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    Mark Wahlberg in "Plötzlich Familie": Der Actionstar, der auch Comedy kann
    Von Carsten Baumgardt — 01.02.2019 um 08:00
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    In der Komödie „Plötzlich Familie“ wird Mark Wahlberg Vater von drei adoptierten Kindern. Aber wenn Regisseur Sean Anders mit dem Star zusammenarbeitet, wird es sowieso immer lustig. Wahlberg kann eben mehr als Action – das zeigt auch dieses Porträt.

    Paramount Pictures.

    Die Idee zu der turbulenten Komödie „Plötzlich Familie“ stammt von Regisseur Sean Anders („Der Chaos-Dad“, „Kill The Boss 2“) selbst, der bereits bei „Daddy’s Home“ und „Daddy’s Home 2“ kommerziell sehr erfolgreich mit Mark Wahlberg als Hauptdarsteller gearbeitet hat. Anders adoptierte 2013 gemeinsam mit seiner Frau Beth die drei Geschwister Josh, Cha-Cha und Johnny. Aus diesen sehr emotionalen, oft chaotischen und letztendlich positiven Erfahrungen formte Anders zusammen mit seinem Stammschreibpartner John Morris das Drehbuch zu „Plötzlich Familie“.

    Im Film geht es um das kinderlose Ehepaar Pete (Mark Wahlberg) und Ellie (Rose Byrne), das beschließt, eine Familie zu gründen und Pflegekinder aufzunehmen. Doch so einfach, wie sie sich das vorgestellt haben, ist die Realität nicht. Denn die 15-jährige Lizzy (Isabela Moner) ist rebellisch, Juan (Gustavo Quiroz) ganz schön verpeilt und die kleine Lita (Julianna Gamiz) ein echter Satansbraten. Von Erziehung halten die drei Geschwister zunächst einmal wenig. Viel Arbeit für die neuen Patchwork-Eltern…

    Vielseitiger Topverdiener 2017

    In seiner seit 1994 andauernden Kinokarriere hat sich der 1971 in Boston geborene Mark Wahlberg inzwischen zum Superstar entwickelt und war 2017 der laut Forbes-Liste „Bestverdienende Schauspieler der Welt" (mit Einnahmen von 68 Millionen Dollar). Dabei steht der athletische Sportfan erst einmal für viel Action: Unter seinen zehn größten Kinokassen-Erfolgen waren sieben actionorientierte Filme (u. a. „Transformers: Ära des Untergangs“, „Der Sturm“ und „Planet der Affen“), aber mit „Ted“, „Daddy’s Home“ und „Die etwas anderen Cops“ auch drei Komödien. Wahlberg lässt sich eben nicht stereotyp auf ein Genre festlegen, seine schauspielerischen Karrierehighlights hatte der Star in David O. Russells Boxer-Drama „The Fighter“ und in Martin Scorseses Gangster-Drama „The Departed“ – für beide Filme erhielt Wahlberg jeweils Nominierungen für einen Oscar sowie den Golden Globe.

    Dass Schauspieler Action und Comedy in einer Mischform verbinden können, ist gar nicht so ungewöhnlich, man denke nur an Dwayne Johnson („Jumanji: Willkommen im Dschungel“, „Get Smart“) und seine Kassenerfolge. Doch bei Wahlberg ist die Trennung schärfer, Filme wie „Ted“, „Daddy’s Home“ oder jetzt „Plötzlich Familie“ haben absolut nichts mit Action zu tun und so überzeugt er hier auch in reinen Komödien, ohne sich dabei auf seine Paradedisziplin Action verlassen zu können. Diese Vielseitigkeit hat Wahlberg schon früh in seiner Karriere gezeigt, die übrigens zunächst gar nicht im Filmgeschäft begann.

    Die Anfänge als Rapper Marky Mark

    Denn die Älteren unter uns werden sich noch erinnern: Ja, Mark Wahlberg hat seine Karriere Anfang der 90er Jahre als HipHop-Musiker begonnen! Weil sein älterer Bruder Donnie Wahlberg („Saw 2“, „The Sixth Sense“) als Mitglied der damals in den 80ern megaerfolgreichen Boyband New Kids On The Blocks die nötigen Kontakte hatte, ermöglichte er 1991 seinem kleinen Bruder das Plattendebüt als Marky Mark, der mit The Funky Bunch das Album „Music For The People“ herausbrachte. Die Single „Good Vibrations“ stieg sogar auf Position 1 der US-Billboard-Charts und erreichte in Deutschland Platz 3. In der Gründungsphase von New Kids On The Block war Wahlberg übrigens auch dabei, stieg aber als 13-Jähriger nach einigen Proben schnell wieder aus.

    Paramount Pictures
    Mark Wahlberg in "Plötzlich Familie" mit Rose Bryne, Isabela Moner, Julianna Gamiz und Gustavo Quiroz

    Parallel zum Musik-Durchbruch wollte Wahlberg unbedingt auch ins Filmgeschäft einsteigen und feierte nach einem Auftritt in dem TV-Film „Die Wahrheit führt zum Tod“ 1994 in der Militär-Tragikomödie „Mr. Bill“ an der Seite von Danny DeVito sein Kinodebüt. Der große Film-Durchbruch gelang dann drei Jahre später mit der Hauptrolle in Paul Thomas Andersons Meisterwerk „Boogie Nights“, wo Wahlberg den Pornostar und Kriminellen Dirk Diggler (alias Eddie Adams) spielte. Danach ging es mit der Karriere Schlag auf Schlag steil nach oben: „Three Kings“, „Der Sturm“, „Planet der Affen“, „The Italian Job“ und „Vier Brüder“ wurden Hits und Wahlberg ist seitdem auch in Hollywood ein Star mit viel Charisma.

    Aufstieg nach krimineller Jugend

    Doch bei diesem traumhaften Aufstieg und dem aktuellen Status als Superstar vergisst man schnell seine dunkle Vergangenheit. Als Sohn eines Auslieferungsfahrers und einer Bankangestellten und Krankenschwester wuchs Wahlberg, der über schwedische, irische und franko-kanadische Wurzeln in der Familie verfügt, als jüngstes von neun Geschwistern in einfachen Verhältnissen in Boston auf. Die Highschool verließ der heutige Star vorzeitig und ohne Abschluss (diesen holte er jedoch 2013 nach).

    Danach rutschte er ins kriminelle Milieu: Bedrohung, Köperverletzung, Diebstahl. Mit 16 wurde er des versuchten Mordes angeklagt und zu zwei Jahren Haft verurteilt, wovon Wahlberg aber nur 45 Tage in einem Gefängnis in Deer Island, Massachusetts absitzen musste. Sein inzwischen als Musiker erfolgreicher Bruder Donnie holte Mark Wahlberg damals aus diesem kriminellen Sumpf heraus. Heute lebt er mit dem Model Rhea Durham zusammen. Die beiden sind seit 2009 verheiratet und haben vier Kinder.

    „Plötzlich Familie“ läuft seit dem 31. Januar 2019 in den deutschen Kinos.

     

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