"Die beste Arbeit, die ich je gemacht habe": Tom Hanks ist auf diesen Film von 1988 besonders stolz – obwohl ihn kaum jemand kennt!
von Michael Bendix
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Vor 38 Jahren spielte Tom Hanks eine Rolle, in der er bewusst mit seinem netten Image brach – und die er genau deshalb für eine seiner besten hielt. Der dazugehörige Film ist heute aber ziemlich in Vergessenheit geraten.

Columbia TriStar

Wer an Tom Hanks denkt, hat wahrscheinlich sofort „Forrest Gump“ im Kopf, jenen 90er-Jahre-Klassiker, der ihm seinen zweiten Oscar als Bester Hauptdarsteller einbrachte – nur ein Jahr, nachdem er für „Philadelphia“ seine erste Goldtrophäe in den Händen halten durfte. Darüber hinaus zählen zu den bekanntesten Filmen des oft als „America's Dad“ bezeichneten Schauspielers die RomCom-Hits „Schlaflos in Seattle“ und „E-Mail für Dich“, Steven Spielbergs Weltkriegs-Epos „Der Soldat James Ryan“, das Survival-Abenteuer „Cast Away – Verschollen“ oder der Mystery-Thriller „The Da Vinci Code – Sakrileg“. Habt ihr aber schon mal etwas von „Punchline – Der Knalleffekt“ gehört?

Punchline - Der Knalleffekt
Punchline - Der Knalleffekt
2 Std. 08 Min.
Von David Seltzer
Mit Sally Field, Tom Hanks, John Goodman

Besagter Film kam im Jahr 1988 ins Kino – kurz nach Hanks' endgültigem internationalen Durchbruch mit der Fantasy-Komödie „Big“. Damals war der heute 70-Jährige noch vor allem für seine Comedy-Rollen bekannt, von „Splash – Jungfrau am Haken“ bis hin zu „Geschenkt ist noch zu teuer“. Auch „Punchline“ passte in dieses Raster – alledings mit einem gewichtigen Unterschied: Hanks war hier nicht unbedingt der Sympathieträger!

Das ist "Punchline – Der Knalleffekt"

In der zweiten Regiearbeit des „Das Omen“-Drehbuchautors David Seltzer verkörpert Hanks den erfolglosen Medizinstudenten Steven Gold, der verzweifelt versucht, als Stand-up-Comedian in New York durchzustarten. Eines Tages trifft er auf Lilah Krytsick (Sally Field), eine unglückliche Hausfrau und dreifache Mutter, die denselben Traum hegt. Steven wird für sie zu einer Art Mentor und verliebt sich in sie – doch als sie bei einem Talentwettbewerb gegeneinander antreten müssen, wird ihre Beziehung auf eine harte Probe gestellt.

In einem Interview mit dem Playboy äußerte sich Hanks im Jahr 1989 überschäumend positiv über „Punchline“ – gerade deshalb, weil Steven Gold nicht unbedingt seinem damaligen Rollenschema entsprach (via Far Out Magazine):

„Es ist die beste Arbeit, die ich je gemacht habe“, so der „Terminal“-Mime. „Wir haben über einige ziemlich schonungslose Wahrheiten gesprochen – über die Figuren und in vielerlei Hinsicht auch über mich selbst. Ich war der Sache zu nahe. Die Figur in ‚Punchline‘ vereint wohl die schlimmsten Seiten meiner schlechtesten Eigenschaften. Zum einen ist [Steven] extrem ehrgeizig und wettbewerbsorientiert. Und zwar bis zum Äußersten. Er ist nicht in der Lage, seinen Alltag so auszubalancieren, dass sein Privatleben und seine Arbeit den gleichen Stellenwert haben.“

Wenn ihr nun neugierig gewesen seid, könnt ihr den Film auf dem Amazon-Prime-Video-Channel Kabel Eins CLASSICS streamen – für Prime-Kunden ist das mit einem 7-tägigen Probeabo sogar ohne zusätzliche Kosten möglich:

„Punchline – Der Knalleffekt“ war übrigens nicht das einzige Mal, dass Tom Hanks ganz bewusst versucht hat, mit seinem Image als Everybody's Darling zu brechen. Im Gangster-Drama „Road To Perdition“ (2002) spielte er so einen Auftragskiller. Und dann ist da noch eine starbesetzte Bestseller-Adaption, die nahezu alle Beteiligten später öffentlich bereuen – neben Hanks beispielsweise auch Morgan Freeman:

"Ein Albtraum": Wenn er könnte, würde Morgan Freeman diesen Film mit Bruce Willis und Tom Hanks gerne ausradieren

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Michael Bendix
Michael Bendix
-Redakteur
Wünscht sich eine schon lange überfällige Renaissance der Kino-Komödie und schaut sich deshalb schon aus Prinzip nahezu jeden neuen Vertreter dieses Genres an, der es auf die Leinwand schafft.
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