"Guardians Of The Galaxy" als Wendepunkt: Einer der aktuell gefragtesten Hollywood-Stars verdankt Chris Pratt indirekt seine Karriere
Björn Schneider
Björn Schneider
-Freier Autor
Seit Björn als Kind „Spiel mir das Lied vom Tod“ und „Hook“ gesehen hat, ist er vom Medium Film und seinen (audio-)visuellen Möglichkeiten fasziniert. Am liebsten schaut er Horror, Western, Mystery und Thriller. Musicals und romantische Komödien kosten ihn allerdings Überwindung.

Vom unbekannten Nebendarsteller zum Schauspieler der Stunde: Für „Top Gun 2“-Star Glen Powell läuft es. Doch der Weg dahin war hart. Bis Chris Pratt als Star-Lord die Bildfläche betrat – und Powell indirekt den Weg an die Spitze ebnete.

Disney und seine verbundenen Unternehmen

Seit seinem Durchbruch mit dem enorm profitablen Actionhit „Top Gun: Maverick“ (2022) läuft es so richtig rund für Glen Powell. Auf die Flieger-Action an der Seite von Weltstar Tom Cruise folgte der Box-Office-Hit „Wo die Lüge hinfällt“ (2023), ein Jahr später gelang ihm mit dem Katastrophen-Blockbuster „Twisters“ ein weiterer Erfolg. Ein Ende der Erfolgswelle? Nicht in Sicht. Denn bald schlüpft Powell in die Fußstapfen von Arnold Schwarzenegger im Remake des 80er-Jahre-Sci-Fi-Klassikers „The Running Man“. Zuvor startet auf Disney+ zudem die Sport-Comedy-Serie „Chad Powers“. Darin spielt Powell die titelgebende Hauptfigur.

Kurzum: Seit 2022 hat sich der 36-Jährige kontinuierlich und unaufhaltsam in die A-Liste der Hollywoodstars vorgearbeitet. Doch es lief nicht immer so rund. Denn Powell arbeitete viele Jahre glücklos auf seinen Durchbruch als Hollywood-Schauspieler hin. Ein erster Achtungserfolg gelang ihm erst mit einer Nebenrolle im Action-Kracher „The Expendables 3“ von 2014, da lagen bereits über zehn Jahre erfolgloser Schauspielerei hinter Powell.

Im Erscheinungsjahr von „The Expendables 3“ wurde Powells Schauspielkollege Chris Pratt durch das MCU-(Anti-)Helden-Abenteuer „Guardians Of The Galaxy“ weltbekannt. Für Powell war Pratts Darstellung des unangepassten Weltall-Rebellen Star-Lord /Peter Quill wegweisend – und womöglich indirekt mitverantwortlich für seine eigene Karriere und sein Standing als einer der gegenwärtig begehrtesten Hollywood-Stars.

"Ich bin eben kein Christian Bale"

In einem Interview mit dem Magazin GQ hob er die Bedeutung von Pratts Leistung hervor, der seinem „Guardians“-Charakter Witz und Unbekümmertheit verlieh. „Ich erinnere mich, als Chris Pratt mit ‚Guardians Of The Galaxy‘ seinen Durchbruch hatte“, so Powell. „Es hat zweifellos geholfen, dass er nicht grüblerisch oder düster war. Als er [Pratt] auf der Bildfläche erschien und Dinge tat, die etwas alberner und ausgelassener waren, fühlte ich mich am wohlsten. Da hatte ich das Gefühl, dass ich eine Eigenschaft hatte, die in Hollywood gefragt ist und die nicht viele andere haben.“

Glen Powell in Paramount Pictures
Glen Powell in "Running Man"

Powell spielt mit seiner Äußerung auf eine Phase in der jüngeren Kino- und Filmgeschichte an, in der die Studios, etwa ab den mittleren 00er-Jahren, in ihren Blockbustern vermehrt auf eher nachdenkliche, innerlich zerrissene Hauptfiguren setzten. Laut Powell habe die Vorliebe für „grüblerische oder düstere Typen“ dazu geführt, dass es mit der eigenen Karriere nicht so recht vorwärtsging. Er ergänzte: „Ich bin eben kein Christian Bale. Christian Bale hat eine gewisse Gravitas und Gewicht, und Pattinson hatte sein Ding. Aber Pratt änderte die Lage.“

"Ein bisschen alberner und lebhafter"

Powell sieht Marvels „Guardians Of The Galaxy“ und Pratts Darbietung als Wendepunkt. Hollywood sei bei Blockbustern seither offener für Hauptdarsteller, die „ein bisschen alberner und lebhafter“ sind. Und tatsächlich unterscheidet sich der humorvolle Star-Lord in Sachen Auftreten und Verhalten deutlich von Bale in seiner Rolle als Batman oder von Robert Pattinsons melancholischem Vampir Edward Cullen in der „Twilight“-Saga. Tristesse und Schwermut weichen draufgängerischem Mut und pointiert-beschwingter Komik.

Doch auch hinter Chris Pratt liegen durchaus herausfordernde Zeiten. In einem Interview sprach der „Guardians Of The Galaxy“-Darsteller kürzlich ganz offen über die gesundheitlichen Folgen seiner Gewichtsschwankungen. Lest in nachfolgendem Artikel, wie sich dieses Auf und Ab auf das Leben und die Karriere des Schauspielers auswirkten – und wie ein Moment im Kino alles veränderte:

"Ich war kraftlos, müde und emotional am Boden": So gnadenlos ging "Guardians Of The Galaxy"-Star Chris Pratt körperlich an seine Grenzen

facebook Tweet
Ähnliche Nachrichten
Das könnte dich auch interessieren