wie Robert De Niro und Martin Scorsese. Legendär ist ihr gemeinsames Schaffen vor allem für die vielen Mafiafilme – angefangen mit dem Frühwerk „Hexenkessel“, durch das den beiden ihr Durchbruch gelang, über ewige Klassiker wie „GoodFellas“ und „Casino“ bis hin zum Genre-Abgesang „The Irishman“. Eine ganz besondere Mafiageschichte, die das Traumduo geplant hatte, kam (bisher) jedoch nicht zustande.

Das verriet De Niro in einer Episode der Criterion Closet Picks. In der Webserie treten regelmäßig berühmte Größen aus der Filmwelt vor die Kamera, die sich aus einem riesigen Regal voller DVDs und Blu-rays ein paar ihrer Favoriten in den Jutebeutel stecken dürfen. Dabei verlieren sie meist ein paar persönliche Worte oder Anekdoten, um ihre Liebe für die jeweiligen Filme auszudrücken. Neben zeitlosen Meisterwerken wie „Das süße Leben“ und „Blow Upgriff der 82-Jährige auch nach „Mafioso“, einer italienischen Mafiakomödie aus dem Jahr 1962, von der er gerne ein Remake mit sich selbst in der Hauptrolle gedreht hätte.

"Mafioso" war der Wegbereiter für "Der Pate" und "GoodFellas"

Dass De Niro so viel für diesen heute eher unbekannten Mafiafilm übrig hat, ist gar kein Wunder, schließlich erschien er mehrere Jahrzehnte vor Meilensteinen wie „Der Pate“ oder eben „GoodFellas“ und brachte viele Qualitäten des Genres bereits mit. Denn trotz seiner komödiantischen Grundstimmung beleuchtete auch „Mafioso“ schon die inneren Strukturen der modernen Mafia – und schlägt zum Ende hin sogar richtig düstere Töne an, wenn die Hauptfigur mit den Abgründen eines kriminellen Lebensstils konfrontiert wird.

So handelt die Geschichte von Antonio (Alberto Sordi), der eigentlich ein rechtschaffenes Leben als Familienvater und Arbeiter in einer Autofabrik führt. Eines Tages beschließt er, mit seiner Frau und seinen beiden Töchtern nach Sizilien zu reisen, um ihnen seine alte Heimat zu zeigen. Dort geht es allerdings nicht so friedlich zu wie in seiner verklärten Erinnerung: Durch alte Bekannte gerät er schnell an die italienische Mafia, die ihm zunächst freundlich begegnet und bei einem bestimmten Problem aus der Patsche helfen kann. Doch wie immer gilt, wenn man mit Gangstern verkehrt: Eine Hand wäscht die andere...

Mafioso
Mafioso
1 Std. 40 Min.
Von Alberto Lattuada
Mit Alberto Sordi, Norma Bengell, Gabriela Conti

Für Scorsese und De Niro, deren Geschichten sich stets mit den Beweg- und Hintergründen ihrer kriminellen Figuren befassten, wäre „Mafioso“ also ganz eindeutig der passende Stoff gewesen. „Er war großartig“, schwärmte der Schauspieler. „Marty und ich haben auch darüber gesprochen, ein Remake davon zu machen.“

Wann diese Gespräche stattgefunden haben und ob uns die Neuverfilmung irgendwann noch erwartet, erzählte der „Heat“-Star nicht. Allerdings offenbarte er erst neulich, dass in Zukunft durchaus noch gemeinsame Projekte der beiden anstehen. Warum also nicht noch einmal zurück zu den Ursprüngen des Genres, das sie maßgeblich mitgeformt haben? Die Geschichte von „Mafioso“ hätte einen Neuanstrich der Altmeister allemal verdient!

Übrigens: Remakes sind Scorsese keineswegs fremd. Auch „Departed – Unter Feinden“, einer seiner beliebtesten Gangsterfilme, basierte auf dem Hongkong-Krimi „Infernal Affairs“. Seine beste Neuauflage stammt allerdings aus den 1990ern – zumindest, wenn es nach Pedro Pascal geht:

"Das beste Remake, das ich je gesehen habe": Pedro Pascal zählt diesen brillanten 90er-Jahre-Thriller zu seinen absoluten Lieblingsfilmen
Louis Verheyen
Louis Verheyen
-Freier Autor
Genießt alle Facetten des Kinos und lässt sich von „Mulholland Drive“ ebenso gern verstören wie von „Call Me By Your Name“ verzaubern. Hofft immer noch wehmütig darauf, dass Richard Kelly mal wieder einen Film dreht.
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