Ein Astronaut wird auf dem Mars zurückgelassen und muss dort ganz alleine ums Überleben kämpfen: Was eigentlich nach einem grimmigen Weltraum-Survivaldrama klingt, stellte sich in „Der Marsianer“ von 2015 als zwar hochspannender, vor allem aber erstaunlich lockerer Science-Fiction-Film heraus, der Kritik und Fachpresse blendend unterhielt. Nicht umsonst hat der Film eine bärenstarke Community-Durchschnittswertung von 4,22 von 5 Sternen hier bei FILMSTARTS.de. Und allem Anschein nach erwartet uns schon bald der nächste Sci-Fi-Hit nach einer Buchvorlage von Andy Weir: „Project Hail Mary“.
Darauf deuten jedenfalls die ersten Reaktionen auf den Film hin. Schon als der Science-Fiction-Film mit Ryan Gosling Anfang März 2025 auf der Kinobetreibermesse CinemaCon ins Las Vegas vorgestellt wurde, sorgte der dort gezeigte Trailer für begeisterte Reaktionen und heruntergeklappte Kinnladen, wegen der großen Bilder, der unglaublichen Weltraumeffekte und der gelungenen Kombination aus Spektakel und Humor (womit wir wieder bei „Der Marsianer“ wären).
Doch auch der Film an sich ist nun offenbar schon in zumindest einer Testvorführung auf Begeisterung gestoßen. Das berichtet das Filmmagazin World Of Reel unter Berufung auf eine Quelle, die bei der Vorführung anwesend gewesen sei.
Dieser Quelle zufolge sei der Film mit hochkomplexen, aber gleichzeitig auch hochemotionalen Science-Fiction-Meilenstein wie Christopher Nolans „Interstellar“ und Denis Villeneuves „Arrival“ verglichen worden. Mitverantwortlich dafür sei auch Ryan Gosling, der eine sehr einnehmende und fesselnde Performance abliefere und somit den emotionalen Unterbau für das Science-Fiction-Spektakel liefere.
Ein Überraschungs-Kandidat für die Oscars 2026?
Zudem sei die fast drei Stunden (!) lange Schnittfassung, die bei der Testvorführung gezeigt wurde, schon in einem überraschend fertigen Zustand, so heißt es bei World Of Reel weiter. Die Computereffekte seien beinahe final, die Bilder gestochen scharf und cineastisch und auch die Dynamik und der Ablauf der Handlung schon in gutem Zustand.
All das ist, gerade bei so frühen Testvorführungen, sonst häufig nicht der Fall. Schließlich wird an Effekten und Farbkorrektur häufig bis kurz vor Kinostart getüftelt und ein Sinn von Testvorführungen ist, herauszufinden, ob das Publikum der Handlung folgen kann, oder ob Änderungen und sogenannte Nachdrehs nötig sind.
Aufgrund des überraschend fertigen Zustands von „Project Hail Mary“ gebe es nun auch bereits Spekulationen, dass das produzierende Studio Amazon den Film womöglich vorziehe – und zwar vom aktuellen Starttermin im März 2026 auf einen Start Ende 2025, womit „Project Hail Mary“ dann (wie einst auch der für sieben Academy Awards nominierte „Der Marsianer“) im Oscar-Rennen mitmischen könnte.
Wer darüber spekuliert, schreibt World Of Reel allerdings nicht, so wie auch die Vorschusslorbeeren für „Project Hail Mary“ einzig auf der Aussage einer einzigen Person zu basieren scheinen. Das ist immer eine knifflige Sache. Bei den aktuell heiß erwarteten Superhelden-Blockbustern „Superman“ und „The Fantastic Four: First Steps“ kursierten zum Beispiel jüngst angebliche, negative Stimmen aus einer Testvorführung, die breit aufgegriffen wurden – und mittlerweile gibt es Gegenberichte, dass es womöglich zumindest beim Marvel-Film nur die Meinung einer einzelnen Person war, die mit dem Comic-Abenteuer nichts anfangen konnte. Ohnehin sollten solche Testvorführungsreaktionen mit einem deutlichen Fragezeichen versehen werden, weil man nie weiß, ob hier nur einzelne Personen Stimmung für oder gegen einen Film machen wollen. Zudem werden oft bewusst unfertige Werke gezeigt.
Sollte „Project Hail Mary“ wirklich auf 2025 vorgezogen werden, erfahrt ihr das natürlich hier bei FILMSTARTS. Auch ein erster Trailer dürfte nicht mehr allzu lange auf sich warten lassen. Bis dahin könnt ihr die Zeit etwa mit diesem Science-Fiction-Film überbrücken, der gerade neu bei Paramount+ erschienen ist:
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