Nachdem „Oppenheimer“ über 975 Millionen Dollar an den Kinokassen einnahm, im Tandem mit „Barbie“ zum popkulturellen Event wurde und sieben Oscars inklusive der Trophäe für den besten Film abräumte, denkt Christopher Nolan nicht daran, einen Gang herunterzuschalten. „The Odyssey“, das nächste Projekt des Erfolgsregisseurs, wird jetzt schon mit Superlativen überschüttet! So überschlug sich Jim Orr, Verleihchef des hinter dem Film stehenden Studios Universal, im Rahmen der Kinomesse CinemaCon wenige Wochen nach Drehstart mit Lob:
Vor der versammelten Branche bezeichnete er den Abenteuerfilm als „visionäres, nur einmal pro Generation entstehendes filmisches Meisterwerk“. Dieses flammende Plädoyer für Nolans Interpretation des antiken, griechischen Literaturepos ging jedoch nach hinten los und erntete schallendes Gelächter (wir berichteten).
Offensichtlich führte dieser Promo-Fehlschlag allerdings nicht dazu, dass sämtlichen Beteiligten ein Superlativ-Maulkorb verpasst wurde: Kürzlich meldete sich ein Mitglied der „The Odyssey“-Stuntcrew zu Wort – und schwärmte in höchsten Tönen vom kommenden Nolan-Spektakel.
Erwartet uns "Nolan in Bestform"?
Beim begeisterten Mitglied des „The Odyssey“-Teams handelt es sich um Stuntman James Newman, der beispielsweise in „Daredevil: Born Again“, „Marvel's The Punisher“, „Narcos“ und „Severance“ agierte. Zudem gehört er zur Stuntcrew von James Gunns demnächst startendem „Superman“-Film. Im Falle von Nolans „The Odyssey“ wurde Newman unter anderem damit beauftragt, bei der Gestaltung der Kampfsequenzen mitzuwirken und Matt Damon sowie Tom Holland zu trainieren.
In einer (auf einigen Plattformen mittlerweile gelöschten) Ausgabe des Podcasts Action For Everyone spricht er einige Takte über diesen Job – und ist voller Euphorie: „So einen Film dreht man nie wieder“, proklamiert Newman im Action-Fachformat. „Ich denke, es wird das Epos aller Epen. Das ist Nolan in Bestform, komplett ungezügelt“, so der Stuntman.
Als Grund für seine begeisterten Worte gibt Newman an, dass Nolan in „The Odyssey“ auf einer ambitionierteren Ebene operiere als die meisten Filmschaffenden – etwa, indem er an eindrucksvollen Schauplätzen dreht, die quer über Europa verteilt sind und nie zuvor für einen Film auf Zelluloid gebannt wurden. „Er will der Erste sein, der dort dreht. Er will spüren, dass er unberührten Grund betritt“, beteuert Newman – und merkt an, dass dies mit einem Preis einherging: Das Filmteam musste viel wandern, um zu den unberührten Drehorten zu gelangen.
Action mit Persönlichkeit
Newman gibt zudem einen Vorgeschmack auf die „The Odyssey“-Action. So erklärt er im Podcast, dass es den Verantwortlichen wichtig war, den Figuren unterschiedliche Kampfstile zu geben, die ihre Vorgeschichte zum Ausdruck bringen. Matt Damon, der Odysseus spielt, „wollte definitiv besonders effizient sein, weil das seiner Rolle entspricht.“ Newman weiter: „Odysseus ist die einzige wirklich kriegserfahrene Figur auf dieser Reise. Die Jungs, die sich ihm anschließen, haben bereits an seiner Seite gekämpft. Doch Odysseus hat das Schlachtenschlagen verinnerlicht.“
Damon habe sich voll der Mentalität seiner Rolle verschrieben, weshalb er in „The Odyssey“ einen klugen, reduzierten Kampfstil an den Tag lege. „Er wird nichts mit Showeffekt machen“, meint Newman. Tom Holland sei anders: „Er ist selbstredend jünger und er ist athletischer“, so Newman, der von der körperlichen Fitness des Spider-Man-Darstellers beeindruckt ist. „Sämtliche Gerüchte darüber, wozu Tom physisch imstande ist, sind wahr. Er kann einfach alles.“
Selbstredend darf man nicht vergessen, dass Newman als Teil der „The Odyssey“-Crew befangen ist und wohl kaum über ein Jahr vor Kinostart schlecht vom Projekt reden wird. Es ist also nicht ratsam, aufgrund seiner Einschätzung Haus und Hof darauf zu wetten, dass „The Odyssey“ wirklich das epochalste Filmepos aller Zeiten wird. Wer Newmans Urteil aber nutzen möchte, um sachte die Vorfreude auf den unter anderem mit Robert Pattinson, Charlize Theron, Jon Bernthal, Lupita Nyong'o und Anne Hathaway besetzten Film zu schüren, dürfte auf der sicheren Seite stehen.
Und falls ihr euch fragt, in welchem Projekt die ebenfalls zum „The Odyssey“-Cast gehörende „Challengers“-Hauptdarstellerin Zendaya sonst noch zu sehen sein wird: Medienberichten zufolge heuert sie beim Remake eines stilvollen, beschwingten Gangsterfilm-Klassikers an. Mehr dazu im folgenden Artikel:
Nach dem zweitbesten Film 2024 und Nolan-Epos: Macht Zendaya bei diesem lang erwarteten Gangsterfilm-Remake mit?