Im Kino begeistert Josh Hartnett gerade neben Anne Hathaway und Dakota Johnson in der Bestseller-Verfilmung „Verity – Dunkle Geheimnisse“, auf Netflix wiederum feierte er unlängst mit der Seemonster-Miniserie „Below“ große Erfolge.
Dass der heute 48-Jährige so präsent ist, ist dabei keine Selbstverständlichkeit: Nachdem er Anfang der Nullerjahre durch Filme wie „Pearl Harbor“ oder „40 Tage und 40 Nächte“ zu einem der populärsten Jungstars Hollywood aufstieg, zog er sich bereits Mitte des Jahrzehnts zunehmend aus dem Rampenlicht zurück – nach eigenen Angaben machte ihm der Erwartungsdruck zu schaffen, der mit seinem plötzlichen Ruhm einherging. Erst 2022 wagte er mit der Hauptrolle in M. Night Shyamalans Thriller „Trap“ ein Comeback.
Einer der letzten großen Filme, die er vor seiner selbstgewählten Auszeit drehte, war „The Black Dahlia“ – ein auf einer Bestseller-Vorlage von James Ellroy basierender Neo-Noir-Thriller, bei dem zunächst David Fincher („Fight Club“) die Regie übernehmen sollte, der aber schließlich von Genre-Altmeister Brian De Palma („Dressed To Kill“) inszeniert wurde.
Im Mittelpunkt steht der Mord an der Nachwuchsschauspielerin Elizabeth Short (Mia Kirshner) im Los Angeles der 1940er-Jahre. Hartnett verkörperte den Polizisten und Ex-Boxer Dwight „Bucky“ Bleichert, der gemeinsam mit seinem Partner Lee Blanchard (Aaron Eckhart) auf den Fall angesetzt wird – und immer tiefer in die Abgründe der Traumfabrik eintaucht.
Trotz vieler großer Namen – auch Scarlett Johansson und Hilary Swank gehörten zum Ensemble – erwies sich „The Black Dahlia“ als große Enttäuschung. Weltweit spielte er kaum sein Budget von rund 50 Millionen US-Dollar wieder ein, und auch bei der Fachpresse kam er nicht sonderlich gut an – davon zeugt ein Score von gerade einmal 32 Prozent auf der US-amerikanischen Kritiken-Sammelseite Rotten Tomatoes. De Palma, zu dessen Regiearbeiten immerhin Kult-Klassiker wie „Carrie“ und „Scarface“ gehören, wurde im Anschluss nie wieder mit einer großen Studioproduktion betraut.
Josh Hartnett versteht bis heute nicht, warum "The Black Dahlia" so schlecht ankam
Hartnett findet die harsche Resonanz bis heute unverdient. Gegenüber der Filmbewertungs-Plattform Letterboxd blickte er mit folgenden Worten auf „The Black Dahlia“ zurück: „Ich war ein wenig überrascht von der Reaktion und hätte mir gewünscht, dass der Film besser aufgenommen worden wäre. Aber ich bin sehr stolz darauf. Ich glaube, die Leute, die ihn gesehen haben, mochten ihn wirklich. Er war nur nicht so erfolgreich, wie wir gehofft hatten.“ (via Far Out Magazine)
Gegen diese These spricht, dass auch nur 27 Prozent aller Zuschauerbewertungen bei Rotten Tomatoes positiv ausfallen – es lässt sich also gesichert sagen, dass „The Black Dahlia“ in nahezu jeder Hinsicht nicht besonders erfolgreich war. Um Hartnett hier trotzdem ein paar tröstende Worte zu hinterlassen: Der Autor dieser Zeilen kann dem Film durchaus etwas abgewinnen – und mit 3,5 von 5 Sternen kam er auch in der offiziellen FILMSTARTS-Kritik gut weg!
Übrigens ließ sich Josh Hartnett gleich zwei Mal die Gelegenheit durch die Lappen gehen, mit einem der größten Regisseure unserer Zeit zusammenzuarbeiten. Um wen es geht, erfahrt ihr im nachfolgenden Artikel:
"Ich habe meine Lektion gelernt": "Below"-Star Josh Hartnett (48) ließ sich gleich zwei Filme eines absoluten Star-Regisseurs durch die Lappen gehen