„James Bond 007 – Keine Zeit zu sterben“ liegt mittlerweile fünf Jahre zurück – und damit auch Daniel Craigs finaler Auftritt als Spion mit der Lizenz zum Töten. Dass beim nächsten Bond-Abenteuer „Dune“-Schöpfer Denis Villeneuve auf dem Regiestuhl Platz nehmen wird, ist längst bekannt – noch immer wissen wir allerdings nicht, wer als berühmtester Agent der Literatur- und Kinogeschichte in Craigs Fußstapfen treten wird.
Auch Anfang der 1970er-Jahre stellte sich die Frage nach der 007-Nachfolge. George Lazenby hatte im Jahr 1969 Ur-Bond Sean Connery abgelöst, verabschiedete sich nach nur einem Film (übrigens Christopher Nolans absoluter Lieblingsteil der Reihe) aber wieder von der ikonischen Rolle.
Im Anschluss wurden verschiedene Namen angefragt, James Bond zu spielen – darunter Burt Reynolds („Ein ausgekochtes Schlitzohr“) und auch Clint Eastwood! Offenbar war die Regel, dass unbedingt ein britischer Schauspieler in den berühmten Smoking schlüpfen muss, damals noch nicht in Kraft getreten.
Darum wollte Clint Eastwood auf keinen Fall James Bond spielen
„Es war ein schönes Kompliment, aber die Rolle war nichts für mich“, erklärte Eastwood später in einem Interview (via Far Out Magazine). „Ich habe nie einen Sinn darin gesehen, etwas zu übernehmen, das bereits jemand anderem gehörte.“ Zugleich räumte der heute 96-Jährige aber auch ein: „Man bot mir ziemlich viel Geld an, wenn ich James Bond spielen würde.“
Weil sich offenbar damals niemand traute, in den übergroßen Schatten von Sean Connery zu treten, kehrte der Schotte für „Diamantenfieber“ (1971) noch ein (vermeintlich) letztes Mal zu der Figur zurück, die ihn einst zum Superstar gemacht hatte. Nur eine Woche zuvor hatte Clint Eastwood übrigens selbst eine Kino-Ikone geschaffen: In „Dirty Harry“ war er erstmals als Selbstjustiz-Cop Harry Callahan auf der Leinwand zu sehen – der bis heute zu seinen legendärsten Charakteren gehört.
Wenn ihr übrigens wissen wollt, welchen Western-Klassiker Eastwood unbedingt noch einmal verfilmen wollte, weil das Original nicht seinen Vorstellungen entsprach, dann lest direkt im folgenden Artikel weiter:
Clint Eastwood hasste diesen Western-Klassiker so sehr, dass er ihn neu verfilmen wollte: "Lasst es uns noch einmal machen"