"Wenn man von einem großen Schauspieler spricht, meint man damit nicht Tom Cruise": Hollywood-Ikone teilte hart gegen "Mission: Impossible-Star aus
von Michael Bendix
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Trotz seines Flops mit „Digger“ zählt Tom Cruise zu den größten Hollywood-Stars überhaupt. Eine 2014 verstorbene Filmikone war allerdings alles andere als ein Fan des „Mission: Impossible“-Mimen.

‎Paramount Pictures

Mit „Digger“, der weiterhin in vielen deutschen Kinos läuft, ist der erfolgsverwöhnte Hollywood-Megastar Tom Cruise erstmals seit langer Zeit so richtig auf die Nase gefallen – die bis zu 180 (!) Millionen Dollar schwere Meta-Satire von Oscar-Preisträger Alejandro González Iñárritu („Birdman“) schickt sich gerade an, zu einem der größten Flops der Kinogeschichte aufzusteigen. Die Reaktionen von Publikum und Kritik fielen zudem gespalten aus – während die einen den Mut zum Risiko lobten, gab es auch zahlreiche harsche Verrisse, unter anderem auch von FILMSTARTS.

Digger
Digger
Starttermin 1. Oktober 2026 | 2 Std. 09 Min.
Von Alejandro González Iñárritu
Mit Tom Cruise, Sandra Hüller, Riz Ahmed
User-Wertung
3,4
Filmstarts
1,5
Vorführungen (95)

Cruise gibt sich allerdings gelassen: Ihm gehe es nicht um explodierende Box-Office-Zahlen, sondern darum, bleibende Kinokunst zu schaffen. Ob ihm das gelungen ist, kann wahrscheinlich erst in einigen Jahren beurteilt werden – fakt ist, dass der heute 64-Jährige seit vielen Dekaden zur absoluten A-Liga der Traumfabrik gehört und daran wahrscheinlich auch eine Kinokassen-Katastrophe wie „Digger“ nichts viel ändern wird. Schließlich hat allein die acht Teile umfassende „Mission: Impossible“-Reihe Milliarden eingespielt, und auch darüber hinaus reiht sich in seiner Filmografie ein Hit an den anderen.

Unantastbar macht ihn das natürlich nicht. Immer wieder musste Cruise zum Beispiel wegen seiner prominenten Rolle bei der Scientology-Sekte Kritik einstecken, und auch filmisch griff er so manches Mal daneben – man denke nur an seinen gescheiterten Versuch, mit „Die Mumie“ ein ganzes Filmuniversum aus der Taufe zu heben. Einen ganz anderen Grund, dem „Jerry Maguire-Mimen ablehnend gegenüberzustehen, hatte Hollywood-Ikone Lauren Bacall.

Laueren Bacall fand Tom Cruise "unangemessen, vulgär und inakzeptabel"

Die aus Klassikern wie „Tote schlafen fest“ oder „Haben und Nichthaben“ bekannte Schauspielerin wurde in einem Interview mit dem Time Magazine gefragt, wie leichtfertig ihrer Meinung nach in der Filmbranche mit Begriffen wie „groß“ oder „Legende“ umgegangen würde – was sie dazu veranlasste, ordentlich gegen den stuntbegeisterten „Jack Reacher“-Darsteller auszuteilen.

„Wenn man von einem großen Schauspieler spricht, meint man damit nicht Tom Cruise“, so Bacall absolut unmissverständlich (via The Independent). Dabei war es nicht nur sein in ihren Augen begrenztes Schauspieltalent, das ihr sauer aufstieß – sondern auch die Art und Weise, wie er seine damalige Beziehung mit Katie Holmes medienwirksam ausschlachtete. „Sein ganzes Verhalten ist schockierend“, schimpfte die 2014 verstorbene Ehrenoscar-Preisträgerin. „Es ist unangemessen, vulgär und inakzeptabel, das eigene Privatleben kommerziell zu vermarkten. Ich glaube, das ist eine Art Krankheit.“

Mit Tom Cruise stand Bacall wenig überraschend nie vor der Kamera, dafür aber gleich zwei Mal mit dessen Ex-Frau Nicole Kidman – für Lars von Triers „Dogville“ (2003) sowie „Birth“ (2004) von Jonathan Glazer. Nicht auszuschließen, dass bei den Dreharbeiten ordentlich gelästert wurde!

Um einen ganz besonderen Rekord, den Tom Cruise gemeinsam mit Emily Blunt aufgestellt hat, dreht sich übrigens der nachfolgende Artikel:

Tom Cruise und Emily Blunt stellten innerhalb von 24 Stunden auf zwei Kontinenten einen der besten Sci-Fi-Filme der letzten 15 Jahre vor
Michael Bendix
Michael Bendix
-Redakteur
Schaut pro Jahr mehrere hundert Filme und bricht niemals einen ab. Liebt das Kino in seiner Gesamtheit: von Action bis Musical, von Horror bis Komödie, vom alten Hollywood bis zum jüngsten "Mission: Impossible"-Blockbuster.
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