Mein Konto
    Deutscher Filmpreis 2018: "3 Tage in Quiberon" räumt 7 Lolas ab

    Der große Gewinner der 68. Verleihung des Deutschen Filmpreises war Emily Atefs Romy-Schneider-Drama „3 Tage in Quiberon“, das gleich sieben Auszeichnungen erhielt. Auch Fatih Akins „Aus dem Nichts“ wurde mehrfach geehrt.

    Prokino Filmverleih

    Am Freitag Abend wurde bei einer von Schauspieler Edin Hasanovic („Herbert“, „You Are Wanted“) moderierten Gala im Palais am Funkturm in Berlin der Deutsche Filmpreis 2018 vergeben. Sieben Lolas erhielt das biografische Drama „3 Tage in Quiberon“ über eine Lebenskrise der Schauspielerin Romy Schneider, darunter den mit 500.000 Euro dotierten Hauptpreis für den Besten Film des Jahres. Die Lola in Silber und 425.000 Euro gingen an Fatih Akins Rache-Drama „Aus dem Nichts“, während „Western“ von Valeska Grisebach auf dem mit 375.000 Euro dotierten Bronzerang landete.

    Die Macher der in der Hauptkategorie Bester Film mitnominierten Werke „Der Hauptmann“, „In den Gängen“ und „Das schweigende Klassenzimmer“ erhielten zwar keine Lola-Statuen, dürfen sich aber immerhin über 250.000 Euro Preisgeld freuen. Außerdem erhielt Franz Rogowski für „In den Gängen“ den Filmpreis als Bester Hauptdarsteller und profitierte davon, dass in seiner Kategorie niemand aus „3 Tage in Quiberon“ vertreten war, denn alle drei weiteren Schauspielauszeichnungen gingen an den Hauptgewinner des Abends.

    Gefeiert wurde auch im Kreißsaal

    Für ihr einfühlsames Romy-Schneider-Porträt wurde Marie Bäumer geehrt, die sich unter anderem gegen Hollywoodstar Diane Kruger („Aus dem Nichts“) durchgesetzt hat, während die Nebendarstellerpreise an Birgit Minichmayr und an Robert Gwisdek gingen. Gwisdek bedankte sich zugeschaltet aus dem Krankenhaus für die Ehrung, wo er gerade die Geburt seiner Tochter erwartete, und sorgte damit für einen denkwürdigen Moment.

    Emotional wurde es auch, als Regisseur Hark Bohm („Nordsee ist Mordsee“) aus den Händen von Fatih Akin die Lola für sein Lebenswerk überreicht bekam, mit dem gemeinsam er auch für das Drehbuch zu „Aus dem Nichts“ geehrt wurde.

    Alle Preisträger im Überblick:

    Bester Spielfilm:

    Lola in Gold: „3 Tage in Quiberon“

    Lola in Silber: „Aus dem Nichts“

    Lola in Bronze „Western“

    Beste Regie: Emily Atef für „3 Tage in Quiberon“

    Beste weibliche Hauptrolle: Marie Bäumer in „3 Tage in Quiberon“

    Beste männliche Hauptrolle: Franz Rogowski in „In den Gängen“

    Beste weibliche Nebenrolle: Birgit Minichmayr in „3 Tage in Quiberon“

    Beste männliche Nebenrolle: Robert Gwisdek in „3 Tage in Quiberon“

    Bester Dokumentarfilm:Beuys

    Bester Kinderfilm:Amelie rennt

    Bestes Drehbuch: Fatih Akin und Hark Bohm für „Aus dem Nichts“

    Beste Kamera: Thomas W. Kiennast für „3 Tage in Quiberon“

    Bester Schnitt: Stephan Krumbiegel, Olaf Voigtländer für „Beuys“

    Beste Filmmusik: Christoph M. Kaiser, Julian Maas für „3 Tage in Quiberon“

    Bestes Szenenbild: Erwin Prib für „Manifesto

    Bestes Kostümbild: Bina Daigeler für „Manifesto“

    Bestes Maskenbild: Morag Ross, Massimo Gattabrusi für „Manifesto“

    Beste Tongestaltung: André Bendocchi Alves, Eric Devulder, Martin Steyer für „Der Hauptmann“

    Besucherstärkster Film:Fack ju Göhte 3

    Ehren-Lola: Hark Bohm

    Einige der nominierten und ausgezeichneten Filme laufen übrigens aktuell noch in den Kinos, darunter auch „3 Tage in Quiberon“

    facebook Tweet
    Ähnliche Nachrichten
    Das könnte dich auch interessieren
    Back to Top