Ganz so schmerzhaft wie die Abwesenheit von Lady Violet, deren Darstellerin Maggie Smith 2024 im Alter von 89 Jahren verstorben ist, nachdem auch schon ihre adlige Figur in „Downton Abbey: Eine neue Ära“ das Zeitliche gesegnet hatte, dürfte dies für „Downton Abbey“-Fans nicht sein. Dennoch fragten sich viele Fans, wo im zweiten Film Lady Marys Angetrauter Henry Talbot (Matthew Goode) abgeblieben war, den sie doch gerade erst nach vielen Dramen geehelicht hatte – und nun bestätigt Matthew Goode selbst, dass er auch im kommenden „Downton Abbey 3: Das große Finale“ (Kinostart: 18. September 2025) nicht dabei sein wird.
In „Downton Abbey 2“ wurde Henrys Abwesenheit damit erklärt, dass er um die Welt reise und seiner Leidenschaft für Autorennen nachgehe – und Mary (Michelle Dockery) deutet darüber hinaus an, dass es wohl nicht mehr ganz so rosig für das in „Downton Abbey“ von 2019 noch so glückliche Paar aussehe. Daran wird sich im dritten Kinofilm nun nichts geändert haben, vielleicht erfahren wir ja sogar von einer Scheidung, oder schlimmer noch, einem tödlichen Unfall (was noch mal eine zusätzliche tragische Note dadurch bekommen würde, dass schon Marys erster Mann, Matthew [Dan Stevens], bei einem Autounglück ums Leben gekommen war). Doch warum ist Henry Talbot nicht dabei?
Matthew Goode erklärt Henry Talbots Abwesenheit
Das hat laut Matthew Goode nicht etwa damit zu tun, dass die Figur nicht mehr in die Drehbücher gepasst hätte – vielmehr scheiterte Goods Mitwirken an Terminkonflikten und Verletzungen. Allzu traurig darüber, die Rolle des Henry Talbot an den Nagel hängen zu müssen, scheint er allerdings nicht. Im Interview mit Radio Times erklärt er:
„Für den zweiten [Film] stand ich nicht zur Verfügung, weil ich ‚The Offer‘ gemacht habe, und während des dritten habe ich [‚Dept. Q‘ für Netflix] gedreht. Außerdem habe ich mich am Knie verletzt und musste operiert werden. Das dauert Wochen, bis man wieder fit ist, ich konnte es also nicht machen. Aber seien wir mal ehrlich, er fing sowieso an, ein bisschen zum Waschlappen zu werden. Vielleicht ist es also eine gute Sache.“
Fokus auf Lady Mary
Dass ausgerechnet Marys Ehemann, die nun als neue zentrale Figur die Führung von Downton Abbey übernehmen soll, von der Bildfläche verschwindet, mag ein wenig merkwürdig anmuten – doch vielleicht bietet genau das für das finale Kapitel der Saga auch eine Chance. Für alle, die an der von Julian Fellowes geschaffen Historien-Reihe die dramatischen Romanzen am liebsten mögen, besteht nun Hoffnung, dass in „Downton Abbey: das große Finale“ noch ein weiteres Liebesglück auf Lady Mary wartet – aller guten Dinge sind drei.
TMC
Eine andere, vielleicht sogar noch bessere Möglichkeit ist aber, dass sich die Romantik mal eben nicht in den Mittelpunkt von Lady Marys Leben drängt und sie keine (weitere) Liebesgeschichte braucht, um einen spannenden Handlungsstrang zu bekommen, sondern sie im großen Abschluss der beliebten Saga voll und ganz in ihrer neuen Rolle als Gutsherrin aufgehen kann. Und falls die Liebe dann doch noch ihren Weg kreuzt, ob nun in Gestalt des (abwesenden) Henry oder eines frischen Flirts, der sich aber nicht als bestimmend für ihre Zukunft erweisen muss, wäre das einfach noch das Tüpfelchen auf dem i für die Heldin, der wir sechs Staffeln und drei Kinofilme lang dabei zugesehen haben, wie sie ihr Glück sucht.
Was Matthew Goode betrifft: Den könnt ihr schon ab dem 29. Mai 2025 auf Netflix in der Krimi-Serie „Dept. Q“ sehen. Wenn ihr wissen wollt, worum es geht und ob euch der Trailer Lust auf die Jussi Adler-Olsen-Adaption macht, dann seid ihr nach dem folgenden Artikel schlauer:
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