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Die 75 besten Science-Fiction-Filme aller Zeiten
Von Carsten Baumgardt, Björn Becher, Andreas Staben, Gregor Torinus, Lars-Christian Daniels, Julius Vietzen, Stefan Geisler, Constantin von Harsdorf, Melanie Lauer, Christoph Petersen, Fabian Speitkamp, Matthias Börner & Bastian Dimter — 18.03.2017 um 08:37
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Die FILMSTARTS-Redaktion hat diskutiert, gewählt und sich entschieden: Wir präsentieren euch die 75 unserer Meinung nach besten Science-Fiction-Filme aller Zeiten!

Der kleine Elliott (Henry Thomas) mit dem berühmtesten Schrumpelkopf der Filmgeschichte

Platz 5: „E.T. – Der Außerirdische
(Steven Spielberg, USA 1982)


„E.T. nach Hause telefonieren!“ – diese drolligen Worte des Kobolds aus dem All sind längst in den allgemeinen Sprachschatz eingegangen. Auch das Bild von Elliott (Henry Thomas), der mit E.T. auf dem Fahrrad vor der Silhouette des Mondes entlangfliegt, kennt wohl jeder halbwegs Filminteressierte. Von Allen Daviaus magischer Kameraarbeit über John Williams‘ aufwühlende Musik bis zu den unvergesslichen Nebendarstellern Drew Barrymore und Peter Coyote - das berührende Science-Fiction-Märchen, das bei seinem Erscheinen alle bis dahin geltenden Kassenrekorde brach, steckt voller wunderbarer Details. Im Sci-Fi-Genre hat „E.T. - Der Außerirdische“ – ähnlich wie Spielbergs Vorgänger „Unheimliche Begegnung der dritten Art“ - alleine schon durch seine positive Zeichnung des außerirdischen Besuchers Seltenheitswert, aber die Fabel über die Freundschaft zwischen einem einsamen Jungen und einem Gestrandeten aus einer anderen Galaxie spricht vor allem tiefe menschliche Gefühle an: E.T.s leuchtendes Herz wird so zum Symbol der ewigen Sehnsucht nach Heimat, Geborgenheit und Verständnis.

Als Science-Fiction-Film fast genauso gut wie als Actioner: James Camerons zweiter "Terminator"

Platz 4: „Terminator 2 – Der Tag der Abrechnung
(James Cameron, USA 1991)



Sequels reichen in den Augen der meisten Zuschauer nur selten an das Original heran, sind allzu oft nur ein müder Abklatsch und sollen zuweilen nur schnelles Geld einspielen. Doch es geht auch anders – das zeigte James Cameron mit „Aliens“ und „Terminator 2“ sogar gleich zweimal. Die Frage, ob nun „Alien“ oder „Aliens“ der bessere Film ist, wird wohl nie endgültig geklärt werden und ist am ehesten eine Geschmacksfrage, doch es dürfte wohl keine zwei Meinungen geben, welches der beste Teil der „Terminator“-Reihe ist. Denn auch wenn Teil 1 noch so innovativ und spannend ist, erst in „Terminator 2“ zieht Cameron (mit einem gewaltigen Budget im Rücken) alle Register seiner Kunst – und erschafft ein bombastisches, technisch überragendes Science-Fiction-Meisterwerk, in dem alle Elemente, gewaltige Actionsequenzen, lebendige Charaktere, knackige Oneliner, eine intelligente Story und nicht zuletzt ein herrlich fieser Bösewicht, perfekt ineinandergreifen.

Obwohl er schon so viele Jahre auf dem Buckel hat, prägt „Metropolis" das Genre bis heute

Platz 3: „Metropolis
(Fritz Lang, Deutschland 1927)



Mit „Metropolis“ aus dem Jahr 1927 hat es ein deutscher Stummfilm auf das Siegertreppchen geschafft und schnappt sich die Bronzemedaille unserer Rangliste der 75 besten Science-Fiction-Filme. Auch wenn Fritz Langs Meisterwerk damals floppte und von den Kritikern zerrissen wurde, sind die kinematographischen Neuerungen sowie die vielen Verweise auf soziale, politische und religiöse Themen im Angesicht einer industrialisierten Gesellschaft bahnbrechend. Christliche Motive wie der Turmbau zu Babel finden sich hier ebenso wie das damals vorherrschende marxistische Bild des Kapitalismus, das eng mit der voranschreitenden Industrialisierung und der damit einhergehenden Ausbeutung der unteren sozialen Klassen verknüpft wird. Widergespiegelt wird dabei ein Pessimismus bezüglich technologischer Neuerungen, der der vorherrschenden westlichen Fortschrittseuphorie wesentlich widersprach. Mit diesen Qualitäten hatte „Metropolis“ nicht nur entscheidenden Einfluss auf die folgende Science-Fiction-Historie, vielmehr gilt Fritz Langs Epos längst als eines der bedeutendsten Werke der Filmgeschichte überhaupt. 2011 wurden verschollen geglaubte Teile des Films in Buenos Aires entdeckt und in eine neue, restaurierte Fassung eingearbeitet, weshalb der Film nun wieder fast vollständig zu bewundern ist (und das sogar in High Definition).

Sternenspektakel auf höchstem Nivau
Platz 2: „Star Wars – Episode V: Das Imperium schlägt zurück
(Irvin Kershner, USA 1980)



Im Grunde steckt die komplette erste Trilogie von George Lucas‘ weltberühmter Sternenkrieg-Saga voller unvergesslicher Momente und sucht als Gesamtpaket ihresgleichen. Teil zwei beziehungsweise Episode fünf, „Das Imperium schlägt zurück“, überstrahlt die beiden anderen ihrerseits fantastischen Teile auf wundersame Weise dann doch noch. Nach dem bahnbrechenden Erfolg von „Krieg der Sterne“ zog sich Schöpfer George Lucas vorerst etwas zurück und überließ Irvin Kershner („Die Augen der Laura Mars“) den Regiestuhl, der seine Sache meisterhaft erledigte. Allein die Schlacht zwischen den hochtechnisierten Truppen des Imperiums und den wackeren Rebellen auf dem unerbittlichen Eisplaneten Hoth relativ zu Beginn des Films ist an Spannung, Atmosphäre und Intensität nur schwer zu übertreffen. Besonders der unermüdliche Kampf gegen die übermächtig erscheinenden AT-ATs bleibt einem noch lange im Gedächtnis. Herzstück des Films ist allerdings das packend-dramatische Lichtschwert-Duell zwischen Darth Vader und Luke Skywalker, in dessen Verlauf Luke nicht nur eine Hand verliert, sondern auch einer der wohl berühmtesten Sätze der gesamten Saga fällt, der die gesamte Geschichte in ein neues Licht rückt. Neben diesen Höhepunkten vereint „Das Imperium schlägt zurück“ wieder alle jene Elemente, die den gesamten „Star Wars“-Kosmos so wahnsinnig liebenswert machen und bietet über zwei Stunden grandiose Science-Fiction-Unterhaltung.

Stanley Kubricks Meilenstein ist und bleibt der Monolith unter den (Science-Fiction-)Filmen
Platz 1: „2001: Odyssee im Weltraum
(Stanley Kubrick, Großbritannien/USA 1968)



Es gibt kaum einen Film, über den mehr Abhandlungen, Streitschriften und Interpretationen verfasst wurden als über Stanley Kubricks „2001: Odyssee im Weltraum“. Das fantastische Science-Fiction-Abenteuer reicht von den Anfängen der Menschheit bis zu ihrer düsteren Zukunft – mit dem berühmtesten und gewaltigsten Schnitt der Filmgeschichte als Bindeglied. Das Ergebnis ist ein Weltraumballett, das auf vielen Ebenen funktioniert. So avancierte „2001“ als der ultimative Trip schlechthin zum Kultfilm der Drogenkultur, als Aufklärungsepos zur Reibefläche für Adorno-Anhänger und als die Grenzen von Science-Fiction sprengende Odyssee zur nachdrücklichen Auseinandersetzung mit dem Genre schlechthin. Die revolutionären Spezialeffekte, die bis dato einmalige Nutzung des gesamten Bildraums und der herausragende Musikeinsatz machten „2001: Odyssee im Weltraum“ darüber hinaus zum bis heute prägendsten Science-Fiction-Film aller Zeit... und unserer Meinung nach auch zum besten!

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Kommentare
  • Martin S.
    http://www.filmstarts.de/na...Thank me later.
  • Rex_Kramer
    Für mich sehe ich das eher als Liste ohne Platzierung. Ich bin ein wenig überrascht, wie viel ich davon bereits gesehen habe, aber es sind auch viele "legendäre" Filme dabei, die ich mir wohl nicht ansehen werde, z.B. Platz 1. Es sind auch einige dabei, die ich eher als reinen Actionfilm betrachten würde und nicht als Sci-Fi.
  • Zach Braff
    "Gravity" wird soweit ich weiß nicht als Science-Fiction-Film betrachtet. Einfach weil es kein fiktionales Setting ist und die technischen Dinge wie im Film gezeigt aktuell auch so existieren.Edit: Zitat aus dem Wikipedia-Beitrag:"Es ist umstritten, ob der Film als Science-Fiction-Film bezeichnet werden kann. Science-Fiction-Filme beschäftigen sich mit fiktionalen Techniken sowie wissenschaftlichen Leistungen und deren möglichen Auswirkungen auf die Zukunft. In Gravity kommen keine fiktionalen Techniken vor und die Zukunft spielt kaum eine Rolle. So äußerte sich auch der Regisseur selbst explizit, dass es sich nicht um Science-Fiction handele. Er betont hingegen die Drama-Anteile seiner Arbeit. So fassten es auch einige Kritiker auf."
  • TresChic
    dieser Kommentar verdient mal 10000 dislikes. District 9 ist Hammer!!
  • TresChic
    Platz 1 war so klar, das ist halt Filmstarts. So wie Shining immer deren Nummer 1 bei den besten Horrorfilmen sein wird. Platz 2 geht aber in Ordnung - den hätte ich gerne mit der Technik von heute.
  • Zach Braff
    Stimmt wohl... Ist bei manchen Filmen einfach schwierig sie klar einem Genre zuzuordnen.Aber vergessen wird man "Gravity" sicher nicht haben, von daher kann ich mir nur meine erwähnte Begründung vorstellen.
  • Modell-101
    In den 70ern kannten die Leute damals wohl nichts anderes als dystopische Zukunftsvisionen.
  • TresChic
    Gravity ist kein SciFi Film nur weil er Weltall spielt. Wie oft soll man es dir noch erklären?
  • BobRoss
    Wie zu erwarten war Odysee im Weltraum ganz vorne und wie immer bin ich davon etwas enttäuscht. Ich halte den Film für massiv überbewertet seit ich die Vorlage dazugelesen habe. Deren Ende ist absolut verständlich und Kubrick hat es geschafft, das Ganze dermaßen zu verwurschteln, dass das Ende des Films nur schwer zugänglich ist. Natürlich sieht das Ganze fantastisch aus aber Szenen absichtlich unverständlich zu machen halte ich für ein Versagen des Regisseurs durch dessen Wunsch besonders künstlerisch, avant garde und anspruchsvoll zu sein. Nur zu steinigt mich :P
  • BobRoss
    Lies besser die Romanvorlage da hast du Storytechnisch mehr davon. Möchtest du den Film trotzdem ansehen dann können wegen dem Ende des Filmes ein paar Pilze nicht schaden, die machen das Ganze gleich doppelt so interessant :P
  • BobRoss
    Not all heroes wear capes.
  • John K.
    Selbst wenn man 2001 nicht mag muss man wenigstens die perfekte Inszenierung des Films anerkennen bzw loben. Gehört ganz klar zu den Klassikern die gut gealtert sind, die Effekte sind nach wie vor schön anzusehen ( ich mein der Film kam 1968 raus!!!). Und der kongeniale Score tut sein übriges.Der Mittelteil des Films war etwas langatmig aber die letzten 15 Minuten des Films gehören zu den beeindruckendsten Szenen der Filmgeschichte. Ich persöhnlich mag lieber Filme die anecken und zum Nachdenken anregen ( im Gegensatz zu Interstellar wo einen alles vorgekaut wird). Letzlich ist es egal wer auf Platz 1 ist, jeder in der Top10 hätte es verdient.
  • BobRoss
    Zum nachdenken anregen gut und recht. Wenn ein Film zB. dazu anregt über gesellschafltiche Themen nachzudenken bin ich voll dafür. Ich finde Kubrick hat aber schlicht und einfach die Geschichte unnötig verkompliziert um sie anspruchsvoller wirken zu lassen als sie ist.Die Story wie in der Vorlage beschrieben: Aliens platzieren Monolithen auf Planeten die vielversprechend aussehen Leben zu erzeugen. Ein weiterer Monolith wir im Weltraum in der Nähe platziert um zu testen ob das enstandene Leben intelligent genug ist um das Weltall zu bereisen. Schaffen es die Lebensformen den Monolithen zu erreichen wird ihnen das gesammelte Wissen der Aliens übermittelt. Die Lebensformen die Kontakt mit dem Monolithen hatten werden neu geboren um ihren Artgenossen den Weg zu zeigen damit sie eines Tages eine vollwertige Spezies auf dem Intelligenzlevel der Aliens sind. Kubrick hat es mMn nicht geschafft dieses simple Konzept verständlich zu verpacken. Er bevorzugt lieber einen sich selbst beim Altern zusehenden Astronauten um darzustellen "er macht die Erfahrungen eines ganzen Lebens in wenigen Augenblicken" und ein blaues, schwebendes Baby im Weltall als Wiedergeburt.Wegen dem visuellen. Optisch beeindruckend sind andere Filme auch. Deswegen sind sie nicht automatisch Klassiker.
  • Rex_Kramer
    Werde ich mal versuchen, auch wenn ich meine Probleme beim Verständis von Filmen mit philosophischem oder psychologischem Ansatz habe. Wobei ich letztlich ja nicht weiß, wie stark diese Ansätze in 2001 enthalten sind.
  • SeargentPaula
    Eine interessante Liste, die ich eher als Materialliste sehe. Dass Filme auch subjektive Erlebnisse sind, sollte ja klar sein (außer es geht um 2001, da gibt es nur die eine Wahrheit ;) ). Vor allem auf den etwas hinterer Plätzen war vieles dabei, was ich noch nicht kenne. Wobei ich die Top 20 fast komplett habe. Zum Thema weiter unten, in den Top 20 sind drei Filme, vom denen ich erwartet habe, dass sie das sein werden. Mit zweien kann ich nicht all zu viel anfangen und einen hasse ich regelrecht. Die Frage ist: Na und?
  • SeargentPaula
    Habe ihn mal gegoogelt. Sieht sehr interessant aus. Danke dafür.
  • Knarfe1000
    Avatar kann froh sein, überhaupt in die Liste aufgenommen zu werden.
  • Knarfe1000
    Absolut. Ist für mich ein Klassiker. Top 20 auf jeden Fall.
  • sprees
    FInde es an sich eine gute Liste nur erschliesst sich mir nicht warum der neue Star Wars Teil da auftaucht. Die anderen beiden müssen unbedingt hier auftauchen doch der neue Streifen der für mich ja eher ein Remake ist, hat hier finde ich nichts verloren. Finde es hätte eher dann schon ein Emmerich-Streifen auch schaffen können. Universal Soldier oder Stargate oder wegen mir Independence Day sind für mich absolut gute Streifen des Genres. Eher als der siebte Teil eines Franchises
  • Flo F.
    Ich find auch, dass die Prequel-Trilogie extrem interessant ist. Und mit Ewan McGregor einen Ford-Ebenbürtigen Protagonisten mit sich führt. Mein Ranking der Star Wars Filme wäre:: 1.Episode V2.Episode III3.Episode II4.Episode I5.Episode VI6.Episode IV
  • Flo F.
    Achte allein mal auf die Schnitte und frag dich, wie sie das gemacht haben. Gigantischer Film in allen Belangen.
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