Mit Filmen wie „Der Vater meiner Kinder“, „Alles was kommt“, „Bergman Island“ oder „An einem schönen Morgen“ konnte die französische Filmemacherin Mia Hansen-Løve das Arthaus-Publikum immer wieder aufs Neue begeistern. Ihr besonderes Gespür für die authentische und lebensnahe Darstellung menschlicher Emotionen hat sie dabei zu einer der interessantesten Regisseurinnen des europäischen Kinos gemacht. Nun arbeitet die inzwischen 45-Jährige an ihrem neuen Projekt.
Wobei „nun“ an dieser Stelle vermutlich die falsche Wortwahl ist, denn Hansen-Løve hat „If Love Should Die“ bereits vor drei Jahren angekündigt. Danach wurde es allerdings recht still um den Historienfilm. Jetzt aber gibt es endlich Neuigkeiten: Das Drehbuch ist fertiggestellt und die Produktion soll schon in Kürze beginnen. Nicht nur steht inzwischen fest, worum es in dem Film gehen wird, auch der namhafte Cast wurde bereits bestätigt.
"Backrooms"-Star wird zur legendären Frauenrechtlerin
In dem im 18. Jahrhundert angesiedelten „If Love Should Die“ dreht sich alles um die britische Philosophin und Feministin Mary Wollstonecraft. Der Film konzentriert sich dabei ganz auf die letzten zwölf Lebensjahre der bedeutenden Denkerin und begleitet ihren Aufstieg zu einer der radikalsten Stimmen der Aufklärung ihrer Zeit. In diesem Lebensabschnitt verfasste Wollstonecraft mit „A Vindication Of The Rights Of Woman“ eines der bis heute bedeutendsten Werke der feministischen Literatur. Wollstonecraft war übrigens auch die Mutter von Mary Shelley, der Schöpferin von „Frankenstein“.
Für die Hauptrolle der Mary Wollstonecraft hat sich Mia Hansen-Løve die Dienste einer der derzeit gefragtesten Schauspielerinnen gesichert: Renate Reinsve. Die Norwegerin war zuletzt im Horror-Megahit „Backrooms“ zu sehen, konnte das Arthaus-Publikum zuvor aber bereits mit ihren Performances in „A Different Man“, „Der schlimmste Mensch der Welt“ und „Sentimental Value“ begeistern. In weiteren Schlüsselrollen sind außerdem Vicky Krieps („Monster: Die Geschichte von Ed Gein“) und Johnny Flynn („Stardust“) zu sehen.
Die Dreharbeiten sollen noch in diesem Monat in Großbritannien, Frankreich, Skandinavien und Portugal beginnen. Ein Kinostart ist für 2027 geplant, wobei offenbar auch eine Premiere beim Cannes Film Festival in Betracht gezogen wird. Mia Hansen-Løve ist jedenfalls voller Vorfreude, wie sie in einem Presse-Statement zu Protokoll gab: „Ich bin begeistert, dass ich endlich den Film drehen kann, auf den ich mich schon lange vorbereite und der mir besonders am Herzen liegt.“
Übrigens: Renate Reinsve gehörte auch zum Ensemble des diesjährigen Gewinners der Goldenen Palme in Cannes: „Fjord“. Bis das Drama in den deutschen Kinos startet, müssen wir uns allerdings noch etwas gedulden: Am 7. Januar 2027 ist es so weit. Den Trailer könnt ihr euch nachfolgend bereits anschauen:
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