„Primal Rage“ läuft am heutigen 15. Juli 2026 um 22.00 Uhr auf Tele 5. Aufgrund der noch recht frühen Stunde darf der FSK-18-Titel dabei aber lediglich um die deftigsten Gewaltspitzen gekürzt gezeigt werden. Selbiges gilt für die bis zum 15. August in der Mediathek des Senders als Gratis-Stream zur Verfügung stehende Version.
Uncut darf der Streifen in der heutigen Nacht-Wiederholung um 0.30 Uhr gesendet werden. Wer nicht so lange aufbleiben möchte und bereit ist, ein paar Euro zu investieren, kann auf Blu-ray und DVD* oder Video-on-Demand ausweichen:
Falls ihr ein Abo von Amazon Prime Video haben solltet, könnt ihr den Kracher unter dem obigen Link übrigens ganz ohne Aufpreis streamen. Dazu müsst ihr euch lediglich für den siebentägigen Gratis-Test des Home-Of-Horror-Channels* anmelden. Sofern ihr vor Ablauf des Probezeitraums nicht wieder stornieren wollt, werden im Anschluss daran 3,99 Euro pro Monat fällig.
"Primal Rage" bedient sich bei "Predator"
Manche Kulturen nennen es Bigfoot oder Sasquatch, während es in „Primal Rage“ von den lokalen Ureinwohnern als Oh-Mah bezeichnet wird: ein mystisches, oft als stark behaart und riesenhaft beschriebenes Wesen, das in den nordamerikanischen Wäldern hausen soll. Seit vielen Jahren ranken sich Schauergeschichten um diese Figur, die natürlich für Horrorfilme prädestiniert ist.
Einen der besseren davon hat 2018 der damalige Regiedebütant Patrick Magee abgeliefert. Der Amerikaner, der zuvor als Effektemacher an Blockbustern wie „Jurassic Park III“ und „A.I. - Künstliche Intelligenz“, als Make-up-Künstler an unter anderem „Inside Hollywood“ sowie als Darsteller und Stuntman in „Alien Vs. Predator“ mitmischte, ist ein bekennender Monster-Fan. Mit sieben Jahren sah er „American Werewolf“. Umgehend war es um Magee geschehen und er wusste, welchen Karriereweg er später einmal beschreiten wollte.
Diese Leidenschaft merkt man dem nahezu komplett auf digitalen Hokuspokus verzichtenden, dafür auf handgemachte Effekte setzenden „Primal Rage“ jederzeit an. Klar, ein paar kleine Längen und konstruiert wirkende Momente weist die Story schon auf. Doch diese Schwächen werden durch die für einen mit kleinem Geld gedrehten Film grandios umgesetzten Gore- und Splatter-Effekte locker wettgemacht. Zumal es bei denen wirklich knallhart zur Sache geht und die Kamera nicht wegschwenkt, sondern eisern draufhält. Für alle Genre-Fans, die auf derlei Details Wert legen, lohnt sich deshalb die Sichtung der FSK-18-Fassung natürlich erst recht.
Magee macht zudem bei den frühen Auftritten seines Monsters alles richtig. Denn es dauert – „Der weiße Hai“ lässt grüßen! – eine ganze Weile, bis wir den Bigfoot, äh, Oh-Mah endlich in voller Pracht zu sehen bekommen. Zuvor ist er oft nur schemenhaft im Hintergrund zu erahnen – was die Spannung des Films und das Interesse des Publikums natürlich clever anheizt.
In Bezug auf die Begegnungen der menschlichen Figuren mit der übermächtig starken Kreatur hat man sich dann recht stark an einem Film orientiert, der dieses Spiel fast zur Perfektion trieb: „Predator“ von Action- und Thriller-Genie John McTiernan („Stirb langsam“, „Jagd auf Roter Oktober“). Die Parallelen zum 1980er-Klassiker mit Arnold Schwarzenegger werden mit dem Fortschreiten von „Primal Rage“ immer offensichtlicher bis hin zum fast schon dreist an dessen Ende angelehnten Finale. Doch offenbar hat Patrick Magee sich gedacht: „Wenn ich schon klaue, dann bediene ich mich nur bei den Besten!“ Und so macht der brettharte, ziemlich blutige und generell sehr physisch anmutende „Primal Rage“ trotz etwas fehlender Originalität dann auch nahezu durchgehend richtig Laune.
Das ist die Story von "Primal Rage"
Nach über einem Jahr im Gefängnis wird Max (Andrew Joseph Montgomery) vor dem Tor von seiner noch immer von ihm enttäuschten Ehefrau Ashley (Casey Gagliardi) abgeholt. Anstatt seine Entlassung zu feiern und sich langsam wieder anzunähern, streiten die zwei während der Fahrt durch die Wildnis nach Hause. Doch der Trip soll sich für das Paar schnell zu einem noch viel schlimmeren Albtraum entwickeln.
Erst werden sie an einer Tankstelle von ein paar Männern angepöbelt. Dann fahren sie mit ihrem Wagen mitten im Nirgendwo versehentlich einen halbnackt auf die Straße torkelnden Kerl an. Schließlich stößt sich Max auch noch den Kopf und fällt in einen reißenden Fluss, aus dem Ashley ihn mit letzter Not retten kann. Doch all das ist nur der Anfang. Denn in den unübersichtlichen Wäldern scheint sich obendrein noch eine mysteriöse, extrem aggressive Kreatur herumzutreiben, die die Jagd auf sie eröffnet hat …
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