Was für viele nach Hollywood-Glanz aussieht, hatte für Chris Pratt eine dunkle Kehrseite. In einem Interview mit Men’s Health sprach der „Guardians of the Galaxy“-Star offen über die gesundheitlichen Folgen seines körperlichen Auf und Ab – und die waren alles andere als harmlos. Um für verschiedene Rollen ins passende Körperbild zu passen, nahm Pratt in kurzer Zeit stark zu und wieder ab – mit ernsten Konsequenzen.
Zwischen Burgern und Blockbustern: Der Preis für die Traumrolle
Nachdenklich und teils erschütternd zu lesen, fasst Pratt seine Transformation und die sich daraus ergebenden negativen Konsequenzen zusammen: „Ich war kraftlos, impotent, ständig müde, emotional am Boden – ich hatte echte Gesundheitsprobleme, die mich massiv beeinträchtigt haben. Es ist schlecht für dein Herz, deine Haut, dein System, deine Seele.“
Diese Worte schlugen Wellen. Pratt schildert damit nicht nur eine Phase körperlicher Erschöpfung, sondern auch eine seelische Krise, in der ihm selbst die Lebensfreude abhandenkam. Erst ein unerwarteter Moment im Kino – beim Anblick seiner eigenen Leistung in „Zero Dark Thirty“ – wurde für ihn zum Wendepunkt.
Vom Tiefpunkt zur Transformation: „Ich werde nie wieder dick sein“
Die Entscheidung, sein Leben zu ändern, fiel nach dem vermutlich schwersten Moment seiner Karriere. Nach den Dreharbeiten zu „Delivery Man“ wog Chris Pratt 133 Kilo – der bisherige Höchststand. Als er sich in einem anderen Film auf der Leinwand sah, war für ihn klar: „Ich werde in Form kommen und nie wieder dick sein.“
Seither verfolgt der Schauspieler einen deutlich bewussteren Lebensstil. Er betont: „Wer sich so gefühlt hat wie ich damals, dem will ich sagen: Es gibt Hoffnung. Mit harter Arbeit, Disziplin und Durchhaltevermögen kann man sich nicht nur äußerlich verändern – es verändert dein ganzes Lebensgefühl.“ Dabei schreckt Pratt nicht davor zurück, auch humorvoll und selbstkritisch zu reflektieren: „Ich wusste ehrlich gesagt nicht mal genau, was ‚impotent‘ bedeutet. Ich hatte einfach keine Lust mehr – auf nichts. Mein ganzes Wesen war abgestumpft.“
Heute steht Chris Pratt nicht nur als Star, sondern auch als mahnendes Beispiel dafür, wie sehr die Anforderungen der Filmbranche Körper und Psyche beanspruchen können. Und gleichzeitig dafür, dass echte Veränderung möglich ist – wenn man den richtigen Moment erkennt.
Wie sich ein anderer Schauspieler körperlich für seine Rollen verausgabt und verändert hat, lest ihr hier:
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