Am 24. September kommt „Eiserne Wildnis – Heart Of The Beast“ in die deutschen Kinos, in dem Brad Pitt in der unwirtlichen Natur Alaskas ums Überleben kämpft. Zuvor haben schon das Biopic „Sieben Jahre in Tibet“ oder der Historienfilm „Troja“ gezeigt, dass der 62-Jährige ein Faible für episches Abenteuerkino hat. Kein Wunder, dass Brad Pitt einen Vertreter dieser Gattung zu seinen absoluten Favoriten der Kinogeschichte zählt: Die Rede ist von „Fitzcarraldo“ aus dem Jahr 1982!
„Fitzcarraldo“ war die vierte – und wahrscheinlich berühmteste – Zusammenarbeit zwischen Werner Herzog und Klaus Kinski, die gleichermaßen als ausgemachte Exzentriker galten und sich dementsprechend am Set immer wieder heftige (und gut dokumentierte) Auseinandersetzungen lieferten.
Die mehr als chaotischen Dreharbeiten zu dem mit beispiellosem Aufwand umgesetzten Werk, in dem tatsächlich ein mehrere Hundert Tonnen schweres Dampfschiff über einen Berg gezogen wurde, sind fast so bekannt wie der Film selbst – falls ihr euch für die Hintergründe interessiert, könnt ihr euch entweder den Dokumentarfilm „Die Last der Träume“ schauen oder diesen Artikel lesen:
Morddrohungen, Flugzeugabstürze und Selbstverstümmelung mit der Motorsäge: So katastrophal war der Dreh eines weltberühmten AbenteuerfilmsAls Brad Pitt für ein YouTube-Format den Pariser Videoladen JM Video besuchte, war „Fitzcarraldo“ eine der DVDs, die er begeistert aus dem Regal zog. „Einer meiner absoluten Lieblingsfilme“, so der „Once Upon A Time... In Hollywood“-Star. „Hast du die Doku über die Dreharbeiten gesehen? Dort sieht man noch die ursprüngliche Besetzung – ich glaube, Jason Robards war es. Man sieht ihn oben auf dem Schiff sehen und sagen: ‚Wir bringen die Oper‘“.
Tatsächlich sollte ursprünglich Jason Robards (unter anderem bekannt aus „Spiel mir das Lied vom Tod“ und „Die Unbestechlichen“) die Hauptrolle übernehmen. Doch dann sprang Klaus Kinski ein und machte den Abenteurer Brian Sweeney Fitzgerald, der ein abgelegenes Kautschukgebiet erschließen will, um seinen Traum von einem Opernhaus im Amazonas zu verwirklichen, zu einer unvergesslichen Figur.
„Bei Jason Robards lag etwas Spielerisches in seiner Herangehensweise“, erklärt Pitt. „Dann musste die Produktion gestoppt werden, und Klaus kam dazu. Er schreit: ‚Wir bringen die Oper!‘ – völlig manisch! Das war eine faszinierende Interpretation, auf die ich nie gekommen wäre. Genau deshalb gehört [der Film] zu meinen absoluten Favoriten.“
Wenn ihr übrigens wissen wollt, welcher Film mit Brad Pitt als so schlecht gilt, dass der „Ocean's Eleven“-Star ihn sich bis heute nicht angesehen hat, dann lest direkt im folgenden Artikel weiter:
"Ich habe ihn noch nicht gesehen": Brad Pitt wollte den schlechtesten Film seiner Karriere schnell vergessen*Bei dem Link zum Angebot von Amazon handelt es sich um einen sogenannten Affiliate-Link. Bei einem Kauf über diesen Link erhalten wir eine Provision.