Mehr als 30 Jahre nach den kultigen Originalfilmen mit Leslie Nielsen kehrt eine der irrwitzigsten Comedy-Reihen der Filmgeschichte auf die große Leinwand zurück: „Die nackte Kanone“ feiert ihr Reboot – und niemand Geringeres als Liam Neeson tritt in die Fußstapfen des unvergesslichen Frank Drebin. Während der Schauspieler unter anderem schon mit „Anchorman 2“ und „A Million Ways To Die In The West“ Comedy-Terrain betrat, schießt er nun als Frank Drebin Jr. ganz und gar den Vogel ab.
In der offiziellen FILMSTARTS-Rezension gab es starke 4 von 5 Sternen. Chefredakteur Christoph Petersen schwärmt, der Film sei „viel lustiger, als man es von einem ‚Nackte Kanone‘-Film im Jahr 2025 jemals mit gutem Gewissen erwarten durfte. Zudem haben die Macher*innen ihrem Film wirklich jedes überflüssige Gramm Fett weggeschnitten, weshalb die schamlos-knackigen 85 Minuten wie im Flug vergehen.“
Doch ein wichtiger Tipp: Bitte nicht sofort aufspringen, wenn der Film vorbei ist. Gerade „Die nackte Kanone“ belohnt jene, die sitzen bleiben, mit einer Fülle an Gags und Überraschungen.
Achtung, Spoiler ab hier!
Wer den Saal verlässt, sobald der Abspann beginnt, verpasst einige der besten Momente. Denn nach dem vermeintlich klassischen Happy End – der Bösewicht ist hinter Gittern, der Held bekommt die Frau – gibt's in der Mid-Credit-Szene einen unerwarteten Dämpfer: Chief Davis (CCH Pounder) verkündet, dass Frank Drebin Jr. trotz seiner Ermittlungserfolge eine disziplinarische Auszeit erhält – zu oft habe er sich nicht ans Gesetz gehalten.
Daraufhin sehen wir ihn, gemeinsam mit Pamela Anderson, in einem tropischen Erholungsparadies mit Pool, Sonnenliegen und Cocktailbar. Beim Anstoßen friert das Bild ein – zumindest scheinbar. Denn wer genau hinsieht, merkt schnell: Neeson und Anderson stehen lediglich still, während die gesamte Kulisse ein echtes Standbild ist – ganz klar eine Anspielung auf die Originalserie „Die nackte Pistole“, die diesen Gag am Ende jeder Folge einsetzte.
Ein paar Sekunden später lösen sich die beiden aus ihrer Starre, schauen sich irritiert um – und blicken direkt in die Kamera. Dann folgt ein echter Bruch mit der vierten Wand: Liam Neeson richtet sich nicht nur mit Worten ans Publikum, sondern schlägt mit der Faust direkt in die Mitte des Bildschirms.
Und es geht noch weiter…
Die Credits selbst sind eine Comedy-Show für sich: Von absurden Listen wie verschiedenen Salatdressings oder kuriosen Tennisschläger-Halte-Techniken bis hin zu einem eingebauten Sehtest – hier lohnt sich jedes aufmerksame Mitlesen. Der Abspann ist so detailreich und verspielt, dass man ihn wahrscheinlich einige Male ansehen muss, um alle Gags zu erfassen.
Doch auch nach dem letzten Credit ist noch nicht Schluss: In einer Post-Credit-Szene sehen wir Weird Al Yankovic auf einer leeren Bühne – nur leere Stühle vor ihm. Ein klarer Wink für Fans, die ihn bereits aus seinen Cameos in den früheren „Nackte Kanone“-Filmen kennen und ihn im Verlauf des Films womöglich schon erspäht haben.
Sobald danach das Bild endgültig schwarz wird, könnt ihr beruhigt aufstehen. Dann habt ihr wirklich alles gesehen.
Übrigens: Die originalen „Die nackte Kanone“-Filme könnt ihr aktuell bei mehreren Anbietern streamen. Eine Übersicht findet ihr im nachfolgenden Artikel:
Neu auf Netflix UND Amazon Prime Video: Alle drei Teile einer absoluten Kult-Reihe – bald kommt der Reboot mit Liam Neeson