In John Carpenters herausragendem Meisterwerk „Assault – Anschlag bei Nacht“ von 1976 muss eine kleine Gruppe von Polizisten, Gefangenen und Zivilisten gemeinsam eine nahezu verlassene Polizeistation verteidigen, die von einer brutalen Straßengang belagert wird. Ausgerechnet Menschen, die normalerweise auf unterschiedlichen Seiten des Gesetzes stehen, sind gezwungen, zusammenzuarbeiten, um die Nacht zu überleben. Der Film gilt völlig zu Recht als „Masterclass“ in Sachen Spannung und prägt auch heute noch das Genre.
Während sich die Regie-Legende hinter Titeln wie „Halloween“, „The Thing“ oder „Die Klapperschlange“ damals vom Western „Rio Bravo“ inspirieren ließ, dient nun sein eigenes Werk als Vorlage. Paramount hat sich die Rechte an „Tower Defense“ gesichert, einen neuen Action-Fantasy-Stoff, der ausdrücklich als mittelalterliche und übernatürliche Variante des Konzepts von Carpenters Film beschrieben wird.
"Tower Defense": Fantasy-Action mit R-Rating
Genaue Details zum Inhalt werden noch unter Verschluss gehalten. Es ist nur bekannt, dass der Film im Mittelalter spielen wird sowie übernatürliche und fantastische Elemente beinhaltet. Aufgrund des Vorbilds und des Titels dürfen wir aber davon ausgehen, dass jetzt nicht eine Polizeistation, sondern eher der Turm einer mittelalterlichen Burg der Rückzugsort ist. Da Gefangene in Burgen oft im Turmverlies gehalten wurden, könnte vom Original das Konzept übernommen werden, dass Wächter und Inhaftierte gemeinsame Sache machen müssen. Und aufgrund des Fantasy-Aspekts würde uns nicht wundern, wenn unter den Belagernden am Ende sogar Drachen oder zumindest Zauberer sind.
Obwohl es eine Fantasy-Produktion eines großen Hollywood-Studios ist, solltet ihr übrigens nicht mit einem Big-Budget-Blockbuster rechnen. Es ist eines der ersten Projekte von Paramount Primal, einem noch sehr jungen Label, das das Studio gegründet hat, um „smart budgetierte“ Genre-Kost zu produzieren. Damit werden also Filmprojekte verfolgt, die nicht gleich 100 Millionen Dollar und mehr kosten. Der Vorteil ist aber, dass man hier keine Zugeständnisse für ein möglichst breites Publikum machen muss, sondern es deutlich härter zur Sache gehen darf. „Tower Defense“ wird so von Anfang an mit einem R-Rating, also der Erwachsenenfreigabe, geplant.
Vom Autor von "Snow White And The Huntsman"
Das Drehbuch zu „Tower Defense“, auf welches Paramount aufmerksam wurde, stammt von Evan Daugherty. Der Autor feierte seinen Durchbruch einst mit „Snow White And The Huntsman“ (siehe unser Artikelbild), einer mit Kristen Stewart, Chris Hemsworth und Charlize Theron hochkarätig besetzten, düsteren Neuinterpretation des Klassikers „Schneewittchen“. Anschließend schrieb er noch „Die Bestimmung – Divergent“, „Teenage Mutant Ninja Turtles“ und „Tomb Raider“, bevor es zuletzt etwas ruhig um ihn wurde. Nach zahlreichen Hollywood-Auftragsarbeiten wollte er wieder originäre Stoffe auf eigene Faust entwickeln und dann erst zum Verkauf anbieten. „Tower Defense“ ist jetzt ein Ergebnis davon.
Bislang gibt es nur das Drehbuch und Paramount muss jetzt erst einmal das weitere Kreativteam versammeln. Daher ist noch nicht bekannt, wann „Tower Defense“ in die Kinos kommen könnte. Was ihr dagegen diese Woche im Kino sehen solltet, verraten wir euch im folgenden Artikel:
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